Alle Kategorien
Suche

Knappe Güter - Beispiele und Folgen der Knappheit

Knappe Güter sind anders als sogenannte freie Güter nicht in dem Maße vorhanden, dass zum beobachteten Zeitpunkt der Bedarf gedeckt werden kann. Was das bedeutet, können Sie an Beispielen nachvollziehen.

Auch Wasser ist ein knappes Gut.
Auch Wasser ist ein knappes Gut. © Lars_Kunze / Pixelio

Freie und knappe Güter

  • Ob es sich um freie oder knappe Güter handelt, hängt vom jeweiligen Zeitrahmen und vom Ort ab. Oft werden Luft und Wasser als Beispiele für freie Güter bezeichnet, aber wenn Sie sich die Luft in einer Raumstation ansehen, dann ist diese dort kein freies Gut, es muss mit dieser gewirtschaftet werden, Sie können zum Beispiel nicht länger als geplant oder mit mehr Menschen als geplant die Station nutzen. Auch muss die Luft beschafft werden.
  • Auch Wasser nicht unbedingt ein freies Gut, denn Wasser ist schon lange Handelsware. Sie bekommen Ihr Trinkwasser nicht gratis geliefert. Wasser kann in der heißen Jahreszeit schnell zu den sehr knappen Gütern zählen und wird sogar rationiert, denken Sie nur an das Verbot den Rasen zu gießen, das zeitweise im Sommer verhängt wird.
  • Auf der anderen Seite können auch knappe Güter zu einer bestimmten Zeit zu freien Gütern werden. So kann eine Rekordernte durchaus dazu führen, dass mehr Äpfel vorhanden sind, als benötigt werden. Da im engeren Sinne bei freien Gütern keine Bewirtschaftung stattfindet, also auch keine Anpflanzung von Obstbäumen, sind Äpfel in de Sinn kein freies Gut, aber ein Überangebot an Brombeeren im Wald schon.

Beispiele für Folgen der Knappheit

  • Wenn Sie das Beispiel vom Wasser nehmen, sehen Sie, dass eigentlich kein Gut auf Dauer als freies Gut angesehen werden kann. Als der Planet Erde noch dünn besiedelt war, gab es ein Überangebot in großen Mengen, weil das, was der Erde entnommen werden konnte, immer mehr war, als die Bewohner des Planeten brauchten.
  • Angenommen es hätte nie einen Mangel gegeben, dann hätte es vermutlich auch keine Evolution gegeben. Vermutlich wäre der Mensch nicht entstanden. Es hätte auch einen technischen Fortschritt gegeben. Nur die Knappheit der Güter hat den Menschen, Ackerbau zu betreiben, statt weiter nur Nahrung zu sammeln.
  • Knappe Güter sind immer Wirtschaftsgüter, denn diese müssen auf die Nachfrager verteilt werden. In der Marktwirtschaft wird die Verteilung über den Preis gesteuert. Zum Beispiel wird das knappe Gut Stuhl so teuer angeboten, dass immer weniger Menschen einen Stuhl haben möchten. Somit entsteht automatisch ein Marktgleichgewicht.
  • Problematisch wird es, wenn knappe Güter gleichzeitig lebensnotwendige Güter sind. Auch wenn der Preis für Wasser noch so hoch ist, werden die Menschen Wasser nachfragen. Ähnliches ist mit Nahrungsmitteln wie Brot, Reis oder Kartoffeln. Über den Preis kann zwar die Nachfrage von Reis auf Kartoffeln umgelenkt werden. Es ist aber nicht möglich, die Nachfrage nach Nahrungsmitteln komplett zu senken. In dem Fall greifen die üblichen Verteilungsmittel über den Preis und auch oft staatliche Maßnahmen wie Lebensmittelkarten nicht. Um diese knappen Güter wird auch gekämpft.

Sie sehen es gibt eigentlich nur noch knappe Güter und die Knappheit der eine Art Motor, die Entwicklungen in Gang hält.

Teilen: