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Kleinwindkraftanlagen zum Eigenbedarf nutzen - so klappt's

Neben dem Trend zu immer größeren Windrädern gibt es auch einen Boom von Kleinwindkraftanlagen, die für den Eigenbedarf eingesetzt werden. Aber nicht alle Kleinwindkraftanlagen sind für jeden geeignet.

Lohnt sich eine Kleinwindkraftanlage für Sie?
Lohnt sich eine Kleinwindkraftanlage für Sie?

Grundsatzüberlegungen zu  Kleinwindkraftanlagen

  • Bevor Sie sich Gedanken über Kleinwindkraftanlagen machen, sollten Sie die jährliche durchschnittliche Windgeschwindigkeit in dem Gebiet kennen, in dem Sie eine der Kleinwindkraftanlagen aufbauen wollen. Erst wenn Sie diese kennen, macht es Sinn, sich Gedanken darüber zu machen, wie es mit dem Wind konkret am Aufstellungsort aussieht. Besonders bei schwierigen Lagen, mit umliegender Bebauung oder hohen Bäumen sollten Sie einen Fachmann fragen, mit welchen Windverhältnissen zu rechnen ist oder über einen längeren Zeitraum selber die Windgeschwindigkeit messen.
  • Es gibt verschiedene Systeme bei Kleinwindkraftanlagen, wichtig ist für Sie vor allen Dingen die Leistung in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit, vergleichen Sie also die Leistungsdiagramme der verschiedenen Anlagen, damit Sie einen Überblick bekommen,  wie viel Strom Sie über Kleinwindkraftanlagen erzeugen können.
  • Achten Sie auch darauf, ob Gleichstrom oder Wechselstrom erzeugt wird und welche Voltzahl die Anlage üblicherweise bietet. Kleine portable Kleinwindkraftanlagen sind weniger für den festen Einsatz am Haus gedacht, als vielmehr, um in Gärten oder auf Boten eine geringe Stromversorgung zu erreichen.
  • Wenn Sie Strom von Kleinwindkraftanlagen ins öffentliche Stromnetz einspeisen wollen, müssen die Spannungsschwankungen die bei Windkraft immer bestehen, elektronisch ausgeglichen werden. Derzeit bekommen alle, die Strom aus Windkraft einspeisen, die gleiche Vergütung von bis zu  9,2 Cent je Kilowattstunde. Sie können also überschüssigen Strom aus Kleinwindkraftanlagen auch verkaufen.

Bau von Mini-Windkraftwerken

  • Bevor Sie sich eine der vielen Kleinwindkraftanlagen zulegen, müssen Sie sich erst sicher sein, dass Sie diese am vorgesehenen Platz auch errichten dürfen.  Je nach Bundesland oder örtlichen Bauvorschriften sind Kleinwindkraftanlagen genehmigungsfrei oder es müssen Bauanträge gestellt werden - wie bei den großen Anlagen. Fragen Sie also auf jeden Fall beim Bauamt nach, das für Sie zuständig ist, bevor die eine solche Anlage planen.
  • Auch wenn Sie in Ihrer Gemeinde keine Genehmigung für Kleinwindkraftanlagen benötigen, kann es unter Umständen ein Problem damit geben, wenn sich Nachbarn darüber beschweren, eine Beeinträchtigung des Stadtbildes reklamiert wird oder die Anlage zu laut ist. Entscheiden Sie sich zur Sicherheit nur für Anlagen, bei denen Ihnen ein bestimmter, maximaler Geräuschpegel zugesichert wird und stellen Sie sicher, dass Sie diesen "Lärm" auf Dauer machen dürfen. Meist liegt die Grenze bei 45 dB, wobei nachts 35 dB üblich sind, viel Kleinwindkraftanlagen erreichen aber 55 dB und mehr.

Bedenken Sie bei Bau von Kleinwindkraftanlagen, dass diese den Unterbau in Schwingungen versetzen können. Stellen Sie sicher, dass davon keine Belastung für ein Gebäude ausgehen kann, wenn Sie eine solche Anlage zum Beispiel auf einem Dach installieren.

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