Was Sie benötigen:
  • Gutachter
  • Stiftung Warentest
  • Verbraucherzentrale
  • Lüftungsanlage
  • Hausarzt

Krank durch Pilze und die Folgen

  • Schimmel verursacht Erkrankungen. Dies können Infektionen, allergische Reaktionen oder auch Entzündungen sein.
  • Sobald Sie ein geschwächtes Immunsystem haben, haben die Bakterien und Viren es bei Ihnen ziemlich leicht. Sie vermehren sich im Organismus und können so den Körper schädigen. Die Sporen des Schimmels können die Lunge befallen, sodass Sie eine eingeschränkte Lungenfunktion bekommen.
  • Wenn Sie die Schimmelsporen einatmen, können Sie ein Pilzgeflecht bilden. Dadurch werden permanent allergieauslösende Substanzen freigesetzt. Nach und nach wird immer mehr Nährboden für den Schimmel gebildet.
  • Immer weiter dringen die Sporen in die Schleimhäute ein, und es kann sich ebenso eine Entzündung der Augen oder der Atemwege bilden. Wenn es deutlich schlimmer wird und noch Schmerzen dazukommen, können Sie durch den Schimmel richtig krank werden.
  • Beispielsweise ist das Schlimmste, was Ihnen passieren kann, das sogenannte Organic Dust Toxic Syndrom (ODTS). Dies kann sogar mehrere Stunden nach dem Einatmen des Schimmels mit grippeähnlichen Symptomen auftreten: Fieber, Schüttelfrost, Atemnot und Husten. 
  • Es ist zum einen wichtig, dass Sie sofort Ihren Hausarzt aufsuchen und wenn möglich, aus der schimmelbefallenen Wohnung ausziehen.

Gehen Sie dem Schimmel auf die Spur

  • Das Problem ist, dass Sie den Schimmel nicht einfach überpinseln können. Er wird immer wieder kommen. Ziel ist vorrangig, die Ursache des Schimmels auszumachen, und das, bevor Sie krank werden.
  • Das, was Sie selbst tun können, ist: Messen Sie die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung. Das Gerät können Sie sich entweder im Baumarkt kaufen oder auch ausleihen. Ist die Luftfeuchtigkeit höher als 70 Prozent, reicht das für die Schimmelbildung schon aus. Optimal wäre eine Luftfeuchtigkeit zwischen 35 bis 55 Prozent.
  • Bevor Sie einen Gutachter heranziehen, sollten Sie dies erst einmal überprüfen. Falls die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht genügend lüften. Fast in der gesamten Wohnung sollten Temperaturen von circa 20 Grad Celsius herrschen. Im Wohnzimmer und im Bad können es ruhig ein bis zwei Grad Celsius mehr sein. Lüften Sie auch im Winter mehrmals täglich mindestens fünf Minuten. Im Sommer sollten es mindestens 25 Minuten sein. Wenn Sie geduscht haben, lüften Sie danach - auch beim oder spätestens nach dem Kochen. Der Wasserdampf sollte sich nirgends niederschlagen.
  • Sie können sich auch automatische Lüftungsanlagen zu Hilfe nehmen (mit Wärmerückgewinnung). Diese sorgen dafür, dass auch bei geschlossenen Fenstern die Luftzufuhr ausreichend ist. In einem gut sortierten Baumarkt erhalten Sie solche Lüftungsanlagen. Sie können so die Luftfeuchtigkeit selbst regulieren.

Krank durch Schimmel kann teuer werden

  • Schimmel kann nicht nur krankmachen, sondern auch zu einem hohen wirtschaftlichen Schaden führen. Der Schaden entsteht besonders dann, wenn Gegenstände und auch Baumaterialien zerstört werden. Es können unter Umständen sehr hohe Sanierungskosten anfallen.
  • Die Ermittlung des Schimmels sollte auf jeden Fall sachkundig erfolgen. In diesem Fall ist ein Gutachter angesagt. Wenn Ihr Vermieter nicht reagiert, bleibt der Weg zur Verbraucherzentrale, die Ihnen einen Rechtsanwalt zur Seite stellt. Diesen Weg sollten Sie gehen, wenn Sie die Wohnung behalten möchten.
  • Wenn Sie selbst Eigentümerin oder Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung sind, werden Sie die Kosten selbst tragen müssen. Außer, Sie können nachweisen, dass der Vorbesitzer den Schimmel nicht beseitigt hat.
  • In beiden Fällen ist es sehr mühsam und Sie brauchen sehr viel Geduld und müssen eventuell in Vorleistung treten.
  • Aber, wenn Sie nur eine Vermutung haben, dass sich Schimmelpilze bei Ihnen tummeln, gehen Sie den Weg, auch wenn's schwierig wird.
  • Es gibt auch die Möglichkeit, sich an die Stiftung Warentest zu wenden. Die Stiftung macht eine sogenannte Umweltanalyse und kann so Pilzarten aufspüren und die Pilzkonzentration bestimmen. Danach gibt sie entsprechende Hinweise zur Bekämpfung. Die Kosten betragen in etwa 45 Euro.
  • Am Wichtigsten ist immer noch Ihre Gesundheit, auf die Sie achten sollten.
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