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Kostenkalkulation in der Gastronomie – diese Faktoren müssen Sie berücksichtigen

Wenn Sie in der Gastronomie Fuß fassen möchten, ist eine differenzierte Kostenkalkulation eine wesentliche Voraussetzung u. a. für Ihre Kreditverhandlungen mit den Banken.

Die Kostenkalkulation in der Gastronomie umfasst viele Faktoren.
Die Kostenkalkulation in der Gastronomie umfasst viele Faktoren.

Eine Kostenkalkulation für einen Gastronomie-Betrieb erstellen

Die Kostenkalkulation in der Gastronomie umfasst individuelle Bereiche und beinhaltet Faktoren, die unbedingt bedacht werden müssen, wenn Sie sinnvoll und gewinnorientiert planen wollen. Hier einige Hinweise zur betrieblichen Seite:

  • Damit Ihre Kalkulation ein professionelles Aussehen erhält, setzen Sie in den Kopfbereich Ihrer Unterlagen zunächst Name und Anschrift des Betriebes und fahren darunter mit Name und Kontaktdaten des Betreibers fort.
  • Als Nächstes ordnen Sie Ihren Gastronomiebetrieb einem Bereich zu; handelt es sich bspw. um ein Restaurant, eine Gaststätte, einen Imbiss, eine Diskothek oder eine andere Kategorie?
  • In Ihre Kalkulation gehört auch die geplante Anzahl der Angestellten in Vollzeit inklusive des Eigentümers. Geben Sie außerdem an, ob es sich um einen Haupt- oder Nebenerwerbsbetrieb handelt und ob Sie ihn neu eröffnen möchten oder übernehmen.
  • Wie viele Räume und Plätze gibt es in Ihrem Lokal? Nennen Sie die ungefähre Anzahl der Sitz- und/oder Stehplätze sowie der Haupt- und Nebenräume. Vergessen Sie auch eventuelle Außensitzplätze nicht.

Alle notwendigen Investitionen berücksichtigen

Um die Investitionen und die Laufzeit eines Kredites berechnen zu können, denken Sie an alle Kosten, die auch schon im Vorfeld der Eröffnung entstehen können:

  • Welche Kosten ergeben sich durch den Kauf eines Gebäudes oder durch eine Ablösesumme?
  • Sind Renovierungsarbeiten notwendig, und wenn ja, wo und in welchem Umfang? Bedenken Sie, dass in der Gastronomie auch Lagerräume gesetzlichen Vorgaben entsprechen müssen.
  • Welche Anschaffungen und Ausgaben werden im Schank- oder Verkaufsraum auf Sie zukommen? Berücksichtigen Sie Bestuhlung, Regale, Schränke, Vorhänge, Beleuchtung etc.
  • Wichtig ist natürlich ebenso die genaue Berechnung des Bedarfs in der Küche. Was an großen und kleinen Geräten sowie an Geschirr und Gläsern wird gebraucht? Bedenken Sie schließlich auch die Erstausstattung an Ware bspw. durch die Lieferanten.
  • Aus den genannten Kategorien ergibt sich der Gesamtkapitalbedarf für Ihren Gastronomiebetrieb. Legen Sie nun fest, woher das Kapital kommen wird: Wie viel Eigenkapital steht zur Verfügung, welche sonstigen Quellen können Sie anzapfen und wie hoch müsste ein Bankkredit ausfallen?

Angebotsplanung und Betriebskosten

  • Schließlich ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil Ihrer Kostenkalkulation die Erstellung Ihres Angebots. Hierzu gehören natürlich auch die Öffnungszeiten.
  • Außerdem sollten Sie bereits jetzt die Ein- und Verkaufspreise Ihres gesamten Angebotes festlegen. Nur so können Sie realistisch berechnen, ob die Betriebs- und Personalkosten von Ihren Einnahmen gedeckt werden und zusätzlich - neben Ihren Kosten für private Versicherungen und Vorsorge - auch ein Gewinn erwirtschaftet werden kann.
  • Falls Sie bislang keine Erfahrungen in der Gastronomie und/oder im kaufmännischen Bereich haben, kann es sehr sinnvoll sein, sich in diesen Bereichen weiterzubilden und z. B. Existenzgründungsseminare zu besuchen.
  • Schauen Sie sich in Ihrer Region außerdem nach Verbänden und Netzwerken um, die Ihnen Unterstützung bieten. Im Internet können Sie sich einen Eindruck vom Umfang einer differenzierten Kostenkalkulation verschaffen und Ihrer ersten Planung eine Orientierung geben.
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