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Krankenhauszuzahlung - Definition

Wer als Patient in eine Klinik muss, für den steht natürlich zunächst die Frage um die eigene Gesundheit im Vordergrund. Es gibt allerdings auch einen finanziellen Aspekt, der berücksichtigt werden muss, denn in Deutschland gibt es eine allgemeine Pflicht zur Krankenhauszuzahlung.

In einer Klinik sollen kranke Menschen wieder gesund werden.
In einer Klinik sollen kranke Menschen wieder gesund werden.

Die Krankenhauszuzahlung betrifft (fast) jeden

  • Jeder Tag in einer Klinik muss anteilmäßig vom Patienten mitbezahlt werden. Diese Selbstbeteiligung beläuft sich völlig unabhängig davon, in welcher gesetzlichen Krankenkasse man versichert ist, auf 10 Euro am Tag.
  • Allerdings ist die Krankenhauszuzahlung auf maximal 28 Tage im Jahr beschränkt. Auch bei längerem Aufenthalt zahlen Sie also vom 01. Januar bis 31. Dezember eines Jahres maximal 280 Euro.
  • Von der Zulassung in jedem Fall befreit sind Kinder. Erst ab dem 18. Geburtstag wird die Kostenbeteiligung eingefordert.
  • Wichtig ist zudem, ob ein Unfall vorlag, der zulasten der Unfallversicherung geht. Ist dem so, müssen Sie nicht zahlen.
  • Auch Aufenthalte, die auf das Bundesversorgungsgesetz zurückgehen, werden Ihnen nicht angerechnet. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie sich nach einem Unfall während des Wehrdienstes im Krankenhaus befinden.
  • Ebenfalls kostenfrei ist der Aufenthalt für Frauen unmittelbar vor und natürlich während der Entbindung ihres Kindes.

Besondere Regelungen zur Zahlungspflicht

  • Die Krankenhauszuzahlung bezieht sich auf jeden Tag, den ein Patient im Krankenhaus verbringt, und wird nicht nach Stunden berechnet. Das bedeutet, wer beispielsweise 23:50 Uhr eingeliefert wird und bereits 5 Uhr am Folgetag wieder gehen darf, muss dennoch für zwei Tage zahlen.
  • Der Tag der Entlassung wird also ebenfalls noch mitgezählt. Eine Ausnahme bildet der Fall, wenn nicht entlassen, sondern verlegt wird. Kommt der Patient in eine andere Klinik, zahlt er nicht doppelt für einen Tag, sondern nur einmal 10 Euro.
  • Auch im Falle des Versterbens im Krankenhaus muss am Todestag nach einmal 10 Euro durch die Hinterbliebenen gezahlt werden.
  • Zwar gilt eine Entbindung nicht als Aufnahme mit Zuzahlungspflicht, dennoch können 10 Euro pro Tag fällig werden, wenn die werdende Mutter vor der eigentlichen Entbindung aufgenommen wird, oder länger zur Aufsicht bleibt.
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