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Konjunkturverlauf - eine Erklärung

Konjunkturverlauf - eine Erklärung2:34
Video von Galina Schlundt2:34

Der Konjunkturverlauf beschreibt eine regelmäßig wiederkehrende, wellenartige Bewegung der Wirtschaftsaktivität, gemessen an der Entwicklung des BIP.

Der Konjunkturverlauf

Beim Konjunkturverlauf, besser bekannt als Konjunkturzyklus, lassen sich vier Phasen unterscheiden, die immer in derselben Reihenfolge auftreten und einen wellenförmigen Verlauf erkennen lassen. Es handelt sich um den Abschwung (Rezession), hierauf folgt der Tiefstand (Depression), gefolgt vom Aufschwung (Expansion) und schließlich die Hochkonjunktur (Boom). Merkmale der einzelnen Zyklen sind folgende: 

  • Bei der Rezession nimmt der Beschäftigungsstand ab, die Arbeitslosenzahlen steigen also, es kommt zur Kurzarbeit. Die Nachfrage sowie die Investitionsbereitschaft, die Zinsen, Aktienkurse und die Gewinne der Unternehmen sinken. Die Stimmung ist insgesamt eher pessimistisch.
  • Die Depression zeichnet sich vor allem durch Unterbeschäftigung aus. Nachfrage und Weiteres sind weiterhin negativ, die Zinsen werden noch niedriger. Es kommt zum Konkurs von Unternehmen. Das Steueraufkommen ist gering, da Umsätze, Löhne und Gewinne auf dem Tiefstand sind und wenig konsumiert wird. Die Stimmung ist - wie der Name schon sagt - depressiv.
  • Bei der Expansion kommt es zur Beschäftigungszunahme, die Arbeitslosenzahlen sinken. Die Nachfrage steigt wieder, somit steigen folglich auch die Zinsen, die Gewinne, die Löhne sowie das Steueraufkommen. Es herrscht optimistische Stimmung.
  • Die folgende Phase ist der Boom, die Hochkonjunktur. Es besteht Voll- bzw. Überbeschäftigung. Die Nachfrage, die Innovationsbereitschaft, die Gewinne sind hoch; Löhne und Zinsen steigen stark an. Das Steueraufkommen ist hoch. Die Stimmung ist als sehr optimistisch einzustufen.

Arten und Ursachen von Konjunkturschwankungen

Im Konjunkturverlauf gibt es häufig Schwankungen. Es sind saisonale Schwankungen, konjunkturelle Schwankungen und lange Wellen zu unterscheiden. 

  • Erstere treten nur in einzelnen Branchen, zum Beispiel der Baubranche, auf. Die Ursache hierfür ist beispielsweise die Witterung. Sie können bis zu einem viertel Jahr dauern. 
  • Konjunkturelle Schwankungen entstehen durch einen Nachfragerückgang in Teilbereichen der Volkswirtschaft. Sie erstrecken sich nicht nur auf einzelne Branchen, sondern auf die gesamte Volkswirtschaft. Ihre Dauer beträgt 4-11 Jahre. 
  • Lange Wellen haben eine Dauer von einem halben Jahrhundert. Sie entstehen durch Innovationen und haben Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft.

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