- 06.02.2012 Elisabeth Meier
Körnerkissen haben viele Vorteile
Als selbst gemachtes Produkt wissen Sie ganz genau, was das Kissen beinhaltet. Sie kennen durch die Nähanleitung den Stoff und seine Eigenschaften und die Körner, die Sie hineingegeben haben. Doch es gibt noch mehr.
- Kaufen Sie die Körner in der Drogerie oder im Bio-Laden. Achten Sie auf gereinigte oder gewaschene Körner, die auf jeden Fall geschält sein sollten. Sie finden Sie eventuell auch im Supermarkt, doch da sollten Sie die Packungsangaben genau lesen. Die Körner stehen überall bei den Backwaren und sind meistens in 1-kg-Packungen erhältlich.
- Für den Anfang und Ihr erstes Körnerkissen reicht so ein Kilo aus, Sie werden den Rest im Haushalt verbrauchen müssen. Wenn Sie sie in der Pfanne ohne Fett anrösten, werden die Körner zu einer leckeren Salatbeilage. Streuen Sie sie einfach darüber. Ob Sie Roggen- oder Weizenkörner wählen oder beide mischen möchten, bleibt Ihnen überlassen.
- Ein Vorteil des Körnerkissens ist, dass die Körner sich Ihrem Körper anpassen, das Kissen ist niemals unbequem, wenn Sie Ihren Nacken darauf legen.
- Da es sich um ein Naturprodukt handelt, ist es auch für die meisten Allergiker geeignet.
- Sie werden das Körnerkissen niemals als unangenehm empfinden, weil es nicht auskühlt und nicht mehr nachheizt. Es kann Ihnen also nie zu heiß werden wie bei einem Heizkissen.
- Sie sind nicht vom Strom abhängig und es kann kein Wasser auslaufen. Das Körnerkissen wird maximal so weit herunterkühlen, wie Ihre Körpertemperatur ist.
- Wenn Sie Bedenken wegen der Sauberkeit haben, oder befürchten, dass das Kissen nass wird, dann wickeln Sie es in ein Handtuch oder in einen Gefrierbeutel und ein Geschirrtuch.
- Sie brauchen vor Bakterien keine Angst zu haben, denn durch das Erhitzen werden alle Bakterien abgetötet.
- Sollte der Bezug nicht mehr nutzbar sein, dann nähen Sie sich einfach ein neues Kissen, denn wie diese Anleitung zeigt, geht das ganz schnell.
Anleitung für den Bezug eines Körnerkissens
Filz ist nur dann als Bezug geeignet, wenn Sie das Körnerkissen nur in geringer Wärme, wie vielleicht bei Babys oder für Haustiere benötigen. Brauchen Sie doch etwas mehr Wärme, dann ist eindeutig ein reiner Baumwollstoff als Bezug besser. Entscheiden Sie sich für eine Größe und eine Form für Ihr Körnerkissen. Sie können das Kissen auch ganz klein nähen, sodass beispielsweise Kleinkinder das Greifen damit üben können. Wählen Sie eine einfache Tierform, dann wird es für die Kleinen spannender. Die kleinen Körnerkissen können aus nur einer Kammer bestehen und bei kleineren Wehwehchen blaue Flecken kühlen und den Bauch bei Bauchweh wärmen, ohne zu schwer zu sein.
- Waschen Sie den Stoff/Filz vor dem Nähen einmal und bügeln Sie ihn. So sind eventuelle Imprägniermittel entfernt und auch Bakterien abgetötet.
- Schneiden Sie also Ihren Stoff oder den Filz in der gewünschten Form und Größe zu. Dabei können nach dieser Anleitung auch beide Seiten des Kissens aus verschiedenen Stoffen genäht werden.
- Sparen können Sie sich eine Naht, indem Sie nun den Stoff oder Filz groß genug zu schneiden und umlegen, so liegt der Stoff/Filz gleich doppelt.
- Zum Nähen drehen Sie den Stoff/Filz auf links. Nähen Sie drei Seiten zu, eine Kissenseite bleibt offen.
- Drehen Sie den Stoff anschließend wieder auf rechts. Die weitere Vorgehensweise hängt davon ab, ob Sie eine schmale oder lange Seite offen gelassen haben.
- Nähen Sie nun die Kammern in der gewünschten Größe ab. Die Kammern werden parallel zur kurzen Kissenseite genäht, deshalb ist es wichtig, welche Kissenseite Sie offen gelassen haben. Wie viele Kammern das Körnerkissen haben soll, hängt von der Größe ab.
- Haben Sie eine der kurzen Seiten offen gelassen, dann füllen Sie zwei bis drei Esslöffel der Körner in den Bezug bevor Sie die erste Kammer abnähen.
- Testen Sie, wie viel Platz diese ersten Körner einnehmen und wie breit die Kammer dann sein kann. Alle Kammern sollten die gleiche Breite die gleiche Menge Körner haben.
- Messen Sie deshalb aus, wie Sie die Breite einteilen können, und merken Sie sich, wie viele Esslöffel Körner Sie hineingegeben haben.
- Füllen Sie nach und nach alle Kammern wie in der Anleitung beschrieben, und nähen Sie am Ende die schmale Seite zu.
- Haben Sie die lange Seite offen gelassen? Dann können Sie den Stoff vor dem Befüllen sofort in gleich große Kammern abnähen, jede Kammer mit Körnern füllen und dann die Längsseite von rechts zunähen - und fertig!
Tipps zum Schluss: Sie können das Körnerkissen in der Mikrowelle, auf der Heizung (dauert nur etwas länger) oder im Backofen aufwärmen. Zum Kühlen wickeln Sie es in Folie oder einen Gefrierbeutel und legen Sie es ins Eisfach - übrigens auch bei Sommerhitze äußerst erfrischend, auch für Tiere. Und dann: Wohlfühlen und gute Besserung!