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Lebenslauf für Mütter - so schreiben Sie ihn

Der Wiedereinstieg ins Berufsleben ist insbesondere für Mütter oft sehr schwierig. Neben den kritischen Fragen: „Was kann ich? Bin ich noch aktuell? Wie schaffe ich die Doppelbelastung?“, muss der neue Arbeitgeber von den persönlichen Fähigkeiten überzeugt werden. Der Lebenslauf ist dabei ein wichtiges Instrument Ihr Können zu präsentieren.

Den Lebenlauf richtig gestalten
Den Lebenlauf richtig gestalten © berwis / Pixelio

Der Lebenslauf gehört in jede Bewerbung

  • Neben dem Anschreiben gehört in jede Bewerbung ein guter Lebenslauf. Leider wird oft ein einmal erstellter Lebenslauf für alle Bewerbungen verwendet. Machen Sie diesen Fehler nicht!

  • Bedenken Sie immer, dass Sie nur sehr wenig Zeit und Platz haben, Ihren künftigen Arbeitgeber von Ihrem Wissen und Ihren Erfahrungen zu überzeugen. Dazu eignet sich der Lebenslauf bestens.

  • Neben der üblichen kronologischen Form, beginnend mit dem am weitesten Zurückliegenden bis zum Aktuellen setzt sich immer mehr die amerikanische Form durch. Dabei steht als erstes die aktuelle Stellung und geht dann immer weiter in die Vergangenheit.

  • Egal für welche Form Sie sich entscheiden, eine übersichtliche Gliederung ist das A und O. Der Arbeitgeber will auf einen Blick das Gesuchte sehen.

  • Vermeiden Sie eine bloße Aufzählung Ihrer Tätigkeiten, sondern gehen Sie bei den einzelnen Arbeitsstellen auf die Schwerpunkte und Aufgabengebiete ein. Man sollte sehen, welches Wissen Sie eingebracht haben, und mit welchen Erfahrungen Sie gegangen sind.

  • Vermeiden Sie Lücken, allerdings sind viele Zeiten der Arbeitslosigkeit zwischen vielen kurzen Jobs nicht gerade vorteilhaft. Versuchen Sie zu strecken bzw. Zeiten zusammenzufügen. Einen zweijährigen Wechsel von Gelegenheitsjobs und Jobsuche können Sie zum Beispiel als berufliche Neuorientierung zusammenfassen, und mit der Aufzählung der verschiedenen Tätigkeiten beschreiben. Und schon wird Ihre Vielseitigkeit, Ihre Motivation oder Ihre schnelle Auffassungsgabe hervorgehoben.

Mütter müssen noch mehr beachten

  • Mütter haben das Problem, dass eine längere Auszeit hinter Ihnen liegt. Das stellt sich oft als großes Problem dar. Versuchen Sie in Ihrem Lebenslauf diese Auszeit optisch so klein wie möglich zu halten, und gleichzeitig das Augenmerk auf Ihre Stärken zu verweisen.

  • Je nach dem wie Ihre berufliche Laufbahn bis jetzt aussieht, sollten Sie die herkömmliche oder die amerikanische Form wählen. Wenn Sie zum Beispiel lange Anlaufzeiten hatten und endlich, kurz vor Ihrer Elternzeit Ihren Traumberuf erreicht hatten, so eignet sich der der amerikanische Stil relativ gut. Gleich an zweiter Stelle weisen Sie auf Ihr Wissen hin, was auf den ersten Blick auf eine kurze Auszeit hinweist.

  • Das größte Handikap für Mütter ist, dass Sie in der schnelllebigen Zeit den Anschluss verloren haben. Weiterbildung ist daher wichtig. Können Sie auf solche Aktivitäten verweisen, sollte es gleich ins Auge fallen. Verbannen Sie dieses Zusatzwissen nicht auf die zweite Seite ganz unten bei „sonstiges“, sondern legen Sie den Punkt „Weiterbildung“ gleich noch vor Ihren beruflichen Erfahrungen.

  • Haben Sie mehrere Elternzeiten in Folge genommen ist es vielleicht besser, den Zeitraum zusammen zu fassen. Hatten Sie zum Beispiel nach der Ausbildung eine Job und anschließend zwei Elternzeiten mit einem kleinen 400-Euro-Job dazwischen, nehmen diese Zeiträume optisch mehr Raum ein, als Ihre berufliche Erfahrungen. Gestalten Sie das um. Setzen Sie Ihren Schwerpunkt auf Ihr berufliches Wissen, und ziehen Sie die Auszeit zu einem Punkt zusammen.

  • Es kommt also immer auf die Darstellung an. Sie können ein Glas „halb voll, oder halb leer“ sehen. Und genau so, sollten Sie Ihren Lebenslauf gestalten. Immer positiv, immer spezialisiert auf die jeweilige Arbeitsstelle und immer mit dem Hinweis auf Ihre Stärken!

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