Alle Kategorien
Suche

Kosten für Anmeldung und Genehmigung eines Unternehmens kalkulieren

Wenn Sie sich selbstständig machen, ist das mit einem gewissen verwaltungstechnischem Aufwand und einigen Kosten bei der Anmeldung und Genehmigung eines Unternehmens verbunden. Doch sollten Sie nicht nur diese Aufwendungen kalkulieren. Denn mit der Betriebsaufnahme sind die monatlichen Ausgaben nicht zu unterschätzen.

Spezielle Genehmigungen für Unternehmen können teuer sein.
Spezielle Genehmigungen für Unternehmen können teuer sein.

Wenn Sie sich über das Wie und Wann Ihrer Unternehmensgründung klar geworden sind, folgt die Auseinandersetzung mit notwendigen Behörden und Finanzdienstleistern. Bei einigen Gewerben benötigen Sie spezielle Genehmigungen, deren Kosten Sie unbedingt in einer Startfinanzierung kalkulieren sollten.

Anmeldung eines Unternehmens vornehmen

Sie können Ihr Gewerbe persönlich oder schriftlich beim örtlich zuständigen Amt (Gewerbe-, Wirtschafts-, Ordnungsamt) anmelden. Ein anderer möglicher Ort zur Anmeldung eines Unternehmens ist die Handelskammer. Die Behörde leitet Ihre Anmeldung an das Finanzamt, das Gewerbeaufsichtsamt, die Berufsgenossenschaft und die Industrie- und Handelskammer bzw. Handwerkskammer weiter.

  • Die Kosten für einen Gewerbeschein sind je nach Behörde unterschiedlich. Die Gebühren beginnen bei etwa 20 Euro.
  • Die Kosten für die Eintragung eines Unternehmens in das Handelsregister sind da schon höher. Kalkulieren sollten Sie Eintragungskosten von etwa 250 Euro. Bei der GmbH richten sich die Kosten nach dem Geschäftswert. 
  • Ein Eintrag in das Handelsregister ersetzt nicht die Anmeldung des Gewerbes. Es gilt grundsätzlich, dass Sie für eine gewerbliche Tätigkeit einen Gewerbeschein beantragen müssen.
  • Hat das Unternehmen die Form einer KG und OHG muss jeder Gesellschafter einen Gewerbeschein beantragen. Bei einer GmbH verpflichtet der Gesetzgeber den Geschäftsführer zur Anmeldung des Gewerbes.

Kosten für besondere Genehmigungen kalkulieren

Die Gebühr für eine einfache Gewerbeanmeldung ist mit etwa 20 Euro eigentlich niedrig. Allerdings können zusätzliche Gebühren für Genehmigungen hinzukommen, die teilweise deutlich höher ausfallen können.

  • Für verschiedene Gewerbezweige sieht der Gesetzgeber besondere Genehmigungen vor. Bei einem Handwerksunternehmen gibt es oft einen Meisterzwang. Von 94 Handwerken sind noch 41 zulassungspflichtige Handwerke. Eine Meisterausbildung kostet zwischen 5.000 und 10.000 Euro.
  • Sachkundenachweise sind beispielsweise für Unternehmen in Handelsbereichen, Gaststätten und Hotels notwendig. Das Bewachungsgewerbe verlangt sogar einen 40-stündigen Unterricht durch die IHK.
  • Möchten Sie sich als Immobilienmakler selbstständig machen, benötigen Sie eine Maklererlaubnis. Die verursacht einige Gebühren. Die Vermittlung von Immobilien und Grundstücken kostet ab 450 Euro. Kommen weitere Tätigkeiten wie Darlehensvermittlung und Anlagenberatung hinzu, zahlen Sie schon jeweils 1.000 Euro. Eine Höchstgebühr kann somit um die 3.500 Euro betragen.

Eine einmal erteilte Genehmigung gilt nur innerhalb eines bestimmten Geltungsbereiches. Sie dürfen beispielsweise Gaststättenbetrieb nur in erlaubten Räumlichkeiten durchführen. Bei der Produktion von Lebensmitteln, Arzneien oder Waffen ist eine Vielzahl von Sonderbestimmungen einzuhalten.

Teilen: