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Kredit bei Hauskauf - das sollte man beachten

Bei einem Hauskauf gibt es viele Dinge zu beachten. Wer einen Kredit aufnehmen will, muss vorher seine finanziellen Möglichkeiten genau checken. Auch wenn Banken eine leichte und schnelle Finanzierung versprechen, für die Rückzahlung ist der Kreditnehmer zuständig.

Hat ein Hausverkäufer sein Geld, gibt es die Schlüssel.
Hat ein Hausverkäufer sein Geld, gibt es die Schlüssel.

Bei der Suche nach dem Kredit bei einem Hauskauf wird man mit finanztechnischen Fragen und vielen Fachwörtern konfrontiert. Einige Tipps sollten zur richtigen Entscheidung verhelfen. Da eine Immobilienfinanzierung logisch aufgebaut ist, kann sich auch der Neuling in die Thematik einarbeiten.

Kredit bei Hauskauf muss Nebenkosten einschließen

Bei einem Hauskauf kommt es immer auf die richtige und für den Kreditnehmer tragbare Finanzierung an. Ein Kredit ist schnell aufgenommen. Die Rückzahlung erstreckt sich allerdings über einen langen Zeitraum. Nicht in jedem Fall verläuft alles nach Plan.

  • Bei einem Hauskauf fällt zum einen die Kaufsumme an. Zum anderen treten eine Reihe von Nebenkosten auf. Wer diese in seinen Finanzierungsbedarf nicht mit einrechnet, steht bereits kurz nach dem Kauf vor einem finanziellen Problem.
  • Käufer sollten Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar sowie eventuelle Käuferprovision) in einer Höhe von wenigstens 10 Prozent des eigentlichen Kaufbetrages einplanen. 

Was muss man bei der Immobilienfinanzierung beachten?

  • Eine wichtige Rolle spielt das Eigenkapital. Zu klären ist hierbei, wie viel Eigenkapital notwendig ist. Experten nennen eine Summe von 25 bis 30 Prozent vom Kaufpreis als sinnvoll. Finanzkräftigen Kunden bieten Banken mittlerweile auch Immobilienfinanzierungen mit weniger als fünf bis zehn Prozent und ohne Eigenkapital an. 
  • Der Kreditnehmer muss die Tilgungshöhe entscheiden. Im Allgemeinen startet man die Kredittilgung mit einem Tilgungssatz von ein bis zwei Prozent. Es kann auch ein höherer Tilgungsteil sinnvoll sein. In jedem Fall sollte eine Finanzierung bei Eintritt in den Ruhestand abgeschlossen sein. 
  • Eine Antwort auf die Frage, welche Finanzierungsform beziehungsweise Kreditart für den Hauskauf die beste ist, hängt von individuellen Ansprüchen ab. Im Bereich der Immobilienfinanzierung gibt es einige Varianten, die vom Annuitätendarlehen über das Kombi-Darlehen bis zum Volltilger-Darlehen reichen. Hier muss sich der Kunde für eine jeweilige Finanzierungsform entsprechend seinen Anforderungen hinsichtlich der Flexibilität (Sondertilgung), Planungssicherheit und Sollzinsbindung entscheiden. 
  • Eine wichtige Rolle für den Kredit bei Hauskauf spielt die Sollzinsbindung. Es gibt Finanzierungsmodelle wie zum Beispiel Annuitätendarlehen, die eine Zinsfestschreibung zwischen fünf und dreißig Jahren erlauben. Wer eine Sollzinsbindung von fünfzehn Jahren wählt, zahlt während dieses Zeitraumes den vereinbarten Zins plus des Tilgungsanteils. Bei sehr niedrigen Zinssätzen am Markt lohnt es sich, die Zinsbindung auf einen möglichst langen Zeitraum festzuschreiben.  

Nicht in jedem Fall ist der reine Zinsvergleich ausreichend für die Ermittlung des optimalen Hauskredites. Eine maßgeschneiderte Finanzierungslösung sollte man mit einem Finanzierungsexperten besprechen. Auch ein günstiger Kredit bei Hauskauf verursacht bei langen Rückzahlungszeiträumen (25 bis 40 Jahre) immer hohe Zinskosten und Gebühren.

Alle Angaben: Stand Mai 2012

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