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Klavier lernen als Kind - spielerischer Einstieg

Kinder begeistern sich oft für viele Instrumente, daher ist es wichtig am Ball zu bleiben. Klavier lernen als Kind ist zudem auch für die Entwicklung des Gehirns von Vorteil. Doch wie schafft man einen spielerischen Einstieg und weckt das Interesse am besten?

Klavierspielen spielerisch lernen mit Geduld und Freude.
Klavierspielen spielerisch lernen mit Geduld und Freude.

Was Sie benötigen:

  • Klavier
  • evtl. Kinderlieder in Noten

Für ein Kind ist es sicherlich einfacher, Klavierspielen zu lernen als für Erwachsene. Zudem fördern Musik und das Spielen eines Instrumentes die Intelligenz des Kindes, da gleich mehrere Zentren im Gehirn angesprochen werden. Das Klavier als Tasteninstrument ist gut für den Einstieg geeignet, da sich zum einen die kleinen Finger austoben können und zum anderen schnell leichte Melodien und Lieder einstudiert werden können.

Klavier lernen leicht gemacht

  • Das Spielen (oder Herumexperimentieren) auf dem Klavier macht bereits Kleinkindern Spaß. Jedoch sollte das Kind erst richtig mit dem Musizieren beginnen, wenn die Finger auch kräftig genug sind, um die Tasten eigenständig herunterzudrücken. Das ist meist im Alter von fünf bis sechs Jahren der Fall.
  • Am Anfang bietet es sich an, die Tasten mit kleinen Bildchen zur Orientierung zu bekleben. Beispielsweise können Sie alle Cs mit einem Bild bekleben. So erkennt das Kind immer den richtigen Einstiegspunkt und kann dennoch spielerisch lernen.
  • Die C-Dur-Tonleiter bietet anfangs den besten Einstieg, weil hier noch keine schwarzen Tasten benötigt werden und einfache Melodien wie "Bruder Jakob" oder "Alle meine Entchen" so viel leichter zu lernen und zu spielen sind.
  • Spielerisch bedeutet auch, das Kind anfangs nicht zu überfordern. Maximal zehn Minuten am Stück sind daher an einem Übungstag völlig ausreichend. Die Konzentration eines Vorschulkindes ist noch nicht so hoch und muss erst allmählich trainiert werden.
  • Geduld ist eine Tugend, die auch beim spielerischen Einsteig auf dem Klavier von Nöten ist. Sowohl der Lehrer wie auch der Schüler müssen geduldig sein, um voran zu kommen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und Übung macht es eben.

Tägliche Fingerübung für das Kind

  • Um die Finger zu kräftigen sollte das Kind anfänglich, wenn möglich, jeden oder jeden zweiten Tag oder ein paar Fingerübungen machen. Diese müssen nicht einmal auf dem Klavier selbst erfolgen. Es geht nur darum die Hand auf die richtige Stellung zu trainieren. Dazu reicht eine Tischplatte aus, auf der die Finger das Heben und Senken üben können.
  • Zudem können Sie Ihrem Kind auch den Unterschied zwischen Höhen und Tiefen beibringen, indem Sie diese visualisieren. Malen Sie ein Bild mit einem Berg. Unten am Fuße ist die tiefe Note und oben auf dem Berg die hohe. Singen Sie jeweils die beiden Noten, während Sie darauf zeigen.
  • Jeder Finger für eine Taste und jede Taste für einen Ton. Das muss das Kind erst einmal begreifen. Dazu kann es zu jeder gespielten Taste den jeweiligen Ton mitsingen. Das hilft dem Gehirn sich die Kombination aus Ton und Taste einzuprägen.
  • Auch können die schwarzen Tasten als Hilfsmittel fungieren, um visuell den Einstiegspunkt zu erkennen und zu lernen (neben den Bildern auf den Tasten). Manche Lehrer benutzen auch Farbpunkte, welche Sie auf Tasten und auf die Notenblätter kleben. Dann entspricht eine bestimmte Farbe immer einem C usw.

Die ersten Noten erkennen

  • Zum Klavierspielen gehören natürlich auch Noten. Die sollten auch beim spielerischen Einstieg von Anfang an mit dabei sein. Stellen Sie daher immer ein Notenheft oder ausgedruckte Noten auf, um dem Kind zu zeigen, das Noten dazu gehören. Nutzen Sie hierfür auch Notenbücher für Kinder, wie beispielsweise "Der Tastenlöwe". 
  • Sie können mir dem Kind auch auf Notenpapier üben und erste Noten selbst einzeichnen lassen. Gut ist es in diesem Fall, wenn Sie zur Note auch den Ton und die dazugehörige Taste zeigen bzw. spielen. Dann hat das Kind auch visuell eine Prägung zur Theorie. 
  • Klavier spielt man mit der rechten und linken Hand. Auch die Notenzeilen sind so aufgebaut. Diesen Zusammenhang sollten Sie auch möglichst anfänglich erklären. Vielleicht können auch schon erste Begleitungen in Form von einem Ton pro Akkord einstudiert werden. Das unterstützt auch die Koordination beider Hände und später auch das Rhythmusgefühl.
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