Kurze Liebeserklärung an die Angebetete schreiben - Anregungen

Das Ergebnis der richtigen Liebeserklärung Das Ergebnis der richtigen Liebeserklärung
Nichts ist so romantisch wie eine Liebeserklärung bei Mondschein unter einem bestimmten Baum, an einem bestimmten See oder an sonst einem wichtigen Ort. Aber auch hier gilt: "Fasse Dich kurz". Wenn der Liebste seine Gefühle in langen Monologen breittritt, muss die Liebe sehr groß sein, damit die Romantik nicht verfliegt. Merken Sie sich: Die kurzen Liebeserklärungen sind die besten!
Markus Köhler
27.01.2012 Markus Köhler

Liebeserklärung - lernen Sie von den Alten

Denken Sie an eine Maxime der alten Jazzmusiker in New Orleans (frei wiedergegeben): "Warum das Rad zweimal erfinden, wenn es beim ersten Mal schon funktioniert." Und in der Tat stammt das bis heute meistgespielte Solo vom 1878 geborenen Klarinettisten Alphonse Picou. Das bedeutet nicht, dass die meistzitierten Phrasen die beste Liebeserklärung ergeben. Wichtig ist, dass die Liebeserklärung stimmt.

  • Sie sollten also nicht sinnlos Komplimente aneinanderreihen. Das wirkt gerade lieblos. Achten Sie auf die Dramaturgie. Das geht auch bei kurzen Texten. Die einfachste Variante ist, den Namen der Angebeteten in Komplimente zu übersetzen. Jeder Buchstabe des Namens bildet die Grundlage für ein Kompliment. Bert Kaempferts Hit "L.O.V.E.", zu dem Milt Gabler den Text geschrieben hat, ist ein gutes Beispiel, wie das funktioniert: 

    "L is for the way you look at me
    O is for the only one I see
    V is very, very extraordinary
    E is even more than anyone that you adore"
  • Allerdings kann da, je nach Länge des Namens, schon einiges zu Stande kommen. Das sollten Sie in Kauf nehmen. Denn Sie denken sich ja etwas dabei, und wenn der Zeitpunkt der Richtige ist und die Dramaturgie stimmt, kommt auch keine Langeweile auf, und wenn der Höhepunkt zum Schluss kommt, ist keine Sekunde verschenkt.

Instant-Liebeserklärung - schöne Worte für kurze Momente

Wenn es ganz schnell gehen soll, sollten Sie in Bildern denken. Werfen Sie all die Shakespeares, Goethes und Schillers mit ihren Metaphern von sich und springen Sie zur Romantik. Hier finden Sie den Zauber, den Dichter wie Novalis und Hölderlin aus der Natur gewonnen und wieder in sie hineingelegt haben. Sie brauchen sich nicht wörtlich dort zu bedienen, lassen Sie sich von Ihrer Angebeteten verzaubern. Versuchen Sie, was Sie sehen, zu empfinden, und hören Sie, was Sie sehen.

  • So können Sie auch nüchternste Betrachtungen mystifizieren und zu etwas Besonderem machen. Sie können dann von den kahlen Ästen der Bäume im Winter schreiben: "Die Bäume warfen ihre Äste zum Himmel, der kalten Wintersonne entgegen. Sie glichen den armen Seelen, wenn sie aus der Verdammnis den Schöpfer anflehen, sie doch ein wenig an seinem Glanz teilhaben zu lassen." Das literarische Talent des Verfassers ist von minderer Relevanz, es ging ihm hier darum, mit Worten ein Bild zu schaffen und eine Stimmung zu erzeugen.
  • Sie kennen die Vorzüge Ihrer Angebeteten am besten. Vielleicht fällt Ihnen zu jedem dieser Vorzüge ein Bild ein. Schreiben Sie es kurz - in welchem Stil auch immer - auf. Achten Sie darauf, dass kein Bild völlig aus dem Rahmen fällt, sich völlig aus dem Gesamtzusammenhang löst. Sie werden dann aus diesem Gesamtzusammenhang einen Gesamteindruck gewinnen. Dieser Gesamteindruck ist wichtig. Versuchen Sie ihn in einem vier- bis sechszeiligen Text zu erfassen.
  • Die kurzen Texte sind immer die schweren. Nehmen Sie sich lieber etwas mehr Zeit und fragen Sie sich, ob es nicht noch eine passendere Formulierung gibt, oder ob Ihr Bild nicht noch treffender beschrieben sein könnte. Seien Sie Perfektionist, auch wenn Ihre Liebeserklärung Ihnen im letzten Moment sicher nicht perfekt erscheinen mag. Behalten Sie das Bild vor Augen, das Sie wiedergeben möchten. Geben Sie dieses Bild so konzentriert und so dicht wie möglich wieder. Achten Sie aber stets darauf, dass der Bildcharakter Ihrer Liebeserklärung erhalten bleibt.
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