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Kleinplastik - Definition

Sie wissen sicher, was "plastisch" ist, und was "klein" ist, gibt Ihnen auch keine großen Rätsel auf. Aber damit wissen Sie leider nicht automatisch, was eine Kleinplastik ist. Denn dieser Begriff hat im Bereich der Kunst, und zwar der bildenden Kunst, eine besondere Definition. Und diese haben Sie sicher nicht mit der Muttermilch aufgesogen. Aber das lässt sich in ein paar Leseminuten ändern.

Eine Kleinplastik würde in diesen Schaukasten hineinpassen.
Eine Kleinplastik würde in diesen Schaukasten hineinpassen.

Definition einer Plastik 

  • Plastik ist auch ein Fachbegriff im Bereich der Kunst. Eine Plastik ist ein dreidimensionales Gebilde.
  • Anders als eine Skulptur erkennen Sie eine Plastik daran, dass sie nicht aus einem Ausgangsmaterial herausgehauen, geschnitten oder geschnitzt wurde, sondern gegossen wurde, und zwar aus Bronze, Beton oder einem anderen geeigneten Material. Sie kann auch einfach nur geformt worden sein.
  • Was die Materialien angeht, kann jedes erdenkbare Material verwendet werden, vorausgesetzt, Sie können es formen. Sie können beispielsweise Gips verwenden. Auch Stahl lässt sich zu Plastiken verarbeiten. Pappmaché oder Knete sind dankbare Ausgangsmaterialien für die heimische Künstlerwerkstatt. Was auch immer Sie formen können, und sei es Matsch, können Sie auch als Ausgangsmaterial verwenden, wenn Sie eine Kleinplastik oder eine größere Plastik gestalten wollen.

Was als Kleinplastik gilt

  • Der Begriff Kleinplastik ist nicht geschützt. Deshalb finden Sie keine Definition, die so eindeutig wäre wie die Aussage: "Eins plus Eins ist Zwei".
  • Eine hilfreiche Definition ist es, Kleinplastiken als dreidimensionale Werke zu bezeichnen, die in einer Vitrine Platz finden. Sie können sich ganz gut eine Anschauung von dem Raum machen, den sie einnimmt, wenn Sie sich mit dem Begriff "Vitrinenplastik" behelfen.
  • Das Wort klassisch ist ein Wort, welches oft benutzt wird. In vielen Fällen wird der …

  • Hilfreich ist es auch, sich das Gegenteil einer Kleinplastik vor Augen zu halten, also monumentale Plastiken. Die Nanas von Niki de Saint Phalle etwa sind alles andere als Kleinplastiken. (Eine gigantische, bunte Frauenfigur war so riesig, dass die Vagina als Tür diente.)
  • Winzige Plastiken von Elefanten, die in eine Hülsenfrucht passen und im Durchmesser keinen Zentimeter erreichen, rechnen hingegen zu den Kleinplastiken. Den Begriff Mikroplastik oder Miniplastik gibt es nicht.

Kleinplastiken anschauen können Sie sich beispielsweise auf einer Triennale für Kleinplastik.

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