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Kniegelenkschmerzen - was tun?

Seit einiger Zeit schon haben Sie starke Schmerzen in Ihrem Kniegelenk. Sie können kaum auftreten und das Treppensteigen fällt Ihnen schwer. Jetzt wird es Zeit, etwas gegen Ihre Kniegelenkschmerzen zu unternehmen. Was Sie tun können, das erfahren Sie hier.

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Lindern Sie Ihre Kniegelenkschmerzen durch Hausmittel.
Lindern Sie Ihre Kniegelenkschmerzen durch Hausmittel.

Was Sie benötigen:

  • täglich 1 Esslöffel Leinsamenöl
  • entzündungshemmende Salbe
  • 1 Rolle Verband
  • 1 Kompresse
  • Bewegung

Diagnose - wo befinden sich Ihre Kniegelenkschmerzen

  • Hier unterscheidet man unter vorderen oder äußeren Kniegelenkschmerzen sowie inneren Kniegelenkschmerzen und dem Kniekehlenschmerz. Wo schmerzt es Sie genau?
  • Die vorderen Kniegelenkschmerzen umfassen den vorderen Bereich des Kniegelenks sowie den vorderen Bereich des Oberschenkels und den vorderen Bereich des Unterschenkels, die Kniescheibe, die Patellar- und die Quadrizepssehne sowie den vorderen Kniegelenkspalt. Bei den äußeren Kniegelenkschmerzen sind das Außenband, das Wadenbeinköpfchen, die äußeren Ober- und Unterschenkel mit den umgebenden Weichteilen und dem äußeren Kniegelenkspalt betroffen
  • Die inneren Kniegelenkschmerzen werden verursacht durch den inneren Kniegelenkspalt, die inneren Ober- und Unterschenkel und der umgebenden Weichteile, während beim Kniekehlenschmerz die Gelenkkapsel, der hintere Ober- und Unterschenkel und die umgebenden Weichteile dazu gehören. Jetzt können Sie Ihren Schmerz differenzieren und besser "orten". Ursachen für Ihre Kniegelenkschmerzen können sein: Übergewicht, bakterielle Infektionen, Arthrose, Arthritis, rheumatoide Arthritis, Meniskusschäden, Borreliose durch einen Zeckenbiss, innere oder äußere Bänderrisse oder ein Kreuzbandriss. Arthrosen entstehen häufig durch einen Gelenkverschleiß, bei dem die Knorpelauflagen durch fehlende Nährstoffe und Schmierstoffe zerstört werden und es dadurch zu schmerzhaften Ablagerungen in Ihrem Kniegelenk kommen kann
  • Auf keinen Fall ersetzt eine Selbstdiagnose den Besuch zur genauen Abklärung bei Ihrem Arzt. Nur der Arzt kann genau sehen, was in Ihrem Kniegelenk passiert und eine entsprechende Therapie einleiten

Was Sie gegen Ihre Schmerzen im Knie tun können

  • Vorbeugend täglich ein Esslöffel hochwertiges Leinsamenöl verringert, auf Dauer eingenommen, Ihre Kniegelenkschmerzen deutlich. Dieses besondere Öl sorgt nämlich für ausreichend Gelenkschmiere in Ihrem Kniegelenk.
  • Geringe Kniegelenkschmerzen (akut) mit einer Schwellung können deutlich reduziert werden durch Auflegen eines Eispacks mehrmals am Tag für 15 bis 20 Minuten. Im Akutfall kann durch die Einnahme von Arnika (Apotheke) schon einer Schwellung vorgebeugt werden. Im gleichen Zeitraum sollten Sie Ihr Kniegelenk ruhen lassen. Laufen Sie also nicht ständig umher und belasten Sie Ihr Knie nicht. Am besten legen Sie sich hin, geben ein Kissen unter Ihr Knie und positionieren Ihr Knie etwas über Ihrem Herzen. Aber nicht zu hoch, um die Leistenarterie nicht abzudrücken
  • Sind die Schmerzen in Ihrem Kniegelenk schlimmer, reiben Sie Arnika-Salbe in Ihr Kniegelenk ein und nehmen Sie eine Kapsel Teufelskralle zusammen mit einer Kapsel hoch dosiertem Vitamin E oral ein. Diese beiden Kapseln zusammen wirken wie eine 50 mg Diclofenac Schmerztablette. Alternativ können Sie auch eine Salbe mit dem Wirkstoff Diclofenac auf eine Kompresse geben und auf die schmerzende Stelle an Ihrem Kniegelenk legen. Wickeln Sie danach einen Verband über die Kompresse, damit die diese nicht verrutscht
  • Eine Kniegelenkbandage wirkt unterstützend und schmerzentlastend, lassen Sie sich eine solche Bandage von Ihrem Orthopäden verschreiben. Beachten Sie jedoch, dass eine Bandage nie zum täglichen Dauergebrauch gedacht ist, weil sie Ihre Muskeln auf Dauer schwächt, sondern lediglich zu Ihrer Unterstützung dient. Und auch wenn es schmerzt: Ihre Kniegelenke müssen täglich durchbewegt werden. Gehen Sie also täglich mindestens eine halbe Stunde spazieren.
  • Bei sehr starken Schmerzen wird Ihr Arzt auf geeignete Therapien zurückgreifen. Diese könnten sein: Cortisoninjektionen, Hyaluronsäurespritzen, Physiotherapie (Ultraschall, Kryotherapie, Dehnübungen, Kältetherapie, elektrische Stimulation), Arthroskopie oder das Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks.

Häusliche Umbauten erleichtern chronische Kniegelenkschmerzen

  • Einige von Ihnen haben bereits Arthrose, das sind nicht mehr heilbare Veränderungen in Ihrem Kniegelenk. Ist Ihr Kniegelenkknorpel einmal kaputt, verursacht er unsagbare Kniegelenkschmerzen. Schaffen Sie sich deshalb ein Paar Erleichterungen im Alltag.
  • Erhöhen Sie Ihr Bett und Ihre Couch um wenige Zentimeter. Das ist eine Arbeit, die sich lohnt, denn dann müssen Sie nicht mehr "von unten heraus" aufstehen, das erleichtert Ihnen das Aufstehen sehr und Sie vermeiden größere Schmerzen in Ihren Kniegelenken und in Ihrem Rücken. Im Sitzen sollte dabei ein rechter Winkel entstehen und Sie dürfen dabei nicht zu tief in die Polster oder die Matratze einsinken. Beachten Sie aber dabei, dass die Beine im Sitzen nicht in der Luft hängen.
  • Achten Sie bei Ihrer nächsten Badrenovierung darauf, eine höhere Toilettenschüssel zu erwerben. Diese sind in jedem Baumarkt erhältlich. Befestigen Sie außerdem in Ihrer Badewanne, an einer für Sie strategisch wichtigen Stelle, einen Haltegriff zum Aufstehen aus der Wanne. Optional wäre auch ein Wannenlift gut, jedoch nimmt dieser viel Platz ein und ist zudem sehr teuer.

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