Ein Staudenbeet anlegen - so sollten Sie dabei vorgehen

Da Stauden in der Regel mehrjährige und teilweise langblühende Pflanzen sind, sollten Sie zunächst das Beet gründlich für die Bepflanzung vorbereiten.

  1. Graben Sie die Erde einmal gründlich um und ziehen Sie alles Unkraut, Wurzelwerk und die Steine, die Sie finden, heraus. Geben Sie weder das Unkraut noch die Wurzeln in den Kompost, sondern alles gleich in den Restmüll.
  2. Arbeiten Sie dann in die umgegrabene Erde frischen Mutterboden oder gute Blumenerde ein. Auch eine Düngung mit Pferdemist, der untergegraben wird, kann den Boden mit den richtigen Nährstoffen versorgen.
  3. Lassen Sie das Beet dann eine gute Woche ruhen und ziehen Sie die Erde glatt. Falls erforderlich, sollten Sie auch das noch unbepflanzte Beet ein wenig wässern. Die Erde ist ungeschützt Sonne, Wind und Wärme ausgesetzt. Wäre sie bepflanzt, würde das Wasser von den Wurzeln gehalten und die Oberfläche von der Bepflanzung vor dem Austrocknen geschützt. Deshalb sollten auch unbepflanzte Beete gewässert werden.
  4. Wählen Sie in der Wartezeit Ihre Stauden und mehrjährige sowie einjährige Blumen und Pflanzen aus. 
  5. Wenn Sie Ihr Beet ganz neu anlegen, dann überlegen Sie, ob Sie einige Sträucher oder sogar eine Hecke benötigen. Beides dient ihnen zum Schutz des Beetes vor Wind und Unwettern und als Sichtschutz. 
  6. Zeichnen Sie sich dann Ihr Beet einmal von oben gesehen auf und setzen Sie mit Bleistift in Kreisen und Ovalen die gewünschte oder gedachte Bepflanzung ein. 
  7. Arbeiten Sie dabei immer vom hinteren Beetrand nach vorn.
  8. Setzen Sie hinten die höheren Pflanzen ein und halten Sie sich vorn für die niedrigeren Stauden frei. Bedenken Sie, dass die Stauden sich ausbreiten werden, aber zu Beginn meistens noch recht schmächtig sein werden. 
  9. Planen Sie deshalb für die Zwischenräume einjährige Blumen ein. Diese kommen nach dem Verblühen nicht wieder und füllen kahle Stellen im ersten Jahr der Bepflanzung.

Die Auswahl der Pflanzen - so bekommen Sie ein langblühendes Staudenbeet

  1. Achten Sie zuerst bei der Auswahl der Pflanzen auf die Wuchshöhe, die Blütezeit, die Licht- und Wasserbedingungen der Pflanze und auf die Farbe der Blüten.
  2. Beschränken Sie sich dann bei der Farbauswahl der Blüten auf 2-3 Farben, so wirkt Ihr Staudenbeet immer frisch und üppig blühend. Sobald Sie viele verschiedene Farben haben, wirkt das Beet unruhig, nicht in Balance und leicht ungepflegt - obwohl Sie es pflegen.
  3. Um nun ein wirklich lange blühendes Staudenbeet zu bekommen, sollten Sie jetzt Pflanzen mit ähnlicher Blütenfarbe aber unterschiedlicher Blütezeit zu kleinen Gruppen zusammensetzen. Die Farbgruppen können ruhig mehrmals auftauchen. Durch die unterschiedlichen Blütephasen wird die Farbe im Beet immer präsent sein.
  4. Schneiden Sie regelmäßig die verblühten Blüten und Triebe heraus, das sorgt bei allen Pflanzen für einen zweiten und teilweise sogar dritten Flor und Sie erhalten auf einfache Weise länger blühende Stauden.
  5. Vergessen Sie schließlich nicht, auch für die frischen Farben im Frühling vorzusorgen und setzen Sie Blumenzwiebeln in Gruppen zwischen die Stauden. Dies gelingt Ihnen optisch am besten, wenn Sie die Zwiebeln im Herbst zwischen die bestehenden Stauden setzen, so können Sie die Pflanzlücken erkennen.
  6. Zum Herbstende hin sollten Sie nach und nach lose, abgestorbene Pflanzteile einsammeln. Schneiden Sie aber die Pflanzen nicht alle ganz zurück. Dadurch könnten Sie die Stauden schwächen. 
  7. Decken Sie Ihre Stauden mit Tannenzweigen, angehäuftem Laub und Mulch- oder Strohschichten gut ab, um sie vor Frost und Schnee zu schützen. Diese Schicht sollten Sie dann auch erst ab Mitte März langsam entfernen.

Wenn Sie so vorgehen, haben Sie nach kurzer Zeit ein wirklich lange blühendes Staudenbeet, das auch nicht mehr viel Arbeit machen wird. Denn je kräftiger die Pflanzen werden, umso üppiger und länger wird die Blütezeit ausfallen. Gutes Gelingen!