Liebe und Tod kann ein Mensch nur kennen, wenn er sie selbst erfahren hat. Aber einem anderen Menschen mit einer Kondolenzkarte gefühlvoll sein Beileid zu bekunden ist gar nicht so schwer und für die Hinterbliebenen oftmals ein kleiner Trost.
- 24.03.2011 Elke M. Erichsen
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
Kondolenzkarte - so können Sie sie gestalten
- Wählen Sie eine sehr einfache Klappkarte mit einem schwarzen Rand oder einer schwarzen Ranke.
- Wählen Sie zwischen einer religiösen oder weltlichen Gestaltung Ihrer Kondolenzkarte.
- Für eine religiöse Kondolenzkarte eignen sich auf der Titelseite gefühlvolle Worte wie: „Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“ (Bonhoeffer); „So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich. Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt. Wo du wirst geh´n und stehen, da nimm mich mit.“
- (Kirchenlied); „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“ (aus Psalm 23).
- Für eine weltliche Kondolenzkarte können Sie die Titelseite mit folgenden gefühlvollen Worten gestalten: „Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.“ (A. Schweitzer); „Das Schlimme am Tod ist nicht die Tatsache, dass er uns einen geliebten Menschen nimmt, sondern vielmehr, dass er uns mit unseren Erinnerungen allein lässt.“ (unbekannt); „Im Meer des Lebens, Meer des Sterbens, in beiden müde geworden, sucht meine Seele den Berg, an dem alle Flut verebbt.“ (Japan, 7. Jahrhundert).
Beileidsbekundung - so finden Sie gefühlvolle Worte
- Den Innenteil Ihrer Kondolenzkarte können Sie für einen ganz individuellen Text nutzen. Um Ihr Beileid auszudrücken, können Sie mehr oder weniger gefühlvoll schreiben, je nachdem, wie nahe Sie dem Verstorbenen standen.
- Schreiben Sie Ihre Kondolenzkarte ehrlich, ruhig auch gefühlvoll, aber übertreiben Sie nicht. Erwähnen Sie eventuelle gemeinsame Erlebnisse und bieten Sie, nicht nur als Formsache, ggf. bei Bedarf Zeit zum Zuhören oder auch Hilfe an.
- Beginnen Sie Ihre Kondolenzkarte nach der Anrede mit Worten wie: „Betroffen haben wir vom Tod Deiner/Ihrer Frau/Mutter/Schwester (o.ä.) erfahren. Geben Sie Ihrer Überraschung/Bestürzung Ausdruck, erwähnen Sie evtl., dass auch Sie fest mit einer Genesung gerechnet haben.
- Versuchen Sie einen Trost, Ihr Beileid mit Worten auszudrücken wie: „Du hast sie/ihn viel zu früh verloren. Nimm an, er/sie ist nur nach nebenan in einen anderen Raum gegangen. Du siehst sie/ihn zwar nicht mehr, wirst aber die schönen Erinnerungen stets tröstend in Deinem Herzen bewahren - sie/er bleibt bei Dir.“; „Frag nicht nach dem Warum, niemand kann Dir diese Frage beantworten. Liebe und Tod sind unergründlich.“ Bei einem christlichen Hintergrund können Sie in Ihrer Kondolenzkarte auch auf ein Wiedersehen in ferner Zeit hinweisen, auf eine Begegnung im Jenseits ohne Schmerz und Leid.
- Abschließend können Sie in Ihre Kondolenzkarte schreiben, dass die/der Verstorbene auch Ihnen fehlen wird, dass Sie die Gespräche mit ihr/ihm, ihr/sein Lachen vermissen werden: „Wir sind traurig, weil auch wir ihn/sie verloren haben. Aber wir sind dankbar, dass wir sie/ihn kennen und einen Teil seines/ihres Weges begleiten durften.“