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Kleben mit 2-Komponenten-Kleber und Glasfaser - das sollten Sie beachten

Wenn Sie etwas mit 2-Komponenten-Kleber und Glasfaser kleben möchten, sollten Sie einiges beachten, damit die Klebung haltbar wird und Sie sich und andere nicht bei der Arbeit gefährden.

Vorsicht - Glasfasern sind Mikro-Glasscherben.
Vorsicht - Glasfasern sind Mikro-Glasscherben. © tokamuwi / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Kleber
  • Glasfasergewebe
  • Atemmaske
  • Latexhandschuhe
  • Pinsel

Wichtiges beim Kleben mit 2-Komponenten-Kleber

Unter 2-Komponenten-Kleber werden alle Kleber verstanden, die Sie erst kurz vor Gebrauch zusammenfügen müssen und dürfen. Sobald der Kleber angerührt ist, beginnt eine chemische Reaktion, der Kleber wird immer dickflüssiger, bis es nach der sogenannten Topfzeit nicht mehr gebrauchsfähig ist. Zur Verstärkung können Sie Glasfasern beim Kleben einbetten.

  • Tragen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit Handschuhe, wenn Sie mit diesen Klebern hantieren. Vermeiden Sie den Kontakt mit den Augen oder dem Mund. Achten Sie auf Kinder und Haustiere, weder die Fingerchen der Kleinen noch die Pfoten der Tiere sollen an das Material gelangen können.
  • Generell bestehen 2-Komponenten-Kleber aus einem Binder, in der Regel Epoxidharz und einem Härter. Beachten Sie, der Binder bleibt schmierig klebrig und härtet ohne den Härter kaum aus. Tropfen vom Binder sind schwer zu entfernen und kleben stark.
  • Der Härter sorgt dafür, dass der Binder aushärtet, er setzt eine chemische Reaktion in Gang. Beachten Sie, dass der Härter ätzend ist.
  • Rühren Sie den Kleber erst dann an, wenn Sie diesen brauchen, also Teile, die Sie kleben wollen, entfettet und aufgeraut sind. Die Topfzeit ist bei manchen 2-Komponenten-Klebern nur wenige Sekunden.
  • Lesen Sie bei diesen Klebern immer die genaue Gebrauchsanweisung. Mischen Sie sorgfältig im dort erwähnten Mischungsverhältnis. Beachten Sie: Wenn Sie zu wenig Härter nehmen, bleibt das Harz klebrig, nehmen Sie zu viel, wird der Kleber spröde und es kann ätzender Härter übrig bleiben.
  • Rechnen Sie mit starker Erwärmung beim Abbinden. Arbeiten Sie aus diesem Grund nicht in der prallen Sonne oder bei großer Hitze.

Wenn Sie Glasfaser einarbeiten wollen, sind weitere Schutzmaßnahmen erforderlich.

Glaserfasern und -vliese bei Klebungen

Bei den meisten Klebungen brauchen Sie keine Glasfasern, diese machen nur Sinn, wenn Sie zum Beispiel einen Spalt überbrücken wollen oder ein Bauteil aus einem Verbund von Glasfaser und 2-Komponenten-Kleber aufbauen wollen. Achten Sie bei Glasfasern noch sorgfältiger auf Ihre Sicherheit. Für viele Zwecke können Sie auch Matten oder Gewebe aus Polyester verwenden, was Glasfasern vorzuziehen ist.

  • Glasfaser besteht aus winzigen Fasern von Glas. Wenn Sie das Material schneiden, brechen oder reißen, entstehen mikroskopisch kleine Glasteilchen. Diese sind so klein, dass sie leicht eingeatmet werden können. In der Lunge zersetzen sich die Glasteilchen nicht, Sie haben winzige Glasscherben in der Lunge. Tragen Sie daher immer eine Staubfiltermaske, wenn Sie mit Glasfaser arbeiten.
  • Die Schnittkanten von Glasfasergewebe oder Vliesen bestehen aus winzigen Glassplittern, die mit Leichtigkeit in die Haut eindringen. Tragen Sie daher unbedingt Schutzhandschuhe. Normale Latexhandschuhe reichen so sowohl zum Schutz vor dem 2-Komponenten-Kleber als auch vor den Glasfasern aus.

Klebungen mit Glasfaser und 2-Komponenten-Kleber

  1. Ziehen Sie die Handschuhe an. Entfetten Sie die Teile, die Sie kleben wollen, gründlich.
  2. Ziehen Sie den Atemschutz an. Schneiden Sie das Glasfasergewebe zu.
  3. Rühren Sie den 2-Komponenten-Kleber an. Tragen Sie eine Schicht von dem Kleber mit einem Pinsel auf. Drücken Sie das Gewebe mit dem Pinsel in das Gewebe. Tragen Sie eine weitere Schicht Kleber auf, damit das Gewebe bedeckt ist.
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