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Knochenmessung - was ist das?

Gelegentlich empfiehlt der Hausarzt seinen Patienten ab einem gewissen Alter, sich zur Knochenmessung beziehungsweise einer Knochendichtemessung zu begeben. Viele Patienten wissen allerdings nicht, was mit einer Knochenmessung gemeint ist. Wenn es Ihnen ebenso ergeht, erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wichtige.

Beim Röntgen der Hüfte Auffälligkeiten erkennen
Beim Röntgen der Hüfte Auffälligkeiten erkennen

Das ist die Knochenmessung

  • Wenn man von einer Knochenmessung spricht, meint man im Allgemeinen eine Knochendichtemessung. Mithilfe dieses Verfahrens soll eine Osteoporose nachgewiesen werden. Bei dieser Krankheit werden die Knochen brüchiger, da sie an Festigkeit verlieren.
  • Eine Knochendichtemessung müssen Sie meistens selbst bezahlen, da sie zu den sogenannten IGeL, den "individuellen Gesundheitsleistungen", gehört. Wenn Ihr Arzt allerdings einen begründeten Verdacht hat, dass bei Ihnen eine ausgeprägte Osteoporose vorliegt, wird die Knochenmessung von den Krankenkassen übernommen. Sprechen Sie daher unbedingt Ihren behandelnden Arzt darauf an, wie sich die Kostenübernahme gestaltet.
  • Häufig wird die Knochendichtemessung mit einer Zwei-Spektren-Röntgenabsorptiometrie (DXA) durchgeführt, bei der die untere Wirbelsäule sowie die Hüfte geröntgt werden. Ist Ihre Knochendichte verringert, zeigen sich die veränderten Knochen unterschiedlich. Da diese Methode sehr häufig durchgeführt wird, gibt es zahlreiche Vergleichsdaten, sodass die Befunde relativ zuverlässig sind. Auch geringe Veränderungen lassen sich mit DXA feststellen.
  • Im Alter von etwa 30 Jahren befindet sich Ihr Körper an seinem Maximum; danach lassen alle Funktionen allmählich nach. Auch die Zellen, die den Knochen aufbauen, arbeiten langsamer. Circa ab dem 40. Lebensjahr kann es zu einer verringerten Knochendichte kommen, ohne dass diese zwingend einen Krankheitswert hat.

Als gefährdet, an Osteoporose zu erkranken beziehungsweise bereits eine verringerte Knochendichte zu haben, gelten Sie:

  • Wenn es bei Ihnen schon zu Brüchen der Wirbelkörper gekommen ist. 
  • Bestimmte Medikamente, wie Kortison oder Hormone, können zu einer Osteoporose führen. Fragen Sie Ihren Arzt, ob Ihre Arzneimittel das Risiko steigern.
  • Rauchen ist ein Faktor, durch den die Versorgung der Knochen eingeschränkt werden kann. Eine Knochenmessung bei Rauchern im Rentenalter kann daher eine Osteoporose anzeigen.
  • Auch wenn in Ihrer Familie Osteoporose oder Oberschenkelhalsbrüche bekannt sind, ist das Risiko bei Ihnen erhöht.

Einer Osteoporose vorbeugen

Damit in einer Knochenmessung möglichst kein auffälliger Befund auftaucht und bei Ihnen eine Osteoporose diagnostiziert wird, können Sie einiges unternehmen, um Knochenbrüche aufgrund von Osteoporose zu vermeiden:

  • Zum einen sollten Sie sich ausgewogen ernähren. Über die Nahrung können Sie alle notwendigen Nähr- und Mineralstoffe aufnehmen, die Sie benötigen. Dies setzt natürlich voraus, dass Ihr Verdauungssystem funktioniert. Im Allgemeinen brauchen Sie dann keine Nahrungsergänzungsstoffe, um Ihren Vitamin- und Mineralstoffhaushalt auszugleichen.
  • Vitamin D ist ebenfalls wichtig, damit Kalzium in den Knochen aufgenommen werden kann. Vitamin D bildet Ihr Körper allerdings selbst, wenn Sie sich im Freien aufhalten. Planen Sie täglich einen halbstündigen Spaziergang, auch bei Bewölkung oder Regen ein. Ihre Knochen werden es Ihnen danken.
  • Durch Bewegung und Sport bauen Sie Muskeln auf, die Ihre Knochen stützten. Zusätzlich kommt es zu einer verbesserten Durchblutung, wovon auch Knochen profitieren. Bewegen Sie sich regelmäßig, trainieren Sie außerdem Ihre Koordination, sodass Sie nicht so schnell stützen und dadurch Knochenbrüche provozieren.
  • Nikotin und Alkohol sollten Sie meiden, da sie die Knochenversorgung einschränken.

Mit diesen Maßnahmen können Sie Ihren Körper unterstützen, die Knochendichte aufrechtzuerhalten, sodass eine Knochenmessung unauffällig bleibt. 

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