Alle Kategorien
Suche

Krankenversicherung nach Scheidung - das sollten Sie beachten

Nach der Scheidung müssen Sie sich regelmäßig selbst in der Krankenversicherung versichern. Orientieren Sie sich an Ihren persönlichen Lebensumständen vor und nach der Scheidung.

Scheiden tut weh, da hilft auch keine Krankenversicherung.
Scheiden tut weh, da hilft auch keine Krankenversicherung. © S._Hofschlaeger / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Krankenversicherungsvertrag

Mit der Scheidung von Ihrem Ehepartner werden Sie wieder selbstständig und müssen Ihr Leben neu ordnen. Vor allem müssen Sie sich um eine eigenständige Krankenversicherung bemühen. Ihre Entscheidung, wie Sie sich künftig krankenversichern, hängt davon ab, wie Sie während der Ehe versichert waren.

Nach der Scheidung wird alles anders

  • War Ihr Ehepartner während der Ehe Alleinverdiener und Sie selbst nicht berufstätig, waren Sie in dessen gesetzlicher Krankenversicherung beitragsfrei mitversichert. Haben Sie Kinder, waren auch die Kinder in diese Familienversicherung einbezogen. Nach der Scheidung bleiben die Kinder bei Ihrem berufstätigen Ehepartner familienversichert.
  • Waren Sie vorher schon berufstätig, waren Sie auch selbst gesetzlich krankenversichert. Für Sie ändert sich nach der Scheidung dann nichts. Sie müssen allenfalls mit Ihrem Ehepartner abklären, bei wem die Kinder künftig familienversichert sein sollen.
  • Waren Sie zuvor privat krankenversichert, ändert sich nach der Scheidung für Sie ebenfalls nichts. Sie bleiben gleichermaßen versichert, da der Versicherungsvertrag unabhängig von Ihrem Ehepartner und dem Umstand Ihrer Ehe besteht.

Bleiben Sie bei Ihrer bisherigen Krankenversicherung

  • Waren Sie während der Ehe nur gesetzlich familienversichert und nicht krankenversichert, müssen Sie sich nach der Scheidung eigenständig krankenversichern. Innerhalb einer Frist von drei Monaten nach der rechtskräftigen Scheidung können Sie der Krankenkasse mitteilen, dass Sie dort freiwillig beitreten möchten. Diese Krankenkasse muss Sie als Mitglied behalten, wenn Ihr Ehegatte vorher zwölf Monate unmittelbar oder in den letzten fünf Jahren mindestens 24 Monate dort gesetzlich krankenversichert war.
  • Beachten Sie, dass Ihr Vorteil gegenüber einer privaten Krankenversicherung darin besteht, dass Sie keine Wartezeit erfüllen und meist nur eine geringere Prämie entrichten müssen.

Ihre Beihilfeberechtigung kann entfallen

  • War Ihr Ehepartner während der Ehe als Beamter oder Beamtin beihilfeberechtigt, waren Sie beide zwangsläufig privat krankenversichert. Ihre Krankenversicherung war also nur darauf ausgerichtet, den nicht beihilfefähigen Kostenanteil abzudecken.
  • Mit der Scheidung endet auch Ihr Beihilfeanspruch. Sie müssen sich dann zu 100 % privat krankenversichern. Achten Sie darauf, dass Sie die Prämien nach der Scheidung finanziell überhaupt noch leisten können.

Arbeiten Sie im Angestelltenverhältnis

  • Droht Ihnen eine zu hohe Kostenbelastung der privaten Krankenversicherung, sollten Sie versuchen, im Angestelltenverhältnis zu arbeiten. Sie können sich dann automatisch gesetzlich krankenversichern lassen. Beachten Sie, dass eine geringfügige Beschäftigung bis 400 € Monat nicht ausreicht.
  • Lassen Sie überprüfen, ob Sie die Kosten für Ihre Krankenversicherung als Krankenvorsorgeunterhalt gegenüber Ihrem unterhaltspflichtigen Ehepartner geltend machen können.

Auch für Sonderfälle gibt es Lösungen

  • Beziehen Sie Sozialhilfe, werden Sie von den gesetzlichen Krankenkassen betreut und erhalten eine ganze Versicherungskarte. Allerdings werden sie nicht Mitglied der Krankenkasse. Erhalten Sie Arbeitslosengeld II, werden Sie hingegen Pflichtmitglied.
  • Üben Sie eine Tätigkeit als freischaffender Künstler aus, können Sie sich auch in der Künstlersozialversicherungskasse gesetzlich krankenversichern lassen.
Teilen:
Der Inhalt der Seiten von www.helpster.de wurde mit größter Sorgfalt, nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann gleichwohl keine Gewähr übernommen werden. Aus diesem Grund ist jegliche Haftung für eventuelle Schäden im Zusammenhang mit der Nutzung des Informationsangebots ausgeschlossen. Informationen und Artikel dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung und/oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von www.helpster.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.