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Kondom - Bedeutung

Die Bedeutung des Wortes „Kondom“ ist heute kein Geheimnis mehr. Seit den 80er Jahren findet man die Gummis in weiten Teilen des Einzelhandels. Der Begriff ist allerdings erklärungsbedürftig.

Kondome haben eine große Bedeutung für die Gesundheit und selbstbestimmte Sexualität.
Kondome haben eine große Bedeutung für die Gesundheit und selbstbestimmte Sexualität.

Das Kondom hat große Bedeutung zur Empfängnisverhütung und zum Schutz vor Krankheiten

  • Es gibt viele Methoden der Empfängnisverhütung, um ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden. Eine davon ist der Einsatz eines Kondoms. Dabei handelt es sich um eine dünne Gummihülle, die der Mann vor dem Geschlechtsakt über sein erigiertes Geschlechtsteil zieht und die betreffende Frau so vor Schwangerschaft und beide vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten schützt. Die Bedeutung des Einsatzes von Präservativen ist daher sehr groß.
  • Die Herkunft des Begriffs „Kondom“ ist nicht eindeutig geklärt. Einer Variante nach hieß der Hofarzt des britannischen Königs Charles II. im 17. Jahrhundert Dr. Condom. Dieser fertigte in Handarbeit Präservative aus Hammeldärmen, wofür er sogar zum Ritter geschlagen worden sei.
  • Eine weitere Version über die Wortbedeutung wird auf das Lateinische zurückgeführt: „cum domus“, was in diesem Zusammenhang „Mit Kuppel“ bedeutet. Gemeint ist damit die Hülle, die die Gliedspitze wie mit einer schützenden Kuppel umgibt.

Das „Verhüterli“ hat eine Jahrtausende alte Geschichte

  • Schon in der Antike existierten Vorläufer des heutigen Kondoms. So nutzte angeblich der mythische König Minos von Kreta vor über 3000 Jahren Fischblasen zu diesem Zweck. Zur selben Zeit sollen schon auch Präservative im alten Ägypten existiert haben.
  • Die Japaner nutzten Schutzhüllen aus Leder, teilweise sogar mit Innenfutter. Und Giacomo Casanova nutze prinzipiell seinen „englischen Regenmantel“ gegen böse Folgen seines Tuns, auch gegen die Syphilis.
  • 1855 war eine der beiden Sternstunden für das moderne Kondom. Charles Goodyear stellte das erste Kondom aus vulkanisiertem Kautschuk vor. Dadurch wurde das Gummi reiß- und hitzebeständig.
  • 1912 präsentierte Julius Fromm das erste Präservativ ohne Naht und 1919 begann die maschinelle Herstellung.
  • Nach Einführung der Antibabypille in den 60er Jahren verlor das Kondom an Bedeutung, bis es in den 80er Jahren aufgrund des Auftretens der Immunschwächekrankheit AIDS wieder auftauchte. Seitdem ist es nicht nur in allen Apotheken, sondern auch an vielen anderen Orten und weit gestreut erhältlich und nicht mehr wegzudenken.
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