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Kosten für Nachhilfe von der Steuer absetzen

Der gestiegene Leistungsdruck in der Schule und die hohen Erwartungen der Eltern führen dazu, dass viele Kinder regelmäßig Nachhilfeunterricht erhalten. Da stellt sich natürlich auch die Frage, ob die Kosten, die durch die Nachhilfe entstehen, von der Steuer abgesetzt werden können.

So machen Sie Nachhilfekosten steuerlich geltend
So machen Sie Nachhilfekosten steuerlich geltend

Was Sie benötigen:

  • Einen beruflich bedingten Umzug

Für gewöhnlich lassen sich Nachhilfekosten nicht steuermindernd geltend machen. Ausnahmen gibt es jedoch!

Umzugsbedingte Kosten absetzen

  • Wenn Sie aus beruflichen Gründen umziehen und Ihr Kind dann Nachhilfe benötigt, weil es an der neuen Schule Probleme hat, den Lernstoff zu meistern, können Sie dadurch entstehende Nachhilfekosten von der Steuer absetzen. Dies ist häufig der Fall, wenn beim Umzug in ein anderes Bundesland gewechselt wird. 
  • Die berufliche Notwendigkeit des Umzuges müssen Sie beim Finanzamt nachvollziehbar darlegen. Dabei reicht es jedoch schon aus, wenn sich zum Beispiel Ihr Arbeitsweg durch den Umzug um mindestens eine Stunde verkürzt hat. 
  • Damit Sie die angefallenen Ausgaben steuermindernd angeben können, brauchen Sie entsprechende Belege. Sammeln Sie daher alle erhaltenen Rechnungen, samt Zahlungsnachweise und heben Sie diese für Ihre Steuererklärung gut auf.
  • Seit 01.01.2011 können 1612 Euro umzugsbedingte Unterrichtskosten berücksichtigt werden. Diese können dann als "Sonstige Umzugskosten" bei den Werbungskosten geltend gemacht werden. 

Nachhilfe für Legastheniker von der Steuer absetzen

  • Gemäß dem BFH-Urteil vom 07.06.2000 (III R 54/98) BStBl. 2001 II S. 94 lassen sich Behandlungskosten für an Legasthenie erkrankte Kinder (somit auch Nachhilfeunterricht) als "Außergewöhnliche Belastungen" absetzen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die medizinische Notwendigkeit einer Behandlung vorab durch ein schulärztliches Attest festgestellt wurde. 
  • Allerdings müssen Sie sich hierbei die "Zumutbare Eigenbelastung" anrechnen lassen. Diese beträgt je nach Einkommen und Familienstruktur zwischen einem und sieben Prozent des zu versteuernden Einkommen.
  • Sammeln Sie auch hierfür sämtliche Rechnungen und Zahlungsbelege als Nachweis gegenüber dem Finanzamt.
  • Je mehr Ausgaben Sie zusätzlich noch für verordnungspflichtige Medikamente, Arztkosten, Brillen etc. zusammenbringen, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die Grenzen der "Zumutbaren Eigenbelastung" überschreiten und somit eine steuerliche Entlastung erhalten.  
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