Kunststopfen ist eine Handwerkskunst

  • Wenn Ihr Lieblingskleidungsstück beispielsweise durch einen Riss oder gar ein Loch beschädigt oder lediglich abgewetzt ist, dann müssen Sie das gute Stück nicht zwingenderweise in die Altkleidertonne werfen. Vielleicht bringt die Technik des Kunststopfens hier eine Lösung. Die Technik ist allerdings etwas aufwendig und nach Anleitung ausführbar.
  • Das Kunststopfen ist eigentlich eine Kunst, die Sie nicht unbedingt im Handarbeitsunterricht erlernt haben. Außerdem ist es gut, wenn Sie wirklich teure Kleidungsstücke nur dann selber bearbeiten, wenn Sie Erfahrung im Kunststopfen haben. Das macht auch die beste Anleitung nicht wett.

So gelingt das Kunststopfen nach Anleitung

  • Beim Kunststopfen nach Anleitung ziehen Sie die für Ihr Kleidungsstück notwendigen Fäden aus dem originalen Stoffteil heraus. Als Beispiel dienen hier Saum- oder Seitennahtfäden.
  • Als Nächstes müssen Sie die Kettfäden direkt über dem Stoffloch dann mit den vorher gewonnenen originalen Fäden aus dem Kleidungsstück spannen. Danach weben Sie mit den Schussfäden das entsprechende Stoffmuster wieder ein. Verwenden Sie dafür auch die passende Stopfnadel. Jetzt verstehen Sie wahrscheinlich, warum es sich bei dieser Technik um eine Nähkunst handelt.
  • Für das Kunststopfen benötigen Sie viel Zeit und Geduld. Es gibt dafür professionelle und sehr gute Schneidereien, die dies als Dienstleistung anbieten.
  • Einem defekten Kleidungsstück, das durch einen professionellen Kunststopfer repariert wurde, sieht man die Ausbesserung nicht an. Besonders unkompliziert ist dies bei gemusterten Stoffen. Hier lenkt das Stoffmuster noch zusätzlich von der schadhaften Stelle ab. Bei einfarbigen Stoffen ist es schwieriger, die Fehler so zu beheben, dass niemand etwas merkt.