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Kompressionsstrümpfe beim Laufen tragen - das sollten Sie dabei beachten

In den letzten Jahren halten besonders in den Ausdauersportarten wie Radfahren und Laufen Kompressionsstrümpfe Einzug. Die Hersteller versprechen bessere Leistungen beim Sport und eine verkürzte Regeneration nach der sportlichen Belastung. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen sollte allerdings wohl überlegt sein. Kaufen Sie auf keinen Fall irgendwelche Strümpfe und laufen damit los, in dem guten Glauben, sich etwas Gutes zu tun.

Sind Kompressionsstrümpfe beim Laufen sinnvoll?
Sind Kompressionsstrümpfe beim Laufen sinnvoll?

Was Sie benötigen:

  • eine ärztliche Beratung
  • individuell angepasste Kompressionsstrümpfe

In der Gemeinschaft von Ausdauersport treibenden Menschen wird seit dem Aufkommen der Kompressionsstrümpfe heiß darüber diskutiert, ob das Tragen dieser beim Sport sinnvoll ist oder nicht. Es gibt Sportler, die sich schon während des Sports damit besser fühlen, da sie den Eindruck haben, mit dem Kompressionsstrumpf über mehr muskuläre Kraft zu verfügen. Und dann gibt es noch welche, die für die Regenerationsphase nicht mehr ohne Strumpf sein möchten, weil sie das Gefühl haben, sich mit Kompressionsstrümpfen vom Sport, zum Beispiel Laufen, besser zu erholen.

Wie Kompressionsstrümpfe funktionieren

  • Bei der Entscheidung für oder gegen einen Kompressionsstrumpf hilft Ihnen das Wissen über die Wirkungsweise dieses Hilfsmittels. Das Blut im menschlichen Körper wird über das arterielle System dahin transportiert, wo es gebraucht wird, im Ruhezustand sackt es nach unten, der Schwerkraft folgend. Bei muskulärer Arbeit drücken die Muskeln die Venen zusammen, das Blut in ihnen wird so bewegt. Da sich in den Venen Klappen befinden, die nur in Richtung Herzen offen sind, wird das Blut somit zum Herzen zurücktransportiert, was auch sinnvoll ist.
  • Dieser Venenklappenmechanismus funktioniert nicht bei Menschen, die eine Schwäche im venösen oder lymphatischen System haben oder zum Beispiel den ganzen Tag im Rollstuhl sitzen. Hierfür gibt es medizinische Hilfe, unter anderem mit Kompressionsstrümpfen, die von außen die Funktion der Kompression der Venen übernehmen sollen, sodass das Blut wieder zum Herzen zurückfließen kann. Dies ist zur erneuten Sauerstoffanreicherung nötig.
  • Die Kompressionsstrümpfe übernehmen, bedingt durch die Herstellungsart, den Ruhedruck, sind aber nicht geeignet, einen Arbeitsdruck auf die Beine auszuüben. Die beste Wirkung entfalten sie entsprechend, wenn Sie sich in Ruhe befinden, also vor oder nach dem Sport. Berichtete positive Ergebnisse über Kompressionsstrümpfe während der sportlichen Belastung beziehen sich auf Menschen mit chronisch venöser Insuffizienz. Dass diese Menschen von den Strümpfen profitieren, verwundert nicht. Ein Asthmatiker kommt auch mit Bronchien erweiternden Mitteln besser klar beim Sport, das heißt aber nicht, dass das gleiche Medikament auch anderen Sportlern helfen würde. Ähnlich verhält es sich auch mit den Kompressionsstrümpfen.

Die Regeneration nach dem Laufen

  • Nach der sportlichen Belastung sind Kompressionsstrümpfe auch für Menschen sinnvoll, die keine Probleme mit den Gefäßen oder dem Lymphsystem haben, aus dem einfachen Grunde, weil die Kompression die Abfallstoffe, die sich nach jeder muskulären Betätigung im Körper befinden, schneller zum Zielort bringt. Dort können sie entsprechend schneller entsorgt werden und der Sportler erholt sich in kürzerer Zeit von der Belastung. Dabei sollten Sie aber nicht aus dem Kopf verlieren, dass eine schnellere Regeneration eventuell auch zu mehr Sport verführt, auch über die eigenen Grenzen hinweg.
  • Wenn Sie Kompressionsstrümpfe in Zusammenhang mit dem Laufen tragen wollen, konsultieren Sie auf jeden Fall vor Anschaffung der Strümpfe einen Arzt, um Ihren Gewebsstatus feststellen zu lassen. Wenn einem Strumpf nichts entgegen spricht, achten Sie darauf, dass Ihre Strümpfe für Ihre Maße angefertigt werden. Die falsche Kompression an der falschen Stelle bringt mitunter nicht nur nichts, sondern schadet eventuell sogar.
  • Wenn Sie gesunde Gefäße haben und in normalen Ausmaßen Ausdauersport treiben, reicht es aber auch aus, nach dem Laufen die Beine kalt abzuduschen und sie anschließend hochzulegen.
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