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Laminat wellt sich - was tun?

Teppich ist von gestern, wer wenigstens ein bisschen auf sich hält, hat heutzutage Stein oder Parkett in der Wohnung - tja, und wenn das Geld dafür am Ende nicht ganz reicht, eben Laminat. Keine lästigen Flecken mehr, keine stehende Hitze im Sommer - sicherlich hat das Laminat neben seiner attraktiven Holzoptik noch ein dutzend weiterer Vorteile. Aber nur dann, wenn er auch richtig verlegt worden ist. Ist er das nicht, so passiert es nur allzuschnell, dass der Laminat sich am Ende wellt. Und wie kann in einem solchen Fall dann noch etwas gerettet werden?

Bei falschem Verlegen wellt sich Laminat.
Bei falschem Verlegen wellt sich Laminat.

Was Sie benötigen:

  • Schattenfugensäge
  • Lammellofräser
  • Einhandwinkelschleifer
  • Hammer
  • Stecheisen

Gründe für Wellen im Laminat

  • Am wahrscheinlichsten ist es, dass der Estrich beim Verlegen des Laminats noch nicht abgetrocknet war. So kommt es schließlich zu Wellen, die oft kaum mehr behoben werden können, sobald fehlerhaftes Verlegen dem Problem zugrunde liegt. Ähnlich können zu gering angesetzte Dehnungsspalten bei der Verlegung zu Auswellungen führen, so oft vor allem fehlende Fugen zur umlaufenden Wand. Kann der Boden nicht zu den Seiten, ist es kein Wunder, wenn er sich am Ende nach oben wellt.
  • Auch Wärme, Kälte und Luftfeuchtigkeit spielen für Wellen im Laminat letztlich eine Rolle. Wichtig ist hierbei vor allem die Frage, ob Sie den Boden vor dem Verlegen lange genug in dem betroffenen Raum gelagert oder sofort aufgebracht haben. Temperaturunterschiede zwischen Lagerraum und Bestimmungsort des Bodens können genauso wie Schwankungen der Luftfeuchtigkeit dazu führen, dass der Boden sich in kürzester Zeit extrem ausdehnt und so wenn schon verlegt am Ende Wellen wirft.

Was tun, wenn der Kunststoffboden sich wellt?

Im Grunde können Wellen kaum behoben werden, wenn sie einmal da sind. Um dennoch alles probiert zu haben, können Sie Folgendes versuchen:

  1. Überprüfen Sie zunächst, ob das Laminat irgendwie mit Feuchtigkeit in Berührung gekommen ist. So können Feuchtigkeit von unten sowie extreme Luftfeuchtigkeit die Wellen verursacht haben. Wenn Sie fündig werden, gilt es vor allen weiteren Schritten die Feuchtigkeitsquelle versiegen zu lassen um eine immer fortschreitendere Ausdehnung des Bodens zu verhindern.
  2. Anschließend geht es daran, genügend Platz für die präsente Ausdehnung des Laminats zu schaffen und dem Boden damit die Möglichkeit zu geben, sich wieder abzusenken und die Wellung nach oben zu den Seiten zu verlagern. Mit einer Schattenfugensäge oder einem Lammellofräser lassen sich die Dehnungsfugen an der Wand leicht nachschneiden, ohne den Boden noch einmal komplett herausholen und jedes Brett einzeln zuschneiden zu müssen. Wichtig ist hierbei alleine, dass Sie umlaufend immer auf die Schnitttiefe achten, um das Laminat am Ende nicht noch mehr zu ruinieren.
  3. Ecken, zu denen Sie mit der Maschine nicht vordringen können, sind nun herauszuschlagen, um dem Laminat noch mehr Platz zu schaffen - bearbeiten Sie sie also am besten mit Einhandwinkelschleifer und Hammer oder Stecheisen.
  4. Am Ende können Sie versuchen, das Laminat mit leichten Schlägen in den geschaffenen Platz zu fügen und Stellen, an denen es sich wellt, einfach platt zu klopfen. Gehen Sie dabei aber nicht zu brachial - und vor allem auf keinen Fall ohne einen Schutzstoff zwischen Hammer und Laminat - vor.

Senkst sich der Boden trotz der Prozedur auch nach einigen Wochen nicht ab, so liegt es an Ihnen, ihn komplett zu entfernen und neues Laminat zu verlegen. Und wenn Sie das tatsächlich tun, dann achten Sie dieses Mal lieber schon im Voraus auf ein wirklich fachgerechtes Verlegen - sonst ist es nichts als eine Sisyphusarbeit und es wellt sich am Ende wieder.

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