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Knicklichter - Wissenswertes zu Inhalt und Aufbau

Das Leuchten entsteht durch eine chemische Reaktion.
Das Leuchten entsteht durch eine chemische Reaktion.
Knicklichter kennen Sie sicherlich als Partydekoration, als Partyarmbänder oder -ketten. Auch werden diese Lichter zum Angeln oder selten als Notbeleuchtung eingesetzt. Doch wie entsteht das Leuchten und welchen Inhalt haben diese Lichter?

Knicklichter sind auch unter dem Namen Leuchtstäbe bekannt. Sie leuchten ganz ohne eine externe Energiequelle in den verschiedensten Farben. Mithilfe einer chemischen Reaktion wird das Leuchten, die sogenannte Chemolumineszenz hervorgerufen. Dabei kann die Farbe durch den Einsatz verschiedener Chemikalien variiert werden.

Aufbau von Knicklichtern

  • Durch den besonderen Aufbau der Knicklichter läuft die chemische Reaktion, die das Leuchten verursacht, erst nach mechanischer Einwirkung ab.
  • Ein Leuchtstab besteht aus zwei Röhrchen. Das innere kleine Röhrchen ist aus zerbrechbarem dünnem Glas. Das äußere Röhrchen besteht aus einem stabilen und flexiblen Kunststoff.
  • In dem Glasröhrchen befindet sich eine Chemikalie, die für die Chemolumineszenz unabdringbar ist: H2O2, auch Wasserstoffperoxid genannt. Zwischen dem Glasröhrchen und dem Kunststoffröhrchen befindet sich eine Lösung mit einem fluorizenfähigen Stoff, auch Fluoreszer genannt, und einem Oxalsäureester.
  • Durch Knicken der Knicklichter zerbricht das Glasröhrchen und dessen Inhalt fließt in die umliegende Lösung. Dadurch tritt unmittelbar die chemische Reaktion ein, bei der Licht freigesetzt wird. 

Inhalt der Röhrchen und chemische Reaktion

  • Der Inhalt der Glasröhrchen ist, wie bereits erwähnt, Wasserstoffperoxid.
  • In der Lösung zwischen den Röhrchen befinden sich Oxalsäureester. Zusammen mit dem Wasserstoffperoxid reagiert dieser Stoff in einer Peroxyoxalat-Chemoluminizenz. Am häufigsten werden die Stoffe DNPO und TCPO eingesetzt.
  • Durch die Reaktion werden fluorizenfähige Stoffe angeregt, sodass sie Licht in einer bestimmen Wellenlänge abgeben. Durch verschiedene fluorizenfähige Stoffe können verschiedene Farben erzeugt werden.
  • Einige Beispiele für diese Stoffe sind das blau leuchtende 9,10-Diphenylanthracen, das grüne 9,10-Bis(phenylethinyl)anthracen, das gelb strahlende Rubren oder das rote Rhodamin 6G .
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