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Kleidermotten in Baumwolle - so bekämpfen Sie die Schädlinge

Wenn Sie Löcher in Ihrem Lieblingspulli finden, ist es meist schon zu spät. Kleidermotten, die sich in Ihrem Kleiderschrank eingenistet haben, ernähren sich besonders gern von Baumwolle, aber auch Mischgewebe mit einem Wollanteil von über 20 Prozent ist gefährdet. Handeln Sie jetzt schnell und bekämpfen die Motten mit Hausmitteln. Von chemischen Insektenvernichtern sollten Sie jedoch Abstand nehmen, besonders dann, wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben.

Bei Kleidermotten schnell handeln
Bei Kleidermotten schnell handeln

Was Sie benötigen:

  • Lavendel
  • Schlupfwespen
  • Mottenklebefallen
  • Insektengaze
  • Duftsäckchen

Mit Hausmitteln Kleidermotten bekämpfen

  • Finden Sie zunächst heraus, ob es sich überhaupt um Kleidermotten handelt. Nutzen Sie zu diesem Zweck Mottenklebefallen, die Lockstoffe enthalten. Öffnen Sie jedoch dabei nicht das Fenster, da diese Pheromone auch andere Motten anlocken können. Zur Bekämpfung der Motten sind Klebefallen nicht geeignet.
  • Haben Sie befallene Kleidung gefunden, klopfen sie diese gut aus, noch besser: Hängen Sie Pullis und Mäntel auf den Balkon, wenn die Sonne scheint. Dadurch werden die Motteneier abgetötet. Saugen Sie Ihre Kleidung ab oder bürsten sie aus. Um die Larven zu töten, legen Sie die Kleidung in einer Plastiktüte für eine Woche in den Gefrierschrank.
  • Zur Bekämpfung der lästigen Insekten haben Sie verschiedene Möglichkeiten bewährt. Als sehr zuverlässig haben sich Düfte herausgestellt. Verwenden Sie Lavendel, Kampfer, Steinklee oder Zedernholz, entweder als ätherisches Öl oder in einem selbst genähten Duftsäckchen. Alternativ sprühen Sie ein paar Spritzer Ihres Parfums auf ein Baumwolltaschentuch und legen es zwischen die Kleidung. Seifenstücke, Duftteelichter oder Neem-Extrakt-Mittel helfen ebenfalls.
  • Holzplättchen aus Zedernholz müssen Sie regelmäßig mit Schleifpapier anrauen, damit der Duft wieder intensiver wird. Duftsäckchen kneten Sie ab und zu mit der Hand durch.
  • Kaufen Sie im Zoofachhandel Nützlinge wie die Schlupfwespe. Setzen Sie die kleinen Tiere im Kleiderschrank aus, hier ernähren sie sich von den Motteneiern. Ist keine Nahrung mehr vorhanden, sterben sie ab.
  • Haben Sie einen sehr großen Befall mit Kleidermotten, sollten Sie einen Schädlingsbekämpfer zurate ziehen, der mit Insektiziden arbeiten wird.

Baumwolle richtig lagern und so vorbeugen

  • Legen Sie niemals getragene Kleidung zurück in den Schrank, da Motten durch Schweiß- und Schmutzgeruch angelockt werden. Frisch gewaschene Kleidung - am besten verwenden Sie auch einen duftenden Weichspüler - sollte immer gut trocknen, da Luftfeuchtigkeit im Schrank den Mottenbefall begünstigt.
  • Bringen Sie an den Fenstern Insektengaze an, damit die Kleidermotten nicht ins Haus gelangen können. Neu gekaufte Kleidung vom Flohmarkt oder aus dem Secondhand-Shop sollten Sie vor der Lagerung überprüfen. Halten Sie Schubladen und Schranktüren stets geschlossen, damit sich Motten nicht einnisten können. Überprüfen Sie Schubladen auf Beschädigungen; diese sollten Sie mit Klebeband verschließen.
  • Hochwertige Pullover und Mäntel aus Baumwolle schlagen Sie in Zeitungspapier ein oder legen sie in eine Plastiktüte. Am besten lagern Sie Ihre Lieblingsstücke getrennt von anderer Kleidung.
  • Mindestens zweimal im Jahr sollten Sie Ihren Kleiderschrank komplett ausräumen und mit Spülmittel auswischen. Dabei entsorgen Sie "Schrankleichen". Etwa einmal in der Woche sollten Sie Ihre Kleidung aus Baumwolle herausnehmen, kontrollieren und wieder zurücklegen. Dadurch entsteht Unruhe im Schrank, welche die Motten gar nicht mögen.

Haben Sie Geduld, es kann bis zu drei Monaten dauern, bis die Kleidermotten endgültig bekämpft sind. Übertreiben Sie es mit den natürlichen Düften aber nicht, schließlich wollen Sie Ihre Kleidung ja auch noch tragen, ohne, dass Ihr Umfeld die Nase rümpft.

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