Was Sie benötigen:
  • Bausachverständigen

Bauherren unterschätzen normalerweise die Kosten für eine Haussanierung. Sie rechnen die Arbeiten in dem Bemühen ab, möglichst viel Kosten zu sparen und übersehen, dass die Wirklichkeit meist anders aussieht. Im ungünstigsten Fall riskieren Sie, dass Sie die Kosten zusätzlich nachfinanzieren müssen und die Bank die Aufstockung Ihres Baudarlehens verweigert.

Haussanierung sachgerecht planen und kalkulieren

  • Die Kosten für eine Haussanierung hängen davon ab, in welchem baulichen Zustand sich Ihr Haus befindet und mit welchem Aufwand und mit welchen Wünschen Sie selbst sanieren möchten. Sie sind gut beraten, wenn Sie in einem ersten Schritt nur eine Grundsanierung kalkulieren und dann je nach Ihren finanziellen Möglichkeiten sich den einen oder anderen Luxus leisten.
  • Ziehen Sie im Zweifel einen unabhängigen Bausachverständigen hinzu, der Sie berät und Ihnen Empfehlungen geben kann.
  • Gehen Sie davon aus, dass an erster Stelle einer Haussanierung die Arbeiten stehen, die unabdingbar sind und aus baulichen Gründen (neue elektrische Leitungen) vor Ihrem Einzug  vorgenommen werden sollten.

Senken Sie die Kosten und erledigen vieles selbst

  • Versuchen Sie, so viel Arbeit wie möglich selbst zu machen. Bedenken Sie, dass Handwerkerlöhne mit einem Stundensatz von gut und gerne 50 € und mehr zu Buche schlagen.
  • Müssen Sie ein Haus entrümpeln, können Sie das sicher selbst erledigen. Lassen Sie dazu einen Container vor das Haus stellen. Die Kosten für die Entsorgung betragen je nach Material für einen 5 m3-Container grob 200 €.

Elektrik und Sanitärbereich sind primär

  • Haben Sie ein älteres Haus erworben oder besitzen Sie ein solches, lassen Sie die elektrischen Leitungen überprüfen. Die Elektrik in älteren Häusern ist für den Strombedarf moderner Elektrogeräte nicht ausgelegt. Sie sollten die Leitungen ersetzen, bevor Sie Wände versetzen, vergipsen oder tapezieren. Veranschlagen Sie den laufenden Meter neu zu verlegender Leitungen mit etwa 20€/m².
  • In älteren Häusern finden Sie normalerweise veraltete Bäder. Die Kacheln müssen herausgerissen und Badewanne, Waschbecken, Toilette und Boiler ersetzt werden. Rechnen Sie mit Kosten je nach Bedarf und Aufwand bis zu 5.000 €.
  • Müssen Sie auch Ihr Dach sanieren, kalkulieren Sie eine komplett neue Dacheindeckung für eine Fläche von etwa 100 m² inklusive Dämmung mit etwa 12.000 €. Unterstellt wird, dass das Gebälk noch in Ordnung ist.

Achten Sie auf die Dämmung

  • Reicht Ihr Geld, dämmen Sie die Außenwände. Kostenpunkt etwa 100 €/m².
  • Eine neue Haustür dürfen Sie je nach Material und Optik mit etwa 1000 € in Ihren Kostenplan aufnehmen.
  • Wollen Sie alte Fenster durch energetisch gedämmte Fenster ersetzen, müssen Sie die Quadratmeterfläche mit 100 - 300 € rechnen.
  • Neue, ordentliche Innentüren bekommen Sie im Baumarkt ab ca. 50 € zuzüglich Türgriff.
  • Sie sind gut beraten, wenn Sie einen alten Heizkessel durch einen Brennwertkessel ersetzen und sinnvollerweise gleich die Warmwasseraufbereitung für Dusche und Küche einbeziehen. Rechen Sie auch hier mit 4000 €.
  • Im Fußbodenbereich veranschlagen Sie neue Laminatböden mit ca. 20 - 30 €;/m². Parkett gibt's um die 50 €/m².

Falls Ihnen die Kosten für die Haussanierung über den Kopf wachsen sollten, schieben Sie bestimmte Arbeiten auf, die Sie auch noch in späteren Jahren erledigen können (Ausbau Dachgeschoss, Außendämmung, neue Terrasse, neue Heizung und Ähnliches).