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Konstruktionsholz Lärche – darauf müssen Sie achten

Die Lärche ist ein einheimischer Nadelbaum, der hauptsächlich in höheren Lagen wächst. Obwohl man Nadelhölzer in der Regel eher selten für den Bau verwendet, eignet sich das Holz dieses Baumes sehr gut als Konstruktionsholz. Es ist allerdings nicht für jeden Zweck geeignet, außerdem gibt es Qualitätsunterschiede.

Lärchen verlieren im Winter ihre Nadeln.
Lärchen verlieren im Winter ihre Nadeln. © Ina Mitschke / Pixelio

Eignung als Konstruktionsholz

  • Lärchenholz ist nach dem Holz der selten verwendeten Eibe eines der festesten und haltbarsten einheimischen Nadelhölzer. Das Holz der Laubbäume Robinie, Eiche und Edelkastanie ist allerdings noch haltbarer.
  • Gegen Pilzbefall ist Lärchenholz relativ widerstandsfähig. Außerdem trocknet es schnell und arbeitet nur wenig.
  • Das Holz der Lärche können Sie unbehandelt verbauen, auch im Außenbereich, da es aufgrund des hohen Harzgehaltes relativ witterungsbeständig ist. Vermeiden Sie aber einen direkten Kontakt mit dem Erdreich und ständige Nässe- oder Feuchtigkeitseinwirkung.
  • Typische Einsatzgebiete für Lärche als Konstruktionsholz sind Dachtragwerke, Deckenkonstruktionen, Wand- und Fassadenverkleidungen, Terrassendielen sowie Fenster- und Türrahmen.
  • Im Außenbereich nimmt unbehandeltes Lärchenholz mit der Zeit eine graue Farbe an. Das ist ein natürlicher Vorgang, der sich nicht auf die Qualität des Holzes auswirkt, sondern einen zusätzlichen Schutz bildet.
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Welches Holz der Lärche ist geeignet?

  • Als Konstruktionsholz eignet sich das Kernholz aus der Mitte des Stammes. Das außen liegende Splintholz ist weicher und unterscheidet sich auch farblich vom Kern. Das Splintholz der Lärche verwendet man zum Beispiel für dekorative Zwecke im Möbelbau.
  • Die Qualität des Lärchenholzes hängt sehr stark vom Standort des Baumes und den Witterungsbedingungen ab. Bäume, die unter eher ungünstigen Bedingungen langsam wachsen, bilden schmalere Jahresringe und sind deswegen fester. Das trifft zum Beispiel auf Lärchen zu, die in Gebirgslagen wachsen, wie etwa in den Alpen. Lärchen, die im Tiefland wachsen und zum Teil auch dort kultiviert werden, wachsen schneller, bilden breitere Jahresringe und sind deswegen weniger fest.
  • Die Festigkeit des Holzes hat jedoch nichts mit der Haltbarkeit zu tun. Die Haltbarkeit hängt von im Holz eingelagerten Substanzen ab. Das bedeutet, dass auch weniger festes Lärchenholz genauso haltbar ist wie sehr festes.
  • Im Handel finden Sie auch Kernholz der sibirischen Lärche, das einen helleren, weniger rötlichen Farbton hat als das der europäischen Lärche und wegen seiner zum Teil höheren Festigkeit begehrt ist. Achten Sie beim Kauf auf das FSC-Zertifikat, da ein großer Teil des sibirischen Lärchenholzes aus Raubbau stammt.
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