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Krampfanfall - Erste Hilfe mit Hausmitteln

Wenn Sie Zeuge sind, wie jemand einen Krampfanfall erleidet, können Sie einiges tun, um den Betroffenen während dieses Zeitraums zu schützen. Hausmittel im eigentlichen Sinne gibt es nicht; wohl aber Maßnahmen, die hilfreich sind. Wie Sie sich verhalten sollten, lesen Sie im Folgenden.

Beim Krampfanfall reagieren Nervenzellen über.
Beim Krampfanfall reagieren Nervenzellen über.

Richtig reagieren beim Krampfanfall

Vielleicht sind Sie beim Spazieren, im Bus oder in der Bahn und plötzlich sackt Ihr gegenüber zusammen und zuckt scheinbar unkontrolliert vor sich hin.

  • Am wichtigsten ist es, dass Sie Ruhe bewahren. Halten Sie sich vor Augen, dass Sie in solch einem Fall nicht viel tun können, trotzdem aber eine große Hilfe für den Betroffenen sind.
  • Rufen Sie als Erstes den Rettungsdienst an. Ein Krampfanfall an sich ist in den meisten Fällen nicht gefährlich und endet häufig nach wenigen Minuten. Eine gefürchtete Komplikation ist allerdings der Status epilepticus, bei dem der Patient nicht von alleine aus dem Krampfanfall herauskommt. Hier ist medizinische Hilfe notwendig. Außerdem muss jeder Krampfanfall ärztlich auf seine Ursachen abgeklärt werden.
  • Schildern Sie dem Rettungsdienst die Symptome. In der Regel schreit der Betroffene auf und fällt dann auf den Boden. Im Wechsel von circa ein bis zwei Minuten kommt es nun zu Zuckungen der Muskeln und einer anschließenden Überstreckung des Körpers. Ist der Krampfanfall beendet, fällt der Patient in einen tiefen Schlaf. Wenn er erwacht, hat er meistens Muskelkater und kann sich an den Vorgang nicht mehr erinnern.
  • Wenn Sie den Rettungsdienst alarmiert haben, sorgen Sie dafür, dass sich die auf dem Boden liegende Person nicht durch die Zuckungen verletzen kann. Teilweise sind die Muskelkontraktionen so stark, dass die Person um sich schlägt. Entfernen Sie, wenn möglich, Gegenstände aus der unmittelbaren Umgebung, an denen sich der Betroffene stoßen könnte.
  • Achten Sie besonders auf den Kopf des Krampfenden. Vielleicht können Sie ein Kissen oder eine Jacke unter den Kopf legen, um ihn so vor Stößen zu schützen.
  • Geschieht der Krampfanfall auf einer Straße oder einem Fahrradweg, sperren Sie diesen Bereich ab. Holen Sie sich dazu Hilfe von anderen Passanten, sodass in beide Richtungen kein Verkehr mehr fließen kann.
  • Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, einen Beißkeil zwischen die Zähne des Krampfenden zu schieben. Im Krampfanfall haben die Kiefernmuskeln eine derartige Kraft, dass Ihnen nach einem solchen Versuch der eine oder andere Finger fehlen kann.
  • Wenn der Rettungsdienst eintrifft, erklären Sie, in welchem Zustand Sie den Betroffenen aufgefunden haben. Eventuell können Sie sogar mitteilen, wie lange der Krampfanfall bereits dauert. Dies ist eine wichtige und hilfreiche Angabe für die weitere Therapie durch den Rettungsdienst.

Ursachen für Krampfanfälle

Ein Krampfanfall wird durch eine überschießende Reaktion der Nervenzellen im Gehirn verursacht.

  • Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Zum einen kann eine Epilepsie vorliegen, aber auch Hirntumore, ein Alkohol- oder Medikamentenentzug sowie eine starke Unterzuckerung können beispielsweise einen Krampfanfall auslösen. Deswegen ist es wichtig, dass Sie den Rettungsdienst alarmieren, damit Schlimmeres verhindert wird.
  • Bei einer Epilepsie sind oft Situationen für einen Krampfanfall verantwortlich, bei denen flackerndes Licht eine Rolle spielt. Dies kann in der Disco der Fall sein, beim Fahren durch eine Allee oder bei Computerspielen. Das Gehirn kann diese Reize nicht verarbeiten und reagiert über. Meiden Sie solche Situationen, wenn Sie selbst betroffen sind, oder halten Sie Patienten davon ab, sich an einen solchen Ort zu begeben.
  • Epilepsie-Patienten bemerken bei wiederholenden Krampfanfällen oft kurze Zeit vorher, dass sich ihre Wahrnehmung verändert. Haben Sie einen Betroffenen in der Verwandtschaft oder Freundeskreis, kann dieser Ihnen eventuell sogar mitteilen, wenn sich ein Krampfanfall ankündigt, sodass Sie schnell reagieren können.
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