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Kunstblut - so setzen Sie es für Fotos und Videos ein

Kunstblut lässt sich nicht nur für Halloween verwenden. Sie können es auch auf verschiedene Weise für spannendere Fotos und Filme einsetzen. Setzen Sie es kreativ ein, es gibt so viele Geschichten, die Sie damit erfinden können.

Kunstblut und gezeigte Emotionen lassen die Wunde echt wirken.
Kunstblut und gezeigte Emotionen lassen die Wunde echt wirken.

Was Sie benötigen:

  • Kamera (Foto oder Video)
  • Kunstblut (auch Theaterblut genannt)
  • Models bzw. Darsteller
  • Fotoscheinwerfer bzw. Blitzanlage (empfohlen)
  • Equipment je nach Idee

Kunstblut am Körper einsetzen

Möchten Sie ein dramatisches Foto oder ein gruseliges Video machen? Dann kann Ihnen Kunstblut dazu verhelfen, die Szene echt wirken zu lassen.

  • Sie kennen das: Im Film wird jemand scheinbar geschlagen oder anderweitig verletzt - und schon fließt Blut. Manchmal sogar, wenn die Kamera auf der Verletzung bleibt. Hier hilft den Schauspielern ein Trick: Sie haben einen kleinen Beutel im Ärmel, der ausläuft, sobald sie scheinbar geschlagen werden. Das Auslaufen verursacht der Schauspieler selbst, indem er den Beutel einfach zerdrückt oder aber genau auf den Beutel "geschlagen" wird.
  • Bei Nasenbluten oder ähnlichen Verletzungen haben Sie im Film meistens einen Schnitt. Das heißt, die Kamera zeigt erst eine Situation, in der der Schauspieler zu Boden geht oder verletzt wird. Dann zeigt die Kamera zum Beispiel den Gegner oder etwas anderes und geht anschließend auf den Verletzten zurück - der jetzt natürlich mit reinem Kunstblut richtig blutet.
  • Auch größere Wunden werden mit Kunstblut und Modelliermasse von professionellen Maskenbildnern geformt und kameragerecht drapiert.
  • All dies funktioniert auch für Fotos. Bedenken Sie aber, dass ein Foto länger betrachtet wird als eine Filmsequenz, die in wenigen Sekunden vorbei ist. Das heißt: Sie müssen exakter und näher an der Realität arbeiten.
  • Betrachten Sie einmal das Titelfoto zu diesem Artikel. Die Stirnwunde wirkt nicht echt, weil das Model damit noch viel zu aufrecht sitzt. Zudem ist das Kunstblut zu oberflächlich verschmiert worden. Aus einer derartigen Wunde wäre das Blut viel weiter und stärker im Gesicht hinuntergelaufen.
  • Achten Sie auf die Details: Das Blut läuft seltsamerweise nicht über das Auge, obwohl es die Richtung eingeschlagen hat. Es läuft über den Nasenrücken, würde sich aber in der Realität eher den Weg suchen, auf dem auch Tränen fließen.
  • Wenn Sie sich also für eine Kostümierung mit Kunstblut zum blutigen Opfer machen möchten, dann sollte Sie Ihr Blut verdicken so den Eindruck erwecken, als würde es jeden Moment tropfen.

Andere Einsätze für das Kunstblut

Das Theaterblut, wie Kunstblut auch oft genannt wird, lässt sich auch anders einsetzen.

  • Denken Sie an all die Krankenhausserien. Jede Leiche, jede Operationssituation und jedes Organ wird mit Kunstblut präpariert.
  • Für ein dramatisches Fotoshooting mit einer blutigen Henkersmahlzeit oder ähnlichen Gruselsituationen sollten Sie sich echtes Fleisch kaufen und auf Attrappen verzichten. Viele Fotografen verwenden für so etwas beispielsweise Leber. Zum einen erkennen dies alle Menschen als ein Organ und zum anderen wirkt die Leber durch ihre Farbe gruselig. Mit etwas Theaterblut wirkt das Fleisch wieder wie frisch durchblutet. Aber Vorsicht: Je länger Ihr Shooting dauert, umso mehr beginnt das Fleisch, zu riechen. Der Verwesungsprozess geht schneller, als Sie denken.
  • In der Foodfotografie wird Kunstblut auch als leckere Erdbeer- oder Himbeersoße eingesetzt.

Theaterblut selber machen

Wenn Sie Theaterblut nicht kaufen können oder möchten, dann gibt es bessere Alternativen als Ketchup. Denn die Tomatensoße sieht niemals aus wie echtes Blut.

  • Kaufen Sie sich Zuckerrübensirup, den Sie normalerweise als Brotaufstrich verwenden, und Lebensmittelfarbe in Rot und Blau.
  • Färben Sie den Sirup erst mit der roten Farbe und geben Sie anschließend nach Bedarf etwas Blau hinzu. In angetrocknetem Blut ist der Blauanteil etwas höher.
  • Für Wunden benötigen Sie Modelliermasse, die auf der Haut haftet. Auch die können Sie selber machen und damit Kosten sparen.
  • Am besten eignet sich das sogenannte Gummi arabicum. Das ist ein natürlicher Saft, der aus verschiedenen Akazien gewonnen wird. Dieser Gummisaft ist vielfältig einsetzbar, unter anderem als Verdickungsmittel für Lebensmittel, Bindemittel für und als Klebemittel für Bastelarbeiten. Sie erhalten den Kleber im Schreibwarenhandel.
  • Die richtige Farbe bekommt Gummi arabicum durch die Zugabe von Lebensmittelfarbe.

Gutes Gelingen und viel Vergnügen!

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