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Krankenversicherung für Verheiratete - PKV und GKV im Vergleich

In Deutschland gibt es eine Krankenversicherungspflicht, sodass sowohl Alleinstehende und Verheiratete verpflichtet sind, für einen ausreichenden Krankenschutz zu sorgen. Es existieren einige Unterschiede zwischen den zwei Versicherungssystemen PKV und GKV. Als gesetzlich krankenversicherte verheiratete Person können Sie beispielsweise unter gewissen Voraussetzungen die kostenlose Familienversicherung in Anspruch nehmen.

Verheiratete sollten Unterschiede zwischen der GKV und der PKV kennen
Verheiratete sollten Unterschiede zwischen der GKV und der PKV kennen

Verheiratete können sich in der GKV familienversichern

Ein wesentlicher Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung besteht für Verheiratete darin, dass unter bestimmten Voraussetzungen die kostenlose Familienversicherung genutzt werden kann.

  • Vom Grundsatz her haben alle verheirateten Personen die Möglichkeit, sich im Zuge der GKV familienversichern zu können. Dazu muss allerdings die Voraussetzung erfüllt sein, dass ein Ehepartner eine bestimmte Einkommensgrenze pro Monat nicht überschreitet.
  • Die Einkommensgrenze, die als Voraussetzung für die möglich Familienversicherung gilt, wird in unregelmäßigen Abständen leicht verändert und liegt bei etwas weniger als 400 Euro im Monat. Überschreiten Sie diese Einkommensgrenze, ist eine Familienversicherung nicht mehr möglich.
  • Wird die Einkommensgrenze hingegen nicht erreicht oder erzielt ein Ehepartner gar keine Einkünfte, so kann er sich kostenfrei beim Partner, der dann der Hauptversicherte ist, mitversichern lassen.
  • Neben dem Ehepartner können auch minderjährige Kinder, für die Sie einen Anspruch auf Kindergeld haben, kostenlos familienversichert werden. Im Idealfall wäre es also beispielsweise bei einer vierköpfigen Familie so, dass nur der Hauptversicherte Beiträge zur GKV zahlen muss. Die restlichen drei Familienmitglieder wären im Zuge der Familienversicherung kostenlos mitversichert.

In der privaten Krankenversicherung sind alle Personen beitragspflichtig

Der große Nachteil besteht für Verheiratete in der privaten Krankenversicherung darin, dass jede Person beitragspflichtig ist, da es keine Familienversicherung gibt.

  • Der Beitrag zur privaten Krankenversicherung basiert nicht auf dem Einkommen, wie es bei der GKV der Fall ist. Trotzdem kann die PKV für manche Ehepaare, die sich nicht in der Familienversicherung versichern können, im Saldo günstiger sein.
  • Insbesondere Kinder können in der PKV zu einem relativ günstigen Beitrag versichert werden, der nicht selten weniger als 100 Euro im Monat beträgt. Bei Verheirateten mit Kindern macht sich in diesem Fall die Tatsache oftmals finanziell nicht sehr stark bemerkbar, dass es in der PKV keine Familienversicherung gibt.
  • Zudem sollten Ehepaare wissen, dass sich selbstverständlich jeder Partner frei für eine private Krankenversicherung entscheiden kann. Es ist also nicht zwingend notwendig, dass beide Partner sich für die gleiche private Krankenversicherung entscheiden.
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