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Kompetitives Gehalt - Erklärung

Sind Sie auf Stellensuche, spielt bei der Auswahl eines Arbeitgebers womöglich auch der Verdienst eine Rolle, den dieser Ihnen bietet. In einer Stellenanzeige werden Sie oft keine genauen Gehaltsangaben finden, allerdings könnte der Hinweis enthalten sein, dass ein kompetitives Gehalt gezahlt wird.

Bei Gehaltsverhandlungen ist ein gewisses Geschick gefragt.
Bei Gehaltsverhandlungen ist ein gewisses Geschick gefragt.

Was in Stellenanzeigen im englischsprachigen Raum mit "competitiv salary" umschrieben wird, heißt auf dem deutschen Stellenmarkt "kompetitives Gehalt". In beiden Begriffen steckt als lateinischer Ursprung das Wort "competitor", das so viel heißt wie "Mitbewerber".

Ein wettbewerbsorientiertes Gehalt aushandeln

  • Will Ihnen der Arbeitgeber einen solchen Verdienst zahlen, dann wird er sich dabei an seinen Mitwettbewerbern orientieren. Das heißt im Umkehrschluss, dass Sie nicht unbedingt erwarten können, einen überdurchschnittlichen Verdienst zu erzielen.
  • Hier ist jedoch auch Verhandlungsgeschick gefragt. Denn durch die Aussagen in der Stellenanzeige, ein "kompetitives Gehalt" zu zahlen, legt sich der Arbeitgeber zunächst nicht auf eine bestimmte Summe fest.
  • Nennen Sie in den Gehaltsverhandlungen aus lauter Bescheidenheit eine sehr niedrige Summe, wird Ihnen ein potenzieller Arbeitgeber eher selten aus freien Stücken mehr anbieten - denn warum sollte er etwas zahlen, was Sie nicht einmal einfordern?
  • Sinnvoll ist es daher, sich zunächst über die wettbewerbs- bzw. branchenübliche Bezahlung zu informieren. Haben Sie Kenntnis davon, was in einer bestimmten Branche in einem bestimmten Tätigkeitsfeld üblicherweise gezahlt wird, können Sie diese Informationen als Orientierungsrahmen für den Einstieg in die Verhandlungen nehmen.

Ein zu kompetitives Verhalten vermeiden

  • Auch bei Verhandlungen über die Bezahlung kann ein goldener Mittelweg richtig sein. Das heißt, dass Sie weder zu bescheiden noch zu forsch auftreten sollten.
  • Wer zu bescheiden auftritt, der erweckt leicht den Eindruck, dass er sich selbst nicht viel zutraut oder meint, dass er eigentlich nicht viel zu bieten hat. Treten Sie hingegen zu forsch auf und fordern Sie gleich das Blaue vom Himmel, könnte Ihnen das als Arroganz ausgelegt werden.

Gehaltsverhandlungen sind nicht jedermanns Sache. Solche Verhandlungssituationen lassen sich allerdings auch üben.

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