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Kündigungsschreiben an einen Fonds - was Sie dabei beachten sollten

Anlegern steht eine Vielzahl von Anlagemöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören neben Aktien, Anleihen oder Lebensversicherungen auch Investmentfonds. Das Engagement in einem Fonds lässt sich in der Regel mit einem Kündigungsschreiben beenden. Doch gibt es bei einer Kündigung mitunter einige spezifische Aspekte zu beachten.

Kündigungschreiben - Unterschrift nicht vergessen
Kündigungschreiben - Unterschrift nicht vergessen

Investmentfonds gehören seit Jahren zu den Anlageempfehlungen, wenn es um die private Altersvorsorge geht. Sie gelten beispielsweise gegenüber dem Kauf einzelner Aktien als sicher. Im Vergleich zu Lebens- und Rentenversicherungen sind aus langer Sicht meist höhere Renditen möglich.

Geld in Fonds oder Zertifikaten anlegen

Wer nicht in einzelne Aktien investieren möchte, weil ihm das Risiko zu groß erscheint, kann alternativ Index-Zertifikate sowie Index- oder Investmentfonds wählen. Im Gegensatz zu Zertifikaten ist die Auswahl der Fonds eine Wissenschaft für sich.

  • Privatanleger können zwar Auswertungen und Empfehlungen von Finanz- und Börsenexperten für eine Entscheidung nutzen, doch als Garantie für einen Gewinn taugt das nicht in jedem Fall.
  • Die Mehrzahl der Fonds schlägt sich kaum besser als der jeweilige Index. Steigt beispielsweise der DAX um 10 Prozent, dann schaffen auch Fondsgesellschaften, die in DAX-Werten engagiert sind, meist keine höheren Renditen. Dabei verursachen sie im Gegensatz zu den meisten Zertifikaten noch regelmäßig Kosten.
  • Da ein Fondsinvestment nicht an eine bestimmte Zeitdauer gebunden ist (Ausnahme geschlossene Fonds), kann der Anleger den Zeitpunkt des Verkaufs selbst bestimmen.

Kündigungsschreiben - persönliche und vertragliche Daten aufführen

Der Ausstieg aus einem Fonds ist einfach. Hier kommt ein wichtiger Vorteil von Fondsanlagen zum Tragen. Das ist der problemlose Verkauf. Wenn der Anleger das Geld benötigt oder mit einer ungünstigen Marktlage rechnet, kann er sein Fondsvermögen jederzeit verkaufen oder den Sparplan kündigen.

  • Dazu reicht es in einigen Fällen aus, seinen persönlichen Bankberater anzurufen. Meist muss man ein Kündigungsschreiben an die Bank oder Fondsgesellschaft schicken. Das ist für beide Seiten der sichere Weg.
  • Börsentäglich werden in den Medien Informationen zu Ausgabe- und Rücknahmepreisen jeweiliger Investmentfonds bekannt gegeben. Der Anleger muss lediglich seine Fondsanteile mit dem Rücknahmepreis multiplizieren, um die Rückzahlungssumme zu ermitteln. 
  • Etwaige sehr nachteilige Kosten oder Abschläge wie bei Lebensversicherungen oder Banksparplänen muss er nicht befürchten. Der Ausgabeaufschlag von bis zu fünf Prozent zieht die Fondsgesellschaft bereits bei jeder Überweisung ab. In einigen Fällen kann bei einer Kündigung vereinbarungsgemäß eine anteilige Verwaltungsgebühr fällig werden.
  • Das  Kündigungsschreiben für einen Investmentfonds muss einige wesentliche Angaben enthalten. Dazu gehören persönliche Daten sowie Vertrags- und Kundennummer.
  • Außerdem muss der Verkaufszeitpunkt (sofort nach Eingang des Schreibens oder ein bestimmtes Datum) angegeben werden. Die Anzahl der zu verkaufenden Anteile muss für den Fall angegeben werden, dass das Investment nicht komplett beendet werden soll.

Wichtig: Anleger sollten vor dem Versenden per Post oder Fax nicht vergessen, zu unterschreiben und ihre Kontodaten anzugeben, damit das Geld überwiesen werden kann. Eine Kopie des Kündigungsschreibens gehört selbstverständlich in die persönliche Ablage.

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