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Königskerze - die Pflege gelingt so

Die majestätische Königskerze ist eine attraktive Staudenpflanze, aber auch eine vielseitige Heilpflanze. In der Pflege ist sie sehr anspruchslos.

Die Königskerze bedarf keiner besonderen Pflege.
Die Königskerze bedarf keiner besonderen Pflege.

Die zu den Braunwurzgewächsen (Scrophulariaceae) zählende Königskerze besticht mit einem kerzengeraden Wuchs und farbenprächtigen Blüten. Diese erscheinen zwischen Juni und August. Sie sitzen einzeln an der zu zwei Meter hohen Staudenpflanze. Die heilende Wirkung der mehrjährigen Königskerze ist schon seit Jahrhunderten bekannt. 

Pflege dieser imposanten Pflanze

Die Königskerze, auch Weihkraut, Fackelblume oder Marienkerze genannt, bedarf keiner besonderen Pflege, da sie äußerst anspruchslos ist. Sie gedeiht auf normalen Gartenböden ebenso gut wie auf Schuttplätzen oder an Wegrändern.

  • Wählen Sie einen vollsonnigen Standort.
  • Pflanzen Sie sie im Frühjahr.
  • Achten Sie bei hohen Arten auf einen Pflanzabstand von einem Meter.
  • Pflanzung vor einer Hauswand schützt vor Umknicken bei stärkerem Wind.
  • Achten Sie auf einen durchlässigen und nährstoffarmen Boden, wobei sich auch kalkhaltige Böden eignen.
  • Als Substrat für Kübelpflanzung handelsübliche Blumenerde mit Kompost mischen.
  • Königskerze ist sehr trockenheitsverträglich, demzufolge nur in längeren Trockenperioden mäßig gießen.
  • Bei der Pflege Staunässe vermeiden, sonst droht Wurzelfäule.
  • Im zeitigen Frühjahr, zu Beginn der Vegetationszeit, einen Volldünger verabreichen.
  • Vermehrung durch Aussaat im Haus nach Samenreife im Herbst möglich.

Königskerze - Bedeutung als Heilpflanze

Von der Königskerze eignen sich drei Arten für arzneiliche Zwecke. Das ist die Großblumige (Verbascum densiflorum), die Kleinblumige (Verbascum thapsus) und die Gemeine Königskerze (Verbascum phlomoides).

Die Großblumige erkennen Sie an den wollig behaarten Stängeln und den grauweißen, gekerbten Blättern. Die Kleinblumige hat kleinere, kürzer gestielte Blüten. Die gemeine Königskerze besitzt flachere Blüten und ganzrandige Blätter.

Für Heilzwecke nutzt man überwiegend die Blüten, die sich bei allen drei Arten zwischen Juli und September bilden. Sie sind reich an wertvollen Schleimstoffen und sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden, Saponinen und Iridoiden sowie Invertzucker. Letzterer ist ein Gemisch aus Traubenzucker und Fruchtzucker. Diese Wirkstoffe finden überwiegend bei Erkrankungen der Atemwege in Form von Teeaufgüssen Verwendung.

Blüten selbst sammeln

Sie können getrocknete Blüten in der Apotheke kaufen oder zwischen Juli und August sammeln. Man sammelt die geöffneten grellgelben Blüten ohne den grünen Blütenkelch. Der beste Zeitpunkt hierfür ist während der Mittagszeit, dann sind die Wirkstoffe am intensivsten.

Nach der Ernte können Sie die Blüten frisch verwenden oder trocknen. Trocknen Sie diese schnell und direkt nach der Ernte, denn sie werden sehr schnell braun.

Das Gleiche passiert auch, wenn Sie die Blüten falsch lagern, sie verfärben sich braun und verschimmeln. Dann dürfen Sie sie nicht mehr verwenden. Lagern Sie diese am besten trocken, in lichtundurchlässigen Gefäßen.

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