Alle Kategorien
Suche

Kooperationsvertrag - so sorgen Sie für eine reibungslose Zusammenarbeit

Wenn Sie die geschäftliche Zusammenarbeit mit einem Freiberufler oder einem Unternehmen anstreben, müssen Sie besonders auf die Auswahl des passenden Partners und die Planungsphase großen Wert legen. Erst, wenn Sie alle Details miteinander besprochen haben und es keinerlei Unstimmigkeiten mehr gibt, sollten Sie den Kooperationsvertrag aufsetzen. Dieser enthält alle Rahmenbedingungen Ihrer Interessengemeinschaft.

Ziehen Sie gemeinsam an einem Strang.
Ziehen Sie gemeinsam an einem Strang. © Stephanie_Hofschlaeger / Pixelio

Kooperationsvertrag richtig aufsetzen

Vor dem Kooperationsvertrag kommen die Projektplanung und die Erörterung aller relevanten Einzelheiten. So sollten Sie etwa einen Terminplan erstellen und alle Ansprechpartner übersichtlich zusammenfassen.

  • Ihre Kooperationsform entscheidet bereits über die Rechtsform. Zu den bekanntesten Formen gehört das Franchising, aber auch Joint Ventures oder die Zusammenarbeit zwischen Freiberuflern sind gang und gäbe. Hier sind die GbRs die häufigste Wahl.
  • Benennen Sie den Vertragsgegenstand möglichst genau. Hier gehören auch Ihre Zielformulierungen hinein. Formulieren Sie für alle Ziele den Nutzen für beide Geschäftspartner: Wollen Sie Umsatzsteigerungen erzielen, das geschäftliche Risiko teilen oder stärker wettbewerbsfähig sein? Mit welchen Maßnahmen wollen Sie diese Ziele erreichen?
  • Legen Sie die Rechte, Verantwortlichkeiten und Pflichten der Partner fest. Wer übernimmt welche Aufgaben, wer sorgt dafür, dass Fristen eingehalten werden? Haben Ihre eigenen Aufträge oder die der Kooperation Vorrang? Legen Sie Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche fest. Wer stellt die Rechnungen aus und übernimmt das Mahnwesen? Wer kümmert sich um Werbung und Marketing?
  • Wie treten Sie gegenüber dritten Parteien auf? Wer fungiert als Auftraggeber? Legen Sie eine Kooperationsstruktur und Entscheidungsmechanismen fest. Wer übernimmt die Geschäftsführung? Wer spricht mit Banken und Kunden?
  • Legen Sie den Beginn, die Dauer und bei befristeten Verträgen auch ein Enddatum fest. Bestimmen Sie, unter welchen Voraussetzungen einer der beiden Partner den Vertrag kündigen darf.
  • Besonders wichtig: Integrieren Sie eine Klausel zum Wettbewerbsverbot und eine Konfliktregelung. Auch Regelungen über Haftung und Gewährleistungen dürfen Sie nicht vergessen. Vor dem Unterzeichnen sollten Sie den Vertrag von einem Anwalt überprüfen lassen.

Zusammenarbeit planen und harmonisch gestalten

Der Vertrag ist der letzte Akt in der Planungsphase. Schon vor Ihrer Unterschrift sollten Sie zusammenarbeiten und sich besser kennenlernen. So verringern Sie Ihr geschäftliches Risiko.

  • Lernen Sie sich bei persönlichen Treffen gut kennen. Haben Sie oder Ihr Partner Mitarbeiter, müssen diese ebenfalls mit einbezogen werden. Planen Sie auch in Zukunft regelmäßige Treffen. Klären Sie, wer diese organisiert und wo diese stattfinden sollen.
  • Wenn es möglich ist, sollten Sie zunächst nur ein kleines Projekt miteinander realisieren. Auf diese Weise finden Sie heraus, ob eine geschäftliche Zusammenarbeit grundsätzlich funktioniert. Treten hier schon gravierende Probleme auf, können Sie die Geschäftsbeziehung beenden, ohne größere Risiken einzugehen.
  • Bei größeren Unternehmen sollten Sie alle Mitarbeiter über die Ziele informieren. Wie sieht die Zusammenarbeit konkret aus? Machen Sie alle Personalstrukturen transparent. Wer spricht mit wem, in welcher Abteilung? Ein Kooperationsmanager dient hier als Schnittstelle zwischen Mitarbeitern und Geschäftsführung sowie zwischen beiden Unternehmen.
  • Offenheit, Vertrauen, Ehrlichkeit und Transparenz sind Schlüsselbegriffe in einer geschäftlichen Zusammenarbeit. Sprechen Sie über Ihre Erwartungen, überwinden Sie Misstrauen und seien Sie grundsätzlich zu Änderungen bereit. Zeigen Sie Bereitschaft zur Kommunikation, diese ist besonders wichtig, wenn Konflikte auftreten, sie sollte aber auch schon vorher gepflegt werden. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen und Probleme anzusprechen.
  • Schon vor einem Kooperationsvertrag können Sie eine Absichtserklärung, den "Letter of Intent" unterzeichnen. Hier sollten Sie sich zur Geheimhaltung verpflichten, dies gilt besonders dann, wenn Sie Einblick in sensible Daten Ihres zukünftigen Partners erhalten. Diese Vorstufe eines Vertrages ist nicht verbindlich.
Teilen: