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Ladezeit einer Autobatterie - Informationen und Tipps

Wenn eine Autobatterie neu ist oder einmal durch irgendwelche Umstände total entladen wurde, ist ein Ladegerät gefragt. Dabei sind jedoch verschiedene Dinge zu beachten, um die Batterie nicht falsch zu behandeln und sie dadurch zu schädigen. Neben einer bestimmten Ladestärke ist die Ladezeit einer der ausschlaggebenden Faktoren.

Die Autobatterie ist ein wichtiges Bauteil.
Die Autobatterie ist ein wichtiges Bauteil.

Was Sie benötigen:

  • Amperemeter

Ladezeit und Ladestärke bedingen einander

  • Es ist wichtig, vor dem Ladevorgang die richtige Spannung einzustellen. Bei neueren Ladegeräten werden Sie nur eine Wahlmöglichkeit haben zwischen 12 und/oder 24 V. Handelt es sich aber um einen Oldy, kann auch noch 6 V vorhanden sein. Diese Einstellung benötigen aber fast nur noch historische Fahrzeuge.
  • Einfache Ladegeräte stellen vielfach nur eine fest eingestellte Ladestärke zur Verfügung. Dann haben Sie zu überprüfen, ob die Ladestärke etwa 10% der Kapazität Ihrer Batterie beträgt oder weniger. Dann kann dieses Ladegerät bedenkenlos verwendet werden. Haben Sie aber eine kleine Motorradbatterie, z.B. 15 Ah, und das Ladegerät lädt mit 8 A, werden Sie die Batterie überladen, sie quittiert dann schnell ihren Dienst.
  • Rechnen Sie sich die Ladezeit aus, wenn die max. Ladestromstärke (10%) bei einer 44 Ah-Batterie 4,4 A beträgt. Die einfache Formel aus der Elektrotechnik lautet dazu "Stromstärke x Zeit (in Stunden)". Für die angeführte Batterie würde das bedeuten: 4,4 A x 10 h = 44 Ah. Die Rechnung stimmt aber nur, wenn diese Batterie völlig entladen war, was man tunlichst vermeiden sollte.
  • Hat Ihre Autobatterie (richtiger ist Akku) noch eine Restspannung, die aber nicht mehr zum Starten reicht, werden Sie nach einer Ladezeit von ca. 8 Std. wieder eine volle Batterie haben. Bei einem sehr schwachen Ladegerät von z.B. nur 2 A brauchen Sie in diesem Fall dann rund 17,5 Std.

Das Anschließen einer Autobatterie

  • Schalten Sie das Ladegerät aus, wenn Sie die Klemmen anbringen. Achten Sie penibel auf die richtige Polung. Nach dem Anschließen schalten Sie das Ladegerät ein. Drehen Sie den Regler auf die 10-prozentige Stromstärke nach Kapazität der Autobatterie wie oben beschrieben.
  • Ist eine Blei-Säure-Batterie voll, beginnt sie zu "kochen". Das hören Sie nur, wenn Sie das Ohr dicht an das Gehäuse halten. Dann können Sie den Ladevorgang beenden. Normalerweise zeigt dann das Amperemeter auch einen deutlich geringeren Ladestrom an, als Sie eingestellt hatten. Das ist ein Zeichen dafür, dass Ihre Batterie gesund ist.
  • Hält dagegen der Ladestrom die gleiche Amperezahl über viele Stunden, ist diese Batterie kurz vor dem Kollaps und muss schnell erneuert werden. Ein weiteres Laden ist dann sinnlos. Schalten Sie das Ladegerät wieder aus, bevor Sie die Kabel abklemmen, Sie vermeiden so ungewollte Kurzschlüsse.
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