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Kompartimierungsregel - Erklärung

Die Begriffe "Kompartimierung" sowie "Kompartimierungsregel" gehören in den Bereich der Biologie, denn sie machen Aussagen über den Aufbau und den Stoffwechsel in einer Zelle.

Biomembrane unterteilen eine Zelle.
Biomembrane unterteilen eine Zelle.

Kompartimierung in einer Zelle - Kurzinfo

  • Unter "Kompartimierung" versteht man in der Biologie die Aufteilung einer Zelle. Dies kann beispielsweise durch sog. Biomembranen geschehen, die den Stoffaustausch regeln, aber auch durch bestimmte chemische Reaktionen. 
  • So entstehen sowohl strukturell als auch biochemisch abgeschlossene Unterräume in dieser Zelle. Diese Räume werden Kompartimente genannt. Sie sind im Großen und Ganzen homogene Bereiche. Alle funktionellen Untereinheiten der Zellen, also die Zellorganellen, sind in diesem Sinne Kompartimierungen der Zelle. Gleichzeitig entstehen durch die Kompartimierungen natürlichen auch größere innere Oberflächen, an denen Reaktionen ablaufen können.
  • Durch die Kompartimierung ist es möglich, dass vielfältige Stoffwechselprozesse in der Zelle sowohl nebeneinander als auch in gewisser Ordnung nacheinander ablaufen können. Nur durch diesen Evolutionsschritt war es überhaupt möglich, dass sich Lebensprozesse komplex ausbilden.

Kompartimierungsregel - das versteht man darunter

  • Anhand von Größe und Organisation unterscheidet die Biologie zwei Arten von Zellen, nämlich prokaryotische und eukaryotische. Dabei sind die Zellen von Bakterien prokaryotisch, während alle anderen Lebensformen aus eukaryotischen Zellen aufgebaut sind.
  • Die eukaryotischen Zellen sind weitaus komplexer und durch die genannten inneren Membranen in viele verschiedene Reaktionsräume bzw. Kompartimente aufgeteilt.
  • Die Biomembranen trennen - und dies besagt die Kompartimierungsregel - Plasma (mit Nukleinsäuren) von Nichtplasma (ohne Nukleinsäuren). Nach dieser Regel werden verschiedene Funktionen in der Zelle voneinander getrennt, also beispielsweise Atmung, die Proteinsynthese oder auch die Transkription.
  • So können nach der Kompartimierungsregel die Konzentrationen verschiedener Stoffe in den einzelnen Unterräumen durchaus unterschiedlich sein. Allerdings werden in diesem hochgeordneten System Transportvorgänge benötigt, sodass ein höherer Energiebedarf als in prokaryotischen Zellen entsteht.
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