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Lastenzuschuss und Einkommensgrenze - Wissenswertes zum Lastenzuschuss

Wer sich in Deutschland die eigene Wohnung nur schwer oder kaum leisten kann, kann einen Antrag auf Wohngeld stellen. Das Wohngeld wird dabei entweder als Mietzuschuss oder als Lastenzuschuss gezahlt. Eine feste Einkommensgrenze gibt es nach dem Wohngeldgesetz nicht, die Höhe des Einkommens spielt allerdings bei der Berechnung des Wohngeldes eine Rolle.

Wohngeld kann sich durchaus lohnen.
Wohngeld kann sich durchaus lohnen.

Wohngeld gibt es in Deutschland nicht nur für Mieter. Auch wer als Eigentümer seine Wohnung oder sein Haus selbst nutzt, kann Anspruch auf Wohngeld in Form des sogenannten Lastenzuschusses haben.

Keine festen Einkommensgrenzen beim Lastenzuschuss

  • Zwar gibt es beim Wohngeld bzw. beim Miet- oder Lastenzuschuss keine festen Einkommensgrenzen, ab denen ein Antrag nicht mehr gestellt werden bzw. kein Wohngeld gezahlt werden kann. Die Höhe des Gesamteinkommens aller Haushaltsmitglieder, die zu berücksichtigen sind, spielt allerdings bei der Berechnung des Wohngeldes eine Rolle. Bei einem zu hohen Einkommen bzw. Überschreiten individueller Einkommensgrenzen gibt es daher kein Wohngeld. Denn dieses soll ja gerade den Zweck erfüllen, Menschen mit einem nur geringen Einkommen die Wohnkosten zu erleichtern.
  • Während das Wohngeld in Form des Mietzuschusses als Zuschuss zur Miete gezahlt wird, bezieht sich der Lastenzuschuss auf die Belastung für den "Kapitaldienst" und die "Bewirtschaftung des Wohnraumes", vgl. § 10 Abs. 1 Wohngeldgesetz (WoGG).
  • Wichtig zu wissen ist, dass neben den Zinszahlungen auch die Tilgungsraten mit zur Belastung gehören. Dies ergibt sich u. a. aus § 12 der Verordnung zum Wohngeldgesetz, nach dem bei der Wohngeld-Lastenberechnung bei den Belastungen aus dem Kapitaldienst auch die "Tilgungen der ausgewiesenen Fremdmittel" anzusetzen sind.
  • Zu den Tilgungen und damit der Belastung mit dem Kapitaldienst gehören auch Kosten für eventuelle Personenversicherungen zur Abdeckung einer Festgeldhypothek oder Bürgschaftskosten.
  • Werden bei der Berechnung des Lastenzuschusses die Tilgungsleistungen von der Behörde nicht berücksichtigt, sollten Sie dies daher unbedingt beanstanden.

Beträge für Miete und Belastung

  • Bei der Berechnung des Miet- oder Lastenzuschusses werden für die Miete oder Belastung monatliche Höchstbeträge herangezogen, vgl. § 12 WoGG.
  • Dies bedeutet, dass eine über die Höchstbeträge hinausgehende Miete oder Belastung nicht berücksichtigt wird. Wohnen Sie also in einer besonders teuer vermieteten Wohnung oder sind Ihre Kosten für Zinsen und Tilgung besonders hoch, können diese möglicherweise nicht insgesamt berücksichtigt werden.
  • Wichtig zu wissen ist auch, dass ein Gründungszuschuss, der Existenzgründern gem. § 93 SGB III gezahlt werden kann, nicht zum Einkommen im Sinne des Wohngeldgesetzes zählt, vgl. § 14 WoGG.

Ein Antrag auf Wohngeld kann sich auch für Eigentümer lohnen, die ihr Haus oder ihre Wohnung selbst bewohnen. Der sogenannten Lastenzuschuss wird dabei auch als Zuschuss zu den Tilgungsleistungen gezahlt.

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