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Kontrabass - Griffe lernen

der Kontrabass ist ein einzigartiges Instrument. Nur mit den richtigen Griffen entlocken Sie ihm seinen bauchigen Klang. Dies ist bei diesem Instrument nicht ganz einfach, Blasen an den Fingern sind üblich, aber auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Auch beim Kontrabass gilt das Motto: Übung macht den Meister!
Auch beim Kontrabass gilt das Motto: Übung macht den Meister!

Informatives über das größte Streichinstrument mit vier Saiten

Der Kontrabass ist das größte und zugleich tiefste unter den Streichinstrumenten. Das Instrument verfügt über vier Saiten. Diese sind in der Regel in Quarten gestimmt.

  • Ende des 16. Jahrhunderts ist das Instrument in Deutschland entstanden. Die ersten Modelle orientierten sich an den Gamben. Im Unterschied zum Kontrabass klemmt der Musiker die Gambe zwischen seine Knie beim Spielen.
  • Ähnlichkeit hat das Instrument auch zu einem Cello. Jedoch sind beim Kontrabass die Saiten dicker und die Töne tiefer.  Den Kontrabass können Sie sowohl im Sitzen als auch im Stehen spielen, das Cello nur im Sitzen.
  • Da der Kontrabass ein sehr großes Instrument ist, können Sie diesen in verschiedenen Maßeinheiten, den sogenannten Mensuren, kaufen. Diese lassen sich auf Ihre Körpergröße abstimmen. Die häufigste Bauweise des Instruments ist die Mensur der Größe 104 – 106 Zentimeter.
  • Rechnen Sie für ein Instrument in der Standardgröße etwa 10 Kilo Gewicht. Kleinere Instrumente für Kinder wiegen etwa  5 Kilo.
  • Der Kontrabass ist das tiefste aller Streichinstrumente. Das sehr große Instrument ist …

  • Einen nicht unwesentlichen Einfluss auf den Klang hat der sogenannte Saitenhalter. Umso schwerer dieser ist, desto gedämpfter klingen die Töne. Diesen Teil des Instrumentes können Sie sehr leicht austauschen. Probieren Sie aus, welche Art von Saitenhalter Ihnen am ehesten zusagt.
  • Sie können das Instrument sowohl mit dem Bogen in der rechten Hand spielen oder mit der linken Hand zupfen. Die Bogenspielweise nennt sich arco-Spiel und ist eine beliebte Spielweise in der Klassik. Die Zupfweise oder das Pizzicatospiel, findet sowohl in der Klassik als auch im Jazz Einsatz.
  • Schon seit mehreren Jahrhunderten sind die gleichen Hölzer für den Bau prädestiniert. Der Rücken, Hals und die Zargen bestehen aus Ahorn. Für die Rückseite ist Fichte und für das Griffbrett Ebenholz die beliebteste Holzart.
  • Preislich finden Sie Einsteigermodelle ab etwa 500 Euro.

Die richtige Haltung für das Kontrabassspielen im Sitzen

Allein durch die Größe des Instruments ist die Haltung recht schwer. Spielen können Sie das Instrument sowohl im Sitzen, als auch im Stehen. Das Sitzen ist die ergonomisch gesündere Variante, vor allem wenn Sie hierfür einen Hochstuhl nehmen.

  1. Nehmen Sie den Hochstuhl und stellen Sie die Sitzhöhe und die Fußrasten auf Ihre Größe ein. Wichtig dabei ist, dass Sie eine bequeme und natürliche Sitzhaltung einnehmen können, ohne dabei zu verkrampfen.
  2. Als Kontrabassist ist es wichtig, dass Sie aufrecht sitzen. Achten Sie daher auf eine aufrechte Haltung.
  3. Spielen Sie mit einem angewinkeltem linken Bein. Strecken Sie das rechte Bein gleichzeitig dabei aus.
  4. Lehnen Sie den Bass mit seinem Boden an die Innenseite von Ihrem angewinkelten linken Bein.
  5. Stellen Sie das rechte Bein so, dass Ihr Unterschenkel die Instrumenten-Unterzarge berührt.

Die richtigen Griffe für den 1-2-4-Fingersatz

Sie können verschiedene Grifftechniken zum Spielen einsetzen. Am weitesten verbreitet ist der 1-2-4-Fingersatz. Bevor Sie das Spielen nach Noten lernen, üben Sie zu Beginn die richtige Grifftechnik. Diese Übungen helfen Ihnen beim späteren Spielen.

  1. Greifen Sie am Griffbrettanfang mit voll gespreizter, linker Hand immer nur einen Ganzton ab. Hier merken Sie, dass Sie von dieser Haltung vom ersten Finger aus nur zwei weitere Halbtöne abgreifen können. Es bleiben also drei Finger übrig.
  2. Um einen dritten Halbton greifen zu können, welcher zwischen Finger drei und vier liegt, reicht die Weite Ihrer Greifhand nicht aus. Hinzu kommt, dass der vierte, kleine Finger, zu schwach zum Herunterdrücken der Saite ist. Drücken Sie deswegen Finger drei und vier zusammen herunter. Bezeichnet wird dies als Finger vier.
  3. Beachten Sie für Griffe, bei denen die Finger liegen bleiben können, diese auch liegen bleiben. 
  4. Arbeiten Sie sich Lage für Lage Richtung Griffbrettende weiter. Verringern Sie die Spreizung der Hand hierbei immer um ein Stück, da zum einen die Saiten am Griffende näher zusammenliegen und zum anderen die Tonabstände kleiner werden.
  5. Wichtig bei der Griffhaltung ist, dass Sie Finger eins und Finger zwei immer etwas weiter auseinander halten als Finger zwei und vier.
  6. Wenn Sie das Ende des Griffbretts erreicht haben, können Sie mit dem Daumen nicht mehr von hinten mit drücken. Setzen Sie dafür die Hand vermehrt von oben auf das Griffbrett.
  7. Sie werden spüren, dass Finger vier zu kurz zum Greifen ist in dieser Haltung. Von hier nutzen Sie als Fingersatz nur noch Finger eins, zwei und drei.

Ein guter Kontrabass-Spieler übt bis zu drei Stunden am Tag. Verzweifeln Sie deswegen nicht, wenn Sie die richtigen Griffe nicht sofort beherrschen. Üben Sie kontinuierlich weiter und nehmen Sie bei Bedarf Unterricht. Sie werden merken, dass sich das Üben mit der Zeit lohnt und Sie viel Freude mit dem Instrument haben.

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