Alle Kategorien
Suche

Kopfteil selber bauen - so geht's bei einem Holzbett

Ein Bett mit Kopfteil hat mehrere Vorteile. Es wirkt gemütlicher und außerdem muss das Bett nicht an der Wand stehen, damit Sie sich beim Lesen bequem aufsetzen und anlehnen können. Wenn Sie diese Eigenschaften bei Ihrem Holzbett vermissen, können Sie ein Kopfteil selber bauen, statt ein neues Bett zu kaufen.

Ein Kopfteil wertet das Bett auf.
Ein Kopfteil wertet das Bett auf.

Was Sie benötigen:

  • Holzbrett
  • Metermaß
  • Stichsäge (optional)
  • Holzbohrer
  • Schrauben
  • Akkuschrauber
  • optional: Lack oder
  • Schaumgummi, Stoff und Tacker

Bevor Sie ein Kopfteil für Ihr Bett selber bauen, sollten Sie sich überlegen, welche Voraussetzungen es erfüllen sollte. Soll das Kopfteil das Holzbett einfach nur gemütlicher aussehen lassen und quasi als Schmuck dienen, oder möchten Sie sich bequem anlehnen können? Je nachdem, was Sie von Ihrem Kopfteil erwarten, benötigen Sie zusätzliches Material.

Material für das Kopfteil planen und einkaufen

Im Prinzip ist das hölzerne Kopfteil nichts anderes als ein Brett, welches Sie am Kopfende des Bettes befestigen.

  1. Messen Sie die Breite des Bettes aus. Das Kopfteil sollte die gleiche Breite haben.
  2. Die Höhe des Kopfteiles ist nicht zuletzt davon abhängig, ob es nur zur Zierde dienen soll, oder, ob Sie sich anlehnen möchten. Überlegen Sie sich also, wie hoch das Brett über das Kopfende des Bettes hinausragen soll. Möchten Sie die Variante zum Anlehnen selber bauen, sollten Sie das Kopfteil stabil befestigen können. Je mehr Fläche des Brettes Sie auf dem Holzrahmen Ihres Bettes festschrauben können, desto besser. Berücksichtigen Sie dies bei der Höhe des selbst gebauten Kopfteils, indem Sie die komplette Rahmenhöhe Ihres Bettes zur gewünschten Höhe des Kopfteiles hinzurechnen, und lassen Sie sich eine Platte in den gewünschten Maßen fertig zusägen. In den meisten Baumärkten ist dies möglich.
  3. Die Länge der Schrauben, die Sie benötigen, um das Kopfteil zu befestigen, richtet sich nach der Dicke des gekauften Holzbrettes sowie der Dicke des Bettrahmens. Addieren Sie beide Maße und ziehen Sie etwa 2 Millimeter vom Gesamtmaß ab, damit die Schrauben beim Befestigen nicht durch den Bettrahmen hindurchstoßen.
  4. Die benötigte Anzahl richtet sich nach dem Verwendungszweck des Kopfteils. Möchten Sie es lediglich als Deko verwenden, muss es nicht ganz so stark angeschraubt werden, als wenn Sie sich später dagegen lehnen möchten.
  5. Nachdem Sie die Gesamtmaße des Holzbrettes ausgemessen und berechnet haben, können Sie sich nun noch überlegen, ob Sie das Kopfteil lackieren oder polstern möchten, oder ob es einfach ein rohes Holzbrett sein soll. Möchten Sie es nicht verzieren, können Sie möglicherweise eine Multiplex-Platte wählen, die an der Sägekante und auf der Oberfläche durchaus attraktiv aussehen kann.
  6. Möchten Sie das Kopfteil jedoch lackieren, sollten Sie sich eine passende Farbe überlegen. Achten Sie dabei darauf, dass die Farbe keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe hat, denn schließlich kommen Sie Ihrem Kopfteil jede Nacht ziemlich nahe.
  7. Soll das Kopfteil gepolstert werden, benötigen Sie ein Stück Schaumgummi, welches den gesamten Bereich des Brettes bedeckt, welches oberhalb des Bettes hinausragt. Zum Befestigen benötigen Sie einen Tacker sowie einen passenden Stoff um das Schaumgummi.

Kopfteil bauen und selber befestigen 

Nachdem Sie alle benötigten Materialien zusammengetragen haben, können Sie mit dem Selberbauen beginnen. Möglicherweise benötigen Sie einen Helfer, der das Brett fixiert, während Sie es am Bett festschrauben.

  1. Das Kopfteil kann rechteckig sein, oder aber halbkreisförmig geschwungen. Je nachdem, welches Design Sie sich vorstellen, können Sie die Platte nun noch mit der Stichsäge in die gewünschte Form bringen. Bevor Sie die Säge ansetzen, sollten Sie die Form mit einem Bleistift vorzeichnen.
  2. Nun können Sie das Kopfteil entweder direkt befestigen, oder aber vorher hübsch lackieren oder polstern.
  3. Haben Sie sich dazu entschlossen, die Platte zu polstern, legen Sie das Schaumgummi bündig zur Oberkante des Kopfteils auf, und tackern es ringsherum am Holz fest. Spannen Sie dann den Stoff über die Polsterung, schlagen Sie ihn fest nach hinten um, und tackern Sie ihn auf der Rückseite der Platte fest.
  4. Soll das selbst gebaute Kopfteil lediglich zur Zierde dienen, genügt es, wenn Sie es mit weniger Schrauben am Bett fixieren, als wenn Sie sich zukünftig dagegenlehnen wollen. Richten Sie das Brett am Bettrahmen aus und überlegen Sie sich, wo und wie viele Schrauben Sie sinnvollerweise zum sicheren Befestigen setzen müssen. Leichter lässt sich die Platte anschrauben, wenn Sie vorher an- oder durchgebohrt wurde. Markieren Sie deshalb diejenigen Stellen auf der Rückseite der Platte, wo später die Schrauben sitzen sollen.
  5. Legen Sie das Holz dann nochmals auf den Boden und bohren Sie Löcher in die markierten Stellen. Dann halten Sie die Platte wieder an das Bett und schrauben sie fest.

Wenn Sie alles richtig gemacht haben, hat sich das Selberbauen wirklich gelohnt, und Ihr Bett hat durch das Kopfteil an Attraktivität und Komfort gewonnen.

Teilen: