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Kunstleder - Pflege

Hochwertiges Kunstleder steht Echtleder optisch in nichts nach. Mit der richtigen Pflege haben Sie lange Jahre Freude an dem robusten Material.

Die Pflege von Kunstleder gelingt ganz einfach.
Die Pflege von Kunstleder gelingt ganz einfach.

Kunstleder findet vielfach Verwendung im Alltag

Künstliches Leder ist eine gute Alternative zu Echtleder. Hochwertig gearbeitetes Kunstleder unterscheidet sich optisch kaum von echtem Leder. Das macht es zu einem tollen Material für alle, die aus ethischen Gründen kein Tierleder verwenden möchten. Preislich bietet es ebenfalls eine gute Alternative zum teureren Echtleder.

Bei vielen Polstermöbeln, Barhockern, Einrichtungsgegenständen und bei Autositzbezügen wird Kunstleder verwendet. Ebenso kommt es bei Schuhen oder Jacken zum Einsatz. Accessoires wie Gürtel, Portemonnaie oder Handtasche kaufen Sie auf Wunsch ebenfalls aus künstlichem Leder.

Lederimitat besteht aus zwei Schichten. Die Grundlage bildet eine Trägerschicht aus Textilgewebe oder Vlies. Sie ist verbunden mit einer Oberschicht aus weichem PVC. Durch Aufschäumen, glattem Auftrag oder zusätzlicher Narbung entsteht die ledertypische Optik und Struktur. 

Die Vorteile des Materials sind die einfache Pflege und Robustheit bei einer echt anmutenden Oberfläche. Nachteilig bei Kunstleder ist seine geringe Atmungsaktivität. Das kann beim Trage- und Sitzkomfort ein Schwitzen oder Kältegefühl hervorrufen.

So gelingt die Pflege von Lederimitat

Lederimitat bedarf aufgrund seiner robusten Beschaffenheit kaum Pflege. Mit wenig Aufwand bleibt das Material lange Jahre schön. Die Oberschicht des Imitates enthält Weichmacher. Hohe Beanspruchung oder Sonneneinstrahlung greifen das PVC an und verhärten es.

Möbel oder Autositzpolster befreien Sie mit der Möbeldüse des Staubsaugers von Staub und losem Schmutz. Oberflächliche Verschmutzungen wie beispielsweise festklebende Krümel wischen Sie bei der regelmäßigen Lederpflege mit einem feuchten Schwamm ab. Reiben Sie das Lederimitat danach mit einem weichen Mikrofasertuch trocken.

Speziellen Pflegebalsam für Leder und Kunstleder von verschiedenen Herstellern kaufen Sie online oder in Lederwarengeschäften. Er hält das Material geschmeidig. Je nach Beanspruchung tragen Sie ihn alle paar Wochen oder Monate dünn auf das Material auf. Dadurch verhindern Sie vorzeitig feine Haarrisse in der Oberfläche, die durch eine verhärtete Oberschicht entstehen.

Achten Sie darauf, dass Kunstledermöbel keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Ein unschönes Verbleichen ist die Folge. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, liegt mit Pflegeserien mit integriertem Lichtschutzfaktor richtig. 

Das Eincremen mit einem Pflegemittel mit LSF kann das Ausbleichen etwas verhindern. Noch besser ist es jedoch, das Kunstleder mit einem Tuch oder einer Decke bei Nichtgebrauch abzudecken. Das ist besonders bei Autositzen eine empfehlenswerte Lösung. So müssen Sie sich keine Sorgen machen, wenn Sie auf Parkplätze mit direkter Sonneneinstrahlung angewiesen sind.

Schweiß trägt ebenfalls Schuld am Entziehen der Weichmacher auf den Kunststoffoberflächen des Lederimitats. Um Austrocknung und Rissbildung zu vermeiden, wischen Sie Stellen mit Hautkontakt regelmäßig ab. Ein weiches, feuchtes Tuch ohne zusätzlich Reinigungsmittel ist für diese Pflege geeignet.

Sie konnten Risse nicht vermeiden? Kleinere Macken im Kunstleder reparieren Sie mit Lederreparaturprodukten wie zum Beispiel Flüssigleder. Das ist eine Art Spachtelmasse, mit der Sie Kratzer, Risse und Löcher auffüllen. Nach dem Trocknen passen Sie die Farbe mit einem Lederfarbauffrischer an. 

Wenn Sie diese einfachen Tipps beherzigen, haben Sie lange Freude am Kunstleder:

  • Lederimitat mit Pflegebalsam geschmeidig halten.
  • Lichtschutzfaktor verwenden, um Ausbleichen zu vermeiden.
  • Decke über sonnengefährdete Stellen legen.
  • Schweiß regelmäßig mit feuchtem Tuch abwischen.
  • Risse und Löcher mit Flüssigleder flicken.

Typische Flecken aus Kunstleder entfernen

Grundsätzlich gilt beim Entfernen von Flecken: Vermeiden Sie die Verwendung von scharfen Reinigungsmitteln. Sie trocknen das PVC-Material aus und beschädigen die geprägte Oberfläche. Testen Sie die entsprechende Reinigungsart zur Sicherheit vorher immer an einer unauffälligen Stelle.

Art des Flecks Reinigung
Oberflächliche, festklebende Flecken, z.B. Schokolade Mit feuchtem Tuch und wenig Spüli abreiben.
Klebrige Flecken, z.B. verschüttete Getränke Fleck mit feuchtem Baby(öl)tuch abnehmen (= gleichzeitige Pflegewirkung).
Verfärbungen, z.B. durch Jeans In Feinwaschmittellösung einweichen und in Faserrichtung mit feuchtem Tuch auswaschen.
Tintenflecken, z.B. Kugelschreiber Fleck mit Alkohol (z.B. Nagellackentferner, Spiritus) einreiben und nach dem Trocknen mit feuchtem Tuch abwischen.

Wie Sie sehen, ist Kunstleder erstaunlich robust. Sollte es doch einmal Pflegebedarf geben, haben Sie meist alle wichtigen Mittel ohnehin im Haus.

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