- 12.10.2011 Edith Leisten
- Babyshampoo
- Shampoos mit Schieferöl, Salicylsäure, Urea oder Schwefel
- medizinische Shampoos mit Steinkohleteer, Selendisulfid, Ketokonazol oder Zinkpyrithion
Hilfe, wenn die Kopfhaut rieselt
Kopfschuppen sind mit bloßem Auge sichtbare Hornschuppen, die sich von der Kopfhaut lösen und typischerweise herabrieseln. Ursächlich ist eine beschleunigte Wachstumsrate der Hornzellen in der Haut, wodurch sich die Hauterneuerungsrate von normalerweise 28 Tagen auf 7 bis 21 Tage reduziert. Während die Hornschuppen sich bei gesunder Kopfhaut einzeln abstoßen und somit mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind, lösen sich bei einer Schuppenkrankheit die Hornschuppen in einem Verbund von bis zu 1000 Zellen und sind daher sichtbar.
- Sollten Sie eine ausgesprochene trockene Haut haben, dann haben Sie auch eine trockene Kopfhaut. Benutzen Sie dann auch noch ein entfettendes Shampoo, ist die Schuppenbildung vorprogrammiert. In diesem Fall sollten Sie das Shampoo wechseln und ein mildes Shampoo, zum Beispiel Babyshampoo, ausprobieren. Möglicherweise ist Ihr Schuppenproblem damit schon gelöst.
- Auch übertriebene Pflegemaßnahmen, die Benutzung scharfer Kämme, intensives heißes Föhnen sowie ein häufiges Auftragen von Chemikalien wie beispielsweise von Dauerwellen- und/oder Haarfärbemitteln kann Ihre Kopfhaut reizen und die Bildung von Schuppen verursachen.
Schuppen lassen sich bekämpfen
- Handelt es sich bei Ihren Schuppen um die häufigste Schuppen-Form, nämlich um die sogenannten „einfachen Kopfschuppen“ und liegen keine Pflegefehler oder Hauterkrankungen vor, wird sich in den meisten Fällen eine übermäßige Vermehrung von Malassezia-Hefen feststellen lassen, die bei der Schuppenbildung eine wesentliche Rolle spielen.
- In diesem Fall müssten Sie Ihr Schuppenproblem mit der richtigen Shampoobehandlung in den Griff bekommen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Kopfhaut wird so oft gewaschen, dass die überschießende Produktion von Hornzellen unsichtbar wird oder aber, Sie wählen Shampoos, denen Wirkstoffe zugesetzt sind, die beispielsweise das Zusammenballen der Hornschuppen verhindern oder die übermäßige Bildung von Hornzellen unterdrücken.
- Besorgen Sie sich Shampoos, die Schieferöl, Salicylsäure, Urea oder Schwefel enthalten. Der früher häufig empfohlene Wirkstoff Steinkohleteer ist für die Verwendung in kosmetischen Shampoos mittlerweile verboten, ist jedoch zur Herstellung medizinischer Shampoos erlaubt. Salicylsäure "entschuppt" die Kopfhaut und Steinkohleteer reduziert die gesteigerte Produktion von Hornzellen.
- Alternativ können Sie auch auf Shampoos ausweichen, die eine ausgesprochen antimikrobielle Wirkung haben und die vorgenannten Hefen hemmen. Empfehlenswert sind Präparate, die gleichzeitig ein geringes Reizpotenzial für die Kopfhaut haben. Hierzu gehören Shampoos, die Selendisulfid, Ketokonazol oder Zinkpyrithion enthalten, aber auch Pflegestoffe, um dem Haar nach der Wäsche Glanz, Glätte und Volumen zu verleihen.
- Sollte Ihre Eigenbehandlung nicht innerhalb von 4 bis 6 Wochen eine überzeugende Wirkung zeigen, empfiehlt sich die Beratung durch einen Hautarzt, der durch verschiedene Untersuchungen feststellen kann, ob Ihre Schuppenbildung nicht eventuell im Zusammenhang mit einer Hauterkrankung steht, wie Schuppenflechte oder Neurodermitis.
Schuppen im Bereich der Kopfhaut können viele Ursachen haben, manchmal sind es einfach nur Pflegefehler oder Unverträglichkeitsreaktionen auf Pflegeprodukte. Die gewöhnlichen Kopfschuppen bekommen Sie in der Regel mit der entsprechenden Shampooauswahl in den Griff. Hierzu stehen Präparate zur Verfügung, die der übermäßigen Hornzellenbildung entgegenwirken, antimikrobiell wirksam sind oder ein Zusammenballen der Hornzellen unterdrücken.