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Kroatien und das Geld - Wissenswertes rund um die Kuna

Wer schon mal Urlaub in Kroatien gemacht hat, hat sie auch schon in den Händen gehalten - die Kuna, wie die kroatische Währung heißt. Rund um die Geldmünzen und -scheine gibt es ein paar interessante Fakten zu wissen.

Das Geld der Kroaten - die Kuna.
Das Geld der Kroaten - die Kuna. © Rolf_Handke / Pixelio

Wie das kroatische Geld zu seinem Namen kam

Wie die Geldstücke und -scheine der einzelnen Länder zu ihren Namen kamen, ist eine interessante Frage, für Kroatien lässt sie sich beantworten.

  • Die kroatische Währungseinheit Kuna hat ihren Namen dem Marder zu verdanken, denn eben dies bedeutet die Benennung auf Deutsch. Ihren Grund hat die Namensgebung darin, dass die Felle der Tiere im Mittelalter als Zahlungsmittel akzeptiert wurden, sogar Abgaben konnten in manchen Regionen Kroatiens mit Marderfellen beglichen werden. 
  • Erwähnt wurde die Kuna erstmals im Jahr 1018 auf der Insel Cres, wo heute ein kleines Denkmal in Gestalt eines Marders auf diese Geschichte hinweist.
  • Nach einer wechselvollen Währungs-Geschichte, die mit der Geschichte der Region verknüpft ist, zahlen die Kroaten seit dem 30. Mai 1994 wieder mit Kuna. Zunächst war bei der Gründung der Kroatischen Republik im Jahr 1991 der kroatische Dinar als Übergangswährung eingeführt worden.
  • Die kleinen Geldmünzen heißen Lipa, dabei entspricht eine Kuna 100 Lipa. Lipa-Münzen gibt es als Ein-, Zwei-, Fünf-, Zehn-, Zwanzig- und Fünfzig-Lipastücke, wobei jedoch nur Münzen ab zehn Lipa im Umlauf sind. Von den Kuna wiederum gibt es Ein-, Zwei- und Fünf-Kunamünzen, bei den Banknoten sind Scheine im Wert von zehn, zwanzig, fünfzig, hundert und zweihundert Kuna im Umlauf. 

Die Kuna in Kroatien und ihre Zukunft

Allzu lange wird es die Kuna als Währung in Kroatien vermutlich nicht mehr geben.

  • Voraussichtlich zum 1. Juli 2013 wird das Land der Europäischen Union beitreten. Ein Beitritt in die Eurozone findet damit noch nicht statt. Die Kuna ist jedoch an den Euro gebunden, auch können Touristen teilweise in dieser Währung bezahlen, Geschäfte werden zum Teil ebenfalls in Euro abgewickelt. 
  • Grundsätzlich ist in der kroatischen Politik der Wunsch vorhanden, der Eurozone beizutreten, und so wird sich das Land wohl nach seinem EU-Beitritt darauf vorbereiten. Je nachdem, wie es mit dem Euro weitergeht, könnte Kroatien schon ab 2018 der gemeinsamen Währungsunion angehören.

Die Zeit der Kuna ist also wohl absehbar.

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