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Lavendelsorten und deren Verwendung - so machen Sie es richtig

Lavandura ist das lateinische Wort für Lavendel und stammt von lavare (waschen) ab. Schon die alten Römer wussten die verschiedenen Lavendelsorten zu schätzen und nutzten deren ätherische Öle, um mit ihnen das Badewasser zu parfümieren. Lavendelblüten weisen bis zu 3 % wohlriechende Öle auf; je nach Lavendelart in unterschiedlicher Konzentration und Zusammensetzung. Heute sind zwischen 25 und 30 Lavendelsorten bekannt; einige Arten werden heutzutage auch in deutschen Gärten angepflanzt. Ursprünglich stammen die Lavendelsorten jedoch aus den Küstenregionen des Mittelmeerraums; wo sie heute noch ein natürliches Vorkommen aufweisen.

 Eine Aromatherapie mit Lavendelöl vertreibt schlechte Gedanken.
Eine Aromatherapie mit Lavendelöl vertreibt schlechte Gedanken.

Was Sie benötigen:

  • Frische oder getrocknete Blütenrispen
  • Weinessig
  • eine dunkle Flasche
  • Leinensäckchen

Lavendel-Öl wird häufig als Badezusatz verwendet, aber auch zahlreiche Produkte wie etwa Kerzen oder Seifen werden damit parfümiert. Lavendelsäckchen, mit getrockneten Lavendelblüten befüllt, dienen als Mottenschutz in Kleiderschränken und Schubladen. Zum Verfeinern von Salaten, Fisch- oder Lammgerichten wird Lavendel als Küchengewürz sehr geschätzt.

Beliebte Lavendelsorten für Haus und Garten

  • Eine der bekanntesten Lavendelsorten ist Echter Lavendel (lat. Lavandula angustifolia); auch als Kleiner Speik oder Englischer Lavendel bekannt. Dieser feine Lavendelstrauch ist besonders wohlriechend und zeichnet sich durch seine leuchtend-violetten Blüten aus. Diese Lavendelsorte wächst als wilder Lavendel in höheren Lagen; zum Beispiel in den Gebirgen der Hochprovence.
  • Echter Lavendel wird, aufgrund seines betörenden Dufts, bevorzugt zur Herstellung von Lavendelöl  zur Verwendung in der Parfümindustrie genutzt. Zur Gewinnung von einem halben Liter Lavendelöl werden zwischen 50 und 75 kg Lavendelblüten benötigt. Echter Lavendel und seine Abkömmlinge sind die einzigen Arten, die auch in unseren Breitengraden winterhart (bis ca. -15 °C) sind. Bei guter Pflege können Sie sich bis zu 10 Jahre an Ihrem Gartenlavendelstrauch erfreuen. 
  • Ein Abkömmling des Echten Lavendels ist der Süße Lavendel, auch als Zimmerlavendel bekannt, der abgedeckt  sogar in der freien Natur den Winter übersteht. Diese Sorte zeichnet sich durch eine besonders lange Blütezeit aus und bietet einen herrlichen Farbtupfer auch Ihrer heimischen Fensterbank.
  • Andere Zier- und Topflavendelsorten sind z. B. Wolliger Lavendel, Silberblattlavendel, farnblättriger Lavendel oder Schopflavendel; diese Sorten sind allerdings nur bedingt frosthart. Letztere können Sie hervorragend als Küchenkräuter für Ihre heimische Küche verwenden. 
  • Die Heimat des duftenden Lavendelstrauchs liegt im Mittelmeerraum. Lavendel braucht …

  • Großer Lavendel, auch Großer Speik genannt, sieht dem Echten Lavendel sehr ähnlich. Der Geruch dieser Lavendelsorte unterscheidet sich jedoch deutlich von dem des Echten Lavendels: Seine Blüten riechen nicht so aromatisch-blumig, sondern eher würzig-streng nach Kampfer. Die Blüten werden zur Gewinnung von Speik-Lavendelöl genutzt. Aufgrund seiner erfrischenden und anregenden Wirkung bildet dieses Öl häufig die Grundlage für Kosmetikprodukte oder Möbelpolituren.
  • Die Lavendelart Lavandin ist eine Kreuzung der beiden Lavendelsorten Echter und Großer Lavendel. Diese Lavendelart wird häufig in der Provence angebaut; weshalb sie auch unter dem Namen Provencelavendel bekannt ist. Der Geruch ist intensiv und rau; das aus den Blüten gewonnene Lavandinöl wird häufig für Kosmetik- und Waschmittelprodukte verwendet.
  • Durch seine keimtötende Wirkung können Sie Lavandinöl hervorragend zur Schädlingsbekämpfung einsetzen. Hierzu geben Sie einige Tropfen des Öls mit in Ihr Putzwasser hinein.

Lavendelarten und deren Nutzung

  • Lavendelblüten sind nicht nur herrlich anzusehen; frische Blüten oder getrocknete Rispen lassen sich auch prima weiterverwenden. Um Lavendelblüten zu trocknen, ernten Sie diese in voller Blüte; denn dann ist der Gehalt der ätherischen Öle und heilenden Wirkstoffe am höchsten. Schneiden Sie die Rispen ab, binden Sie diese zu einem kleinen Strauß zusammen und hängen Sie ihn kopfüber zum Trocknen auf. Der Gehalt an heilenden Wirkstoffen geht durch das Trocknen nicht verloren. 
  • Mit getrockneten Blütenrispen Ihrer Garten- oder Kübelpflanzen können Sie Lavendelsäckchen (aus Leinen oder Baumwolle) anfertigen. Die Duftsäckchen eignen sich hervorragend für Ihren Kleiderschrank; die Kleidung nimmt den herrlich blumigen Duft gut an und obendrein hält das Lavendelaroma Motten fern. Für einen beruhigenden Schlaf legen Sie die Lavendelsäckchen einfach unter Ihr Kopfkissen.
  • Lavendel ist ein interessantes Küchenkraut; womit Sie besonders französische Speisen verfeinern können. Insbesondere Fisch, Lamm-, Wild- oder Geflügelfleisch und süße Nachspeisen (mit Lavendelzucker) erhalten durch den Lavendel eine extravagante Würze.
  • Auch Lavendelessig steht kreativen Köchen als Speisenwürze zur Verfügung. Ihn können Sie leicht selbst herstellen: Hierzu legen Sie ca. eine Handvoll getrocknete oder frische Lavendelblüten in 750 ml guten Weinessig ein. Lassen Sie das Gemisch  für 14 Tage stehen. Nach 2 Wochen filtrieren Sie die Mixtur ab, und füllen diese in eine dunkle Flasche. Runden Sie mit dem Lavendelessig Ihre Salat- oder Fischsoßen ab.
  • Lavendelkraut findet nicht nur in der Küche, sondern auch in der Heilkunde Verwendung. Leiden Sie unter Blähungen oder innerer Unruhe können Sie mit Lavendeltee Abhilfe schaffen. Setzen Sie 1-2 Teelöffel Lavendelblüten mit 250 ml heißem Wasser an. Lassen Sie den Tee für ca. 10 Minuten ziehen, und seien Sie ihn anschließend ab.
  • Lavendel besitzt eine beruhigende Wirkung: Ein Lavendelbad wirkt nach einem stressigen Tag extrem entspannend.  Um in einem Meer aus Lavendelsorten zu baden, übergießen Sie 50-70 Lavendelblüten mit siedend heißem Wasser und lassen das Gemisch 10 Minuten stehen. Anschließend seien Sie die Blüten ab und geben das Lavendelwasser mit in Ihr Vollbad hinein.
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