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Können Spinnen beißen? - Dies sollten Sie über gefährliche Spinnen wissen

Ja, alle Spinnen können beißen - nur ist das nicht immer gefährlich. In Deutschland gibt es nur zwei Arten, die auch bei uns Menschen Beschwerden verursachen können.

Die Kreuzspinne ist Deutschlands meist bekannte Giftspinne.
Die Kreuzspinne ist Deutschlands meist bekannte Giftspinne.

Alle Spinnen können beißen

  • Tatsache ist, dass alle Spinnen beißen können. Das mag beunruhigend wirken. Es sei aber gesagt, dass die meisten Arten über ein zu kurzes oder schwaches Beißwerkzeug verfügen. Damit sind sie nicht in der Lage, überhaupt die Haut eines Menschen zu durchdringen.
  • Unter normalen Umständen gibt es in Deutschland keine Spinne, deren Gift für uns Menschen tödlich oder lebensgefährlich sein kann. Dabei wird aber von einem Erwachsenen und völlig gesunden Menschen ohne Allergien ausgegangen.

Was Sie über deutsche Giftspinnen wissen sollten

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  • In Deutschland gibt es drei Spinnenarten, die bei einem Biss ein Gift injizieren, das auch für den Menschen Folgen hat. Doch Todesfälle sind dadurch bisher keine bekannt. Generell beißen Spinnen nur, wenn sie sich bedroht fühlen.
  • Der Biss der Wasserspinne ist wohl der seltenste, da sie - wir ihr Name schon sagt - ihr Leben im bzw. am Wasser verbringt. Sie lebt vorwiegend in moorigen Gewässern, was das Zusammentreffen mit dem Menschen eher unwahrscheinlich macht. Ihr Biss ist schmerzhaft und in etwa mit dem einer Wespe zu vergleichen. Wenn keine Allergie besteht, sollte das Kühlen der Bissstelle schnelle Linderung verschaffen. 
  • Die bei uns wohl bekannteste Giftspinne ist die Kreuzspinne. Zusammen mit der Wasserspinne wird sie als gering giftig eingestuft. Ihr Biss führt zu einer starken Schwellung und das Gewebe um die Bissstelle kann leichte Lähmungserscheinungen haben. Der Besuch eines Arztes ist in der Regel nicht nötig, die Heilung können Sie mithilfe von kalten Umschlägen beschleunigen.
  • Am unangenehmsten und giftigsten ist die Dornfingerspinne, sie lebt normalerweise nur in den wärmeren Teilen Süddeutschlands. Sie finden sie eher in Waldlichtungen oder hohen Gräsern, doch auch selten schon mal in Häusern. Das Gift verursacht zuerst nur ähnliche Schmerzen wie ein Wespenstich, doch innerhalb kurzer Zeit wird der Schmerz schlimmer und breitet sich über die gesamten Gliedmaßen aus. Die Bissstelle schwillt an und kann sich Rotblau verfärben. Bei empfindlichen Menschen kann es zu Schwindel, Erbrechen und leichtem Fieber kommen. Sollten Sie jedoch schon auf andere Insektenstiche allergische Reaktionen gezeigt haben, kann der Biss einer Dornfingerspinne hohes Fieber und Kreislaufversagen verursachen. Die Symptome sollten innerhalb weniger Tage abklingen. Doch sollten bei Ihnen nach kurzer Zeit starke Beschwerden auftreten, empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt.
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