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Lactose-Pulver - Wissenswertes über das sanfte Abführmittel

Bei Verstopfung wird als sanftes Abführmittel häufig Lactose-Pulver empfohlen. Auch für Babys kommt es bei Bauchschmerzen oder Koliken häufig zum Einsatz. Allerdings sollten Sie auch bei der Einnahme dieses Pulvers einige Punkte beachten.

Natürlich kommt Milchzucker in Muttermilch vor.
Natürlich kommt Milchzucker in Muttermilch vor.

Wissenswertes über Lactose  

  • Lactose ist Milchzucker. Er ist der Zucker, der in Milch vorhanden ist und ihr den leicht süßlichen Geschmack verleiht.
  • Allerdings ist Milchzucker nicht so süß wie normaler, weißer Zucker. Die Stärke der Süßkraft entspricht maximal bis zu 60 Prozent.
  • Der Milchzucker ist bei Säugetieren in der Muttermilch enthalten. Wenn Sie stillen, erhält Ihr Baby über Ihre Milch diesen Wirkstoff.
  • Die Kohlenhydrate, die in Milch und Milchprodukten enthalten sind, macht überwiegend der Milchzucker aus.
  • Um Lactose-Pulver zu gewinnen, verwendet die Industrie Molke. Da in Kuhmilch fast 50 Gramm Milchzucker pro Liter enthalten ist, wird die Molke, die als Nebenprodukt bei der Gewinnung von Käse entsteht, bearbeitet und die Lactose extrahiert.
  • Wenn Sie Lactose-Pulver auf die Zunge geben, löst er sich nur schlecht auf. Sie werden ihn ähnlich wie feinkörnigen Sand empfinden.

Das weiße Pulver zum Abführen

  • Lactose-Pulver kann bei Verstopfungen angewendet werden. Bevor Sie aber regelmäßig dieses Abführmittel einsetzten, sollten Sie ärztlich abklären lassen, warum es bei Ihnen zu Obstipation kommt. Eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Bewegung und Flüssigkeitsaufnahme helfen Ihnen außerdem, die Verdauung anzukurbeln.
  • Damit Sie Lactose verdauen können, brauchen Sie das Enzym Laktase. Als Baby haben Sie ausreichend davon, damit Sie die Muttermilch verdauen können. Je älter Sie jedoch werden, desto weniger Laktase produziert Ihr Körper. Als Erwachsener haben Sie nur noch ein geringes Vorkommen dieses Enzyms.
  • Nehmen Sie bei Verstopfungen große Mengen Lactose-Pulver zu sich, kann Ihr Organismus das Pulver nicht verdauen und es kommt zu einer Verdünnung Ihres Stuhls. In geringen Mengen soll es den Aufbau der Darmflora unterstützen und so zu einer verbesserten Verdauung führen.
  • Sie können das Pulver in kalte oder warme Getränke sowie Mahlzeiten einrühren und so zu sich nehmen.
  • Leidet Ihr Baby unter Verdauungsstörungen, ist es falsch, ihm Milchzucker zu geben. Eventuell leidet Ihr Kind unter einer Lactoseintoleranz und kann den Milchzucker Ihrer Muttermilch nicht verdauen. Durch Gärungsprozesse im Dickdarm kommt es dann zu Bauchschmerzen, Krämpfen, Durchfall oder ähnlichen Beschwerden. Würden Sie nun Ihrem Kind Lactose-Pulver in guter Absicht geben, würden sich die Beschwerden eventuell verschlimmern.
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