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Körperverletzung - Schmerzensgeld erfolgreich einfordern

Nach einer Körperverletzung kann das Opfer vom Täter Schmerzensgeld verlangen. Allerdings gibt es dafür enge Voraussetzungen, damit eine Klage erfolgreich ist.

Für eine Körperverletzung können Sie Schmerzensgeld verlangen
Für eine Körperverletzung können Sie Schmerzensgeld verlangen

Das Gesetz sieht vor, dass das Opfer einer Körperverletzung für die erlittenen Schmerzen und Unannehmlichkeiten entschädigt wird: mit dem sogenannten Schmerzensgeld. Allerdings kann es schwierig sein, den "Wert" von Schmerzen zu bestimmen und damit die Höhe des Schmerzensgeldes festzulegen. Bevor Klage erhoben wird, sollte sich das Opfer deshalb informieren, ob ihm Schmerzensgeld zusteht und in welcher Höhe er für die Körperverletzung Ausgleich verlangen kann.

Wann eine Körperverletzung vorliegt

  • Unter einer Körperverletzung verstehen Juristen einen nicht unerheblichen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit. Das kann durch Gewalteinwirkung passieren, zum Beispiel durch einen Schlag.
  • Ein Anspruch auf Schmerzensgeld kann aber auch durch eine so genannte Gesundheitsschädigung begründet werden: Zum Beispiel, indem dem Opfer Gift verabreicht wird. 

Schmerzensgeld als Genugtuung

  • Das Schmerzensgeld soll dem Opfer der Körperverletzung Genugtuung verschaffen. Die Gerichte streben deshalb an, dass sich Opfer und Täter außergerichtlich auf die Höhe einigen. Nur wenn das nicht klappt, legen die Richter die Höhe des Schmerzensgeldes fest.
  • Die Behandlungskosten und der Verdienstausfall sind für die Berechnung des Schmerzensgeldes unerheblich. Diese Folgen der Körperverletzung werden durch Schadensersatz abgedeckt. Das Schmerzensgeld wird nur für nicht materielle Schäden gezahlt.
  • Bei der Berechnung kommt es vor allem darauf an, wie stark das Opfer beeinträchtigt ist, ob die Schmerzen von Dauer oder sehr stark sind. Es reichen auch psychische Probleme aus. Das Oberlandesgericht Celle hat für verschiedene Fälle die Höhe des Schmerzensgelds in einer Tabelle zusammengestellt.
  • Das Schmerzensgeld fällt geringer aus, wenn dem Opfer der Körperverletzung eine Mitschuld anzurechnen ist, zum Beispiel bei einem Unfall.
  • Kein Schmerzensgeld gibt es für fahrlässige Betriebsunfälle.
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