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Klickparkett selbst verlegen - so macht man es richtig

Klickparkett erfreut sich wachsender Beliebtheit. Es muss nicht verklebt werden, lässt sich einfach verlegen und ist bei Bedarf wieder demontierbar. Es werden mannigfache Designs und Formen angeboten. Hier soll gezeigt werden, wie Sie es richtig handhaben. Nach der ersten Reihe geht es leicht und flüssig von der Hand.

Zeigen Sie beim Klickparkett, was Sie können!
Zeigen Sie beim Klickparkett, was Sie können!

Was Sie benötigen:

  • eine scharfe Säge, auch Handkreissäge
  • Klötzchen aus dem Baumarkt
  • Keile aus dem Baumarkt
  • Holz- oder Gummihammer
  • Richtlatte/lange Wasserwaage

So können Sie Klickparkett selbst verlegen

  • Sie haben eine ebene, trockene, massive Bodenfläche?  -  Dann steht der Vollendung Ihres Fußbodens mit Klickparkett nichts mehr im Wege. Soll das Parkett allerdings auf Fußbodenheizung verlegt werden, müssen Sie es vollflächig verkleben.
  • Zur Verminderung von Trittschall legen Sie die Fläche mit handelsüblicher Trittschalldämmung aus. Sie muss nicht verklebt werden. Bei Fußbodenheizung entfällt die Trittschalldämmung. Sie würde nur die Wärmeleitung bremsen.
  • Legen Sie sich das Klickparkett gemischt aus verschiedenen Packungen zurecht, Sie vermeiden damit flächige Farbdifferenzen. 
  • Die erste Reihe, die an der Wand liegt, muss bearbeitet werden: Die Nut wird mit der Handkreissäge entfernt. Damit vermeiden Sie ein Abbrechen des Randes, wenn er belastet wird. Die erste Paneele muss also auf 2 Seiten beschnitten werden.
  1. Beginnen Sie mit dem Klickparkett links, sodass Sie zwei Seiten mit Feder sehen. Dann arbeiten Sie sich nach rechts vorwärts, indem die nächste Paneele leicht angehoben und in dieser Stellung eingeklickt wird. Achten Sie auf absolut gerade Kanten beim Klickparkett, immer eine Richtlatte anlegen. Die letzte Paneele muss fast immer geteilt werden. Hier ist wichtig, dass Sie dem Fußboden allseitig etwa 6-8 mm Luft bis zur Wand lassen, also nicht passgenau sägen! Die Fläche des Klickparketts "arbeitet" unter wechselnden Temperaturen. Kann sie sich nicht ausdehnen, kommt es zu Verwerfungen. Den Spalt an der Wand sollte man mit Klötzchen fixieren, die noch unfertige Fläche verschiebt sich leicht. Jedes Paneel schlagen Sie mit leichten Schlägen mit dem Holzhammer + Ansetzklötzchen zusammen, bis keine Fuge mehr zu sehen ist, nicht weiter! Nie direkt auf die Feder schlagen, das Ansetzklötzchen sollte nicht breiter als das Klickparkett sein.
  2. Jetzt kommt die 2. Reihe des Klickparketts dran: sie beginnt mit dem Rest der 1. Reihe. Haben Sie nur wenige Zentimeter Rest, müssen Sie ein neues Paneel teilen, sodass die kurzen Fugen nie nahe beieinander liegen. Klicken Sie die lange Seite, soweit vorhanden, zuerst ein, und zwar nahe am vorherigen Paneel. Drücken Sie das Paneel herunter, und jetzt schlagen Sie es wieder mit Hilfe des Ansetzklötzchens in die kurze Feder, bis der Spalt im Klickparkett verschwunden ist.
  3. Diese Prozedur wiederholt sich bis zur letzten Reihe des Klickparketts. Dann muss wieder, genau wie am Anfang, der Spalt zur Wand eingehalten werden, und die Paneele müssen passend gesägt werden. Messen Sie dabei an mehreren Stellen zur Wand, vielfach stehen Wände nicht absolut winklig, sodass man schräg sägen muss.
  4. Das letzte Teil Klickparkett bereitet mitunter mehr Probleme, weil man dort keinen Platz mehr hat, um zu schlagen. Ein Trick besteht darin, dass ein Helfer die ganze Ecke leicht anhebt, damit man eine Seite des Klickparketts einklicken kann, um dann mit Hilfe eines Nageleisens den letzten Klick zu vollenden. Soll geklebt werden, hilft wohl nur, die Feder teilweise zu stutzen, bzw. zu entfernen. Schließlich wird der Spalt mit passender Scheuerleiste abgedeckt, fertig! Gutes Gelingen und viel Freude am neuen Klickparkett!  
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