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Kölsche Weisheiten - im Handumdrehen erklärt

Die Kölner sind der Prototyp der rheinischen Frohnatur und bekannt für ihre Toleranz und Offenheit. Ihre kernigen Sprüche beschränken sich dabei nicht nur auf die närrischen Tage und den reichlichen Einfluss des obergärigen Kölschs. Im Laufe der Jahrhunderte hat der Volksmund zahlreiche kölsche Weisheiten hervorgebracht, über deren Tiefgründigkeit Sie hier mehr erfahren können.

Kölner sind der Prototyp rheinischer Frohnaturen.
Kölner sind der Prototyp rheinischer Frohnaturen.

Kölsche Weisheiten für fast jede Lebenslage

  • Et es wie et es. („Es ist, wie es ist.“) - Damit ist gemeint, dass nur die Gegenwart für Sie zählen sollte. Die Vergangenheit ist vorbei, was in der Zukunft noch alles auf Sie zukommen wird, ist offen. Konzentrieren Sie sich auf das Hier und Jetzt, das es zu akzeptieren gilt. Machen Sie das Beste daraus.
  • Et kütt wie et kütt. („Es kommt, wie es kommt.“) - Seien Sie offen für das, was auf Sie zukommt. Das Schicksal wird seinen Lauf nehmen und nicht immer können Sie die Entwicklung einer bestimmten Sache beeinflussen. Vertrauen Sie auf sich, dann brauchen Sie keine Angst vor der Zukunft zu haben.
  • Et hätt noch immer joot jejange. („Es ist noch immer gut gegangen.“) - Auch in der größten Not sollten Sie auf sich vertrauen. Was auch passiert, die Welt wird nicht untergehen und Sie werden aus Ihren Erfahrungen lernen. Hinter allem steckt ein tieferer Sinn.
  • Wat fott es, es fott. („Was weg ist, ist weg.“) - Das Leben ist ein ständiger Fluss, ein Kommen und Gehen. Lernen Sie, Dinge loszulassen und akzeptieren die Vergänglichkeit. Jammern Sie nicht und blicken stattdessen nach vorne.
  • Nix bliev wie et wor. („Es bleibt nichts, wie es war.“) - Öffnen Sie sich den Veränderungen, die Ihnen in Ihrem Leben entgegenkommen werden und nehmen sie im Vertrauen auf sich selbst an.
  • Jede Jeck is anders. („Jeder hat seine eigene Macke.“) - Die Welt ist kunterbunt und jeder Mensch ist anders. Akzeptieren Sie Ihre Mitmenschen, auch, wenn Sie ihr Verhalten nicht immer verstehen können. Üben Sie Toleranz.
  • Maach et joot, äver nit zo off. („Mach es gut, aber nicht zu oft.“) - Vergnügen Sie sich, achten dabei aber auf das rechte Maß und Ihre Gesundheit. Übertreiben Sie nicht.
  • Mer muss och jönne könne. („Man muss auch gönnen können.“) - Freuen Sie sich über das Glück Ihrer Mitmenschen und gönnen Sie ihnen, die Freude in vollen Zügen zu genießen. Neid und Eifersucht vermiesen Ihnen nur die eigene Stimmung.
  • Do laachs de desch kapott. („Da lachst Du Dich kaputt.“) - Vergessen Sie das Lachen nicht. Mit Humor kommen Sie leichter durchs Leben. Lachen Sie auch mal über sich selbst.
  • Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet. („Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, weg damit.“) - Werden Sie misstrauisch, wenn Neuerungen überhandnehmen. Viel hilft nicht immer viel.

Kölsche Weisheiten eignen sich auch als Universalfragen

Kölsche Weisheiten helfen nicht nur in schwierigen Lebenssituationen, sondern tragen auch zu einer Vereinfachung der Kommunikation bei.

  • Wat wellste maache? („Was willst Du machen?“) - Das Schicksal hält viele Überraschungen für Sie bereit und nicht immer werden Sie Einfluss auf die Geschehnisse nehmen können. Akzeptieren Sie diese Situationen und hadern nicht mit Ihrem Schicksal.
  • Wat soll dä Quatsch? („Was soll der Quatsch?“) - Versuchen Sie, Sinn und Zweck von Dingen und Begebenheiten zu verstehen. Hinterfragen, bezweifeln, kritisieren Sie und schärfen so Ihren Verstand.
  • Drinkste ene met? („Trinkst Du einen mit?“) - Seien Sie gastfreundlich und helfen Menschen in der Not. Dann wird auch Ihnen in der Not geholfen werden.

Wenn Sie noch mehr über Kölsche Weisheiten erfahren wollen, dann werden Sie hier sicher fündig werden: Akademie für ons kölsche Sproch.

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