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Laminat oder Teppich im Wohnzimmer? - Eine Entscheidungshilfe

Spätestens beim Renovieren oder beim Hausbau stellt sich die Frage nach dem richtigen Bodenbelag. Bei der Frage, ob es nun Laminat oder Teppich sein soll, sollten Sie sich Gedanken über die Vor- und Nachteile beider Beläge machen, das könnte bei der Entscheidung helfen.

Ausschlaggebend für Teppich oder Laminat ist meist der eigene Geschmack.
Ausschlaggebend für Teppich oder Laminat ist meist der eigene Geschmack.

Vor- und Nachteile von Laminat

  • Bei stärkerer Beanspruchung ist Laminat vorteilhaft, da es sehr robust, strapazierfähig sowie licht- und hitzebeständig ist, vorausgesetzt, es ist von guter Qualität. Diese ist bei einem Quadratmeterpreis ab 15 € in der Regel auch gegeben. Geeignet ist Laminat für nahezu alle Räume, sogar für Bäder. Auch Allergiker sollten Laminat dem Teppichboden vorziehen.
  • Meist ist das im Handel erhältliche Laminat mit einem einfachen Klicksystem ausgestattet, sodass es sich auch von Laien relativ leicht verlegen lässt. Das Klicksystem ermöglicht Ihnen mit etwas handwerklichem Geschick auch das Auswechseln von beschädigtem Laminat. Mittlerweile ist diese Form des Bodenbelags auch in vielen verschiedenen Farben und Optiken erhältlich, wobei die Holzoptik immer noch die beliebteste ist. Diese Holzoptik sieht echtem Holzparkett teilweise täuschend ähnlich.
  • Nachteilig an Laminat gegenüber Teppichboden ist die Tatsache, dass Sie in der Regel immer eine zusätzliche Trittschalldämmung benötigen. Allerdings gibt es inzwischen auch Laminat, welches bereits mit einer Dämmung ausgestattet ist.
  • Schwierig wird es auch im Falle eines Schadens im Laminat. Sollten Sie kein Laminat zum Auswechseln mehr da haben, muss evtl. der komplette Boden erneuert werden, da Laminat nicht, wie beispielsweise Parkett abgeschliffen werden kann.

Eigenschaften, die für oder gegen Teppich sprechen

  • Teppich eignet sich wegen seiner guten Wärme- und Trittschalldämmung, vor allem für Räume, wo es relativ fußkalt ist, wo viel barfuß oder in Socken gelaufen und auf dem Fußboden gesessen wird, wie beispielsweise im Kinderzimmer oder im Wohnzimmer.
  • Teppiche gibt es aus Wolle, Sisal oder als Kokosteppichboden sowie aus Polypropylen- oder Polyamidflor. Besonders angenehm und preisgünstig sind Teppiche aus Wolle, da sie überschüssige Luftfeuchtigkeit aufnehmen können und zudem antistatisch sind, d. h. sie ziehen keinen Staub an. Kokos- und Sisalteppiche eigenen sich gut für Flächenheizungen.
  • Teppichboden wird auch in Form von Teppichfliesen angeboten, diese sind besonders flexibel und in unterschiedlichen Farben erhältlich und bieten Ihnen so eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem verfügen sie über einen guten Trittschallschutz.
  • Im Kinderzimmer beispielsweise kann Teppich als Spielfläche dienen. Dank seiner zahlreichen Farben und Muster können Sie ihn jedem Raum individuell anpassen. Auch reinigen lässt er sich gut mit einem herkömmlichen Staubsauger oder einem Dampfreiniger, je nach Qualität des Teppichbodens.
  • Ungeeignet ist Teppichboden im Gegensatz zu Laminat, vor allem für Allergiker. Nachteilig ist auch, dass er im Laufe der Zeit unhygienisch wird und seine Trägerschicht irgendwann beginnt zu zerbröseln. Teppiche sollten Sie deshalb nach einer gewissen Zeit erneuern. Der Nachteil an Kunststoffteppichen ist, dass sie Staub anziehen. Wollteppiche können sogar das Mottengift Permethrin enthalten, das zu den Nervengiften gehört.

Sowohl Teppich als auch Laminat haben Vor- und Nachteile und nicht jeder Bodenbelag eignet sich für jedes Zimmer. Entscheidend für den richtigen Belag ist die jeweilige Nutzung des Raumes und wie stark der Belag beansprucht wird. Letztendlich ist aber auch der eigene Geschmack entscheidend.

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